Eine Vielzahl der Menschen mit Migrationshintergrund bilden inzwischen einen festen Bestandteil der deutschen Gesellschaft und nun stellt sich die Frage, weshalb der Bildungserfolg der Kinder mit Migrationshintergrund im Gegensatz zu den Einheimischen eingeschränkt ist.
Die Hausarbeit beschränkt sich auf Kinder mit Migrationshintergrund in deutschen Grundschulen. Hierbei wird insbesondere auf die Frage eingegangen, inwiefern sie bildungsbenachteiligt sind und welche die ausschlaggebenden Kriterien für dieses Phänomen sind. Diesbezüglich werden zu Beginn der Begriff der internationalen Migration und weitere Formen der Migration erklärt. Hiernach werden die kulturellen Unterschiede zwischen den Kindern mit Migrationshintergrund und den deutschen Kindern analysiert. Zudem untersucht die Hausarbeit die sozioökonomischen Unterschiede und der damit verbundene Bildungsbenachteiligung. Darauffolgend wird erforscht, inwiefern die Eltern mit Migrationshintergrund den Bildungserfolg ihrer Kinder beeinflussen. Außerdem bezieht sich die Arbeit auf die institutionelle Diskriminierung, um die Nachteile des deutschen Rechtssystems für die Kinder hervorzuheben. Zuletzt wird die Bildungsbenachteiligung mithilfe des Modells der „Primären und sekundären Herkunftseffekte“ nach Raymond Boudon und der Sozialtheorie des „Habitus“ von Pierre Bourdieu veranschaulicht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition der internationalen Migration
- Definition des Migrationshintergrundes
- Die Fluchtmigration
- Der Familiennachzug
- Die Arbeitsmigration
- Kulturelle Unterschiede
- Sozioökonomischer Hintergrund und Bildungsbenachteiligung
- Die Eltern mit Migrationshintergrund
- Institutionelle Diskriminierung
- Primäre und sekundäre Herkunftseffekte nach Raymond Boudon
- Maßnahmen
- Der Habitus nach Bourdieu
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik der Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund in deutschen Grundschulen. Ziel ist es, die Ursachen für dieses Phänomen zu analysieren und mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen.
- Definition und Formen der internationalen Migration
- Kulturelle Unterschiede und ihre Auswirkungen auf den Bildungserfolg
- Sozioökonomische Faktoren und Bildungsbenachteiligung
- Rolle der Eltern mit Migrationshintergrund im Bildungsprozess
- Institutionelle Diskriminierung und ihre Auswirkungen auf die Integration
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Thema der Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund in den deutschen Grundschulen vor und skizziert den Forschungsgegenstand der Arbeit. Kapitel 2 definiert den Begriff der internationalen Migration und erläutert verschiedene Formen der Migration, wie die Fluchtmigration, den Familiennachzug und die Arbeitsmigration. Kapitel 3 behandelt die kulturellen Unterschiede zwischen Kindern mit Migrationshintergrund und deutschen Kindern und untersucht deren Auswirkungen auf den Bildungserfolg.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Begriffen der internationalen Migration, Bildungsbenachteiligung, kulturelle Unterschiede, sozioökonomischer Hintergrund, Eltern mit Migrationshintergrund, institutionelle Diskriminierung, Herkunftseffekte nach Raymond Boudon und der Habitus nach Pierre Bourdieu. Sie analysiert die komplexen Zusammenhänge zwischen Migration und Bildungserfolg und untersucht die Ursachen für die Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Kinder mit Migrationshintergrund oft bildungsbenachteiligt?
Die Benachteiligung resultiert aus einer Kombination von Faktoren: sozioökonomischer Status, sprachliche Hürden, kulturelle Unterschiede und institutionelle Diskriminierung im deutschen Bildungssystem.
Was sind primäre und sekundäre Herkunftseffekte nach Raymond Boudon?
Primäre Effekte sind leistungsbezogene Unterschiede durch das soziale Umfeld. Sekundäre Effekte beschreiben unterschiedliche Bildungsentscheidungen der Eltern (z.B. Wahl der Schulform) trotz gleicher Leistungen der Kinder.
Was versteht Pierre Bourdieu unter dem Begriff „Habitus“?
Der Habitus umfasst die durch das soziale Umfeld geprägten Verhaltensweisen, Denkstile und Werte. Wenn der Habitus der Familie nicht mit den Anforderungen der Schule harmoniert, entstehen Nachteile für das Kind.
Welche Formen der Migration werden in der Arbeit unterschieden?
Es wird zwischen Fluchtmigration, Familiennachzug und Arbeitsmigration unterschieden, die jeweils unterschiedliche Voraussetzungen für die Integration in das Schulsystem mit sich bringen.
Was bedeutet institutionelle Diskriminierung in Grundschulen?
Damit sind organisatorische oder rechtliche Strukturen gemeint, die Kinder mit Migrationshintergrund unbeabsichtigt benachteiligen, etwa bei der Schuleinschreibung oder den Übergangsempfehlungen auf weiterführende Schulen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2023, Kinder mit Migrationshintergrund. Herausforderungen in deutschen Grundschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1359408