Die vorliegende Hausarbeit nimmt eine didaktische Reflexion einer eigens gehaltenen Unterrichtsstunde vor. Das übergeordnete Thema der Unterrichtsstunde ist "Karl der Große". Teilbereiche, die während der Stunde aufgegriffen und mit den Schüler:innen behandelt worden sind "Karl der Große – Der Vater Europas?!", sowie "Die Regierung Karls des Großen – Wie regierte man ein so großes Reich von Aachen aus?".
Die Unterrichtsziele der Unterrichtsstunde sind folgende: Die Schüler:innen können die Bezeichnung Karls des Großen als "Vater Europas" historisch einordnen, sowie anhand von Belegen verifizieren. Sie können die Person Karl des Großen historisch einordnen, den Konflikt mit dem sächsischen Herzog Widukind in seinen Grundzügen skizzieren, sowie die Bedeutsamkeit der Kaiserkrönung am 25. Dezember 800 n. Chr. erläutern. Die Schüler:innen können das Reich Karls des Großen geografisch einordnen, sowie beschreiben. Sie können das Reich Karls des Großen charakterisieren, strukturieren und das "Reisekönigtum" erklären.
Neben den inhaltlichen Unterrichtszielen gibt es geschichtsspezifische Kompetenzen der Schüler:innen, welche weiterentwickelt werden sollen. Konkret gefördert werden soll die Sachkompetenz, also die Verwendung von Fachbegriffen in einem geeigneten Kontext. Ebenso soll die Methodenkompetenz der Schüler:innen gestärkt werden, indem sie im Rahmen einer Recherche geeignete und sachdienliche Quellen auf ihre Brauchbarkeit einordnen, sowie themenspezifische Informationen zusammentragen.
Inhaltsverzeichnis
1 Thema der Unterrichtsstunde
2 Unterrichtsziele
3 Unterrichtsvoraussetzungen
3.1 Analyse der Lerngruppe 1
3.2 Einordnung der Stunde in den Lehrplan
3.3 Begründung der Inhaltsauswahl
3.4 Begründung des methodischen Vorgehens
4 Tabellarischer Unterrichtsverlauf
5 Analyse der Lerngruppe 2
5.1 Charakterisierung der Lernsituation
5.2 Analyse des Kenntnis – und Fähigkeitsstandes
5.3 Lehrer – Schüler – Verhältnis
6 Reflexion der Unterrichtsstunde
7 Anhang
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit dient der didaktischen Reflexion eines selbst erstellten Unterrichtsentwurfs zum Thema „Karl der Große“ für eine 7. Klasse, der aufgrund der Pandemie als digitale Videokonferenz durchgeführt werden musste. Das primäre Ziel besteht darin, die Planung, die methodische Umsetzung unter erschwerten digitalen Bedingungen und die fachspezifische Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler auf Basis praktischer Erfahrungen kritisch zu evaluieren.
- Didaktische Planung und Reduktion eines historischen Themas
- Methodische Gestaltung von Distanzunterricht
- Förderung von Sach- und Methodenkompetenz im Geschichtsunterricht
- Analysemethoden für Lerngruppen in Ausnahmesituationen
- Reflexion über die Rolle digitaler Medien bei der Unterrichtskonzeption
Auszug aus dem Buch
3.4 Begründung des methodischen Vorgehens
In Anbetracht der Umstände der Unterrichtsstunde erscheint eine Begründung des methodischen Vorgehens für angebracht. Wie im tabellarischen Unterrichtsverlauf deutlich wird wurde während der Unterrichtsstunde ausschließlich EA, UG und LV verwendet. In vorliegender Unterrichtsstunde wurde sich u.a. für einen Videoauftrag entschieden. Dieser ließe sich prinzipiell auch in Partnerarbeit mittels sogenannter „BreakoutRooms“ in einem digitalen Rahmen verwirklichen. Problematisch dabei bliebe jedoch die erhöhte Anfälligkeit für technische Probleme und damit einhergehende Störungen des Unterrichtsverlaufs.
Die Folge von technischen Schwierigkeiten wäre ein spontanes oder ggf. auch geplantes Wechseln der Sozialform, was jedoch Zeit benötigt, die angesichts des engen Zeitrahmens sinnvoller verwendet werden kann. Natürlich bietet die Bearbeitung der Videoaufträge in Einzelarbeit ebenfalls Anfälligkeiten für Probleme, allerdings in bestmöglich minimierter Form im Gegensatz zur Partnerarbeit. Außerdem würde die Erstellung der „BreakoutRooms“, sowie die Unterweisung der SuS in Bezug auf den Umgang nicht unerheblich Zeit in Anspruch nehmen.
Der Zeitfaktor ist ebenfalls einer der Gründe wieso sich für das UG, sowie den LV und beispielsweise nicht für einen SV oder eine GA entschieden wurde. Dabei sei erneut auf die Umsetzung im digitalen Rahmen verwiesen. Eine GA oder ein SV braucht mehr Zeit in der Vor-, sowie Nachbereitung und ist somit kaum realisierbar innerhalb eines Zeitrahmens von knapp 65 Minuten. Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass aufgrund der begrenzten Zeit, die für die Unterrichtsstunde zur Verfügung steht, sowie den technischen Möglichkeiten, welche wiederum den Zeitrahmen beeinflussen zeitsparende Methoden, wie das UG, der LV, sowie die EA ausgewählt wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Thema der Unterrichtsstunde: Dieses Kapitel benennt das übergeordnete Stundenthema um die Person Karls des Großen sowie die spezifischen Fragestellungen zur historischen Einordnung seiner Person und Herrschaftsform.
2 Unterrichtsziele: Hier werden die angestrebten inhaltlichen Lernziele sowie die zu fördernden geschichtsspezifischen Sach- und Methodenkompetenzen der Schülerinnen und Schüler definiert.
3 Unterrichtsvoraussetzungen: Das Kapitel erläutert die Rahmenbedingungen des Unterrichts in einer 7. Klasse sowie die Verankerung im Lehrplan und begründet die inhaltliche sowie methodische Auswahl.
4 Tabellarischer Unterrichtsverlauf: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte zeitliche und methodische Übersicht der geplanten Unterrichtsphasen und der eingesetzten Materialien.
5 Analyse der Lerngruppe 2: Dieses Kapitel analysiert rückblickend die Lernsituation, den Wissensstand und das Sozialverhalten der Klasse basierend auf den während der Stunde gesammelten Erfahrungen.
6 Reflexion der Unterrichtsstunde: Hier erfolgt eine kritische Bilanzierung über die Erreichung der Lernziele, die Qualität der methodischen Umsetzung im digitalen Raum und die Schlussfolgerungen für zukünftige Unterrichtsvorhaben.
7 Anhang: Der Anhang listet ergänzende Materialien wie Weblinks zu den verwendeten Medien und Verweise auf die genutzte Präsentation auf.
Schlüsselwörter
Karl der Große, Geschichtsdidaktik, Unterrichtsentwurf, Praxissemester, digitale Lehre, Videokonferenz, Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Reisekönigtum, Distanzunterricht, Unterrichtsreflexion, Geschichtsunterricht, 7. Klasse, BigBlueButton, BigHistory
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert einen Unterrichtsentwurf für das Fach Geschichte in einer 7. Klasse zum Thema „Karl der Große“ und reflektiert diesen kritisch nach seiner praktischen Durchführung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Zentrum steht die historische Person Karls des Großen, seine Regierungsform, wie das sogenannte „Reisekönigtum“, sowie die didaktische Aufbereitung dieser Themen für einen digitalen Unterrichtsrahmen.
Was war das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel war die Planung und Durchführung einer Geschichtsstunde und die anschließende didaktische Analyse darüber, wie erfolgreich die Unterrichtsziele unter den erschwerten Bedingungen von Videokonferenzen erreicht wurden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine didaktische Reflexion, die auf der Analyse von Unterrichtsvoraussetzungen, einer tabellarischen Verlaufsplanung und einer retrospektiven Evaluation der Unterrichtsphase basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Stundenplanung, eine detaillierte Begründung der Methode (vornehmlich die Wahl von EA, UG und LV), eine Analyse der Lerngruppe und eine abschließende Reflexion.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Geschichtsdidaktik, digitale Lehre, Sach- und Methodenkompetenz sowie die Herausforderungen des Distanzunterrichts während der Pandemie.
Welchen Einfluss hatte die Corona-Pandemie auf die Unterrichtsgestaltung?
Die Pandemie erzwang einen digitalen Unterricht mittels Videokonferenz, was die Wahl der Sozialformen einschränkte, da Gruppenarbeiten wie „BreakoutRooms“ aufgrund technischer Instabilität und Zeitmangels als risikoreich eingestuft wurden.
Warum konnte eine tiefergehende Analyse der Lerngruppe vorab nicht erfolgen?
Die pandemische Lage und die damit verbundene digitale Beschulung verhinderten eine klassische Hospitationsphase im Vorfeld, weshalb Erkenntnisse über die Lerngruppe erst direkt während und nach der Unterrichtsstunde gewonnen werden konnten.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Didaktische Reflexion einer Unterrichtsstunde zu Karl dem Großen (7. Klasse Geschichte), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1360900