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Umgang mit Jugendkriminalität. Der Täter-Opfer-Ausgleich als Alternative zum Jugendgerichtsverfahren

Title: Umgang mit Jugendkriminalität. Der Täter-Opfer-Ausgleich als Alternative zum Jugendgerichtsverfahren

Examination Thesis , 2001 , 67 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jasmin Brück (Author)

Sociology - Law and Delinquency
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Bedingt durch das Vorkommen von Straftaten durch Jugendliche und die daraus folgenden jugendstrafrechtlichen Prozesse (traditionelles Jugendstrafverfahren), die mit einer Vorbestrafung enden und somit die Entwicklung der Jugendlichen stören können, wurde in einigen europäischen Ländern (auch in der Bundesrepublik Deutschland) als Alternative bzw. Ergänzung die außergerichtliche Form des Täter- Opfer-Ausgleichs (TOA) entwickelt, wodurch das gerichtliche Verfahren verkürzt oder sogar eingestellt werden kann.

Die vorliegende Arbeit entstand aus der Motivation heraus, die Frage „Kann der TOA als Alternative zum Jugendgerichtsverfahren bestehen?“ zu klären. Dazu soll die Sinnhaftigkeit dieser außergerichtlichen Sanktionierung von jugendlichen Straftätern durch Beschreibung der Ziele und der Durchführung sowie durch Einblicke in die Praxis des seit 1986 in Köln bestehenden Projektes „Die Waage“ und einen Exkurs in die Praxis der gesamten BRD erörtert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

Kapitel I

1. Theorie

1.1 Charakterisierung der besonderen Situation Jugendlicher

1.2 Definition von „Jugendkriminalität“ aus der Perspektive des Strafrechts

1.3 Theorien zu den Ursachen von Kriminalität

1.4 Erfassung von abweichendem Verhalten durch Jugendkriminalität

1.5 Vorgehensweisen bei straffällig gewordenen Jugendlichen

1.5.1 Traditionelles Jugendstrafverfahren

1.5.2 Alternativen zum Jugendstrafverfahren

1.6 Umgang mit dem Täter-Opfer-Ausgleich (TOA)

1.6.1 Definition

1.6.2 Voraussetzungen

1.6.3 Ziele

1.6.3.1 Täterperspektive

1.6.3.2 Opferperspektive

1.6.4 Ablauf

1.6.5 Der TOA aus der Sicht der Justiz

Kapitel II

2. Der TOA am Beispiel des Kölner Projekts „WAAGE“

2.1 Vorstellung des Projekts

2.1.1 Finanzierung

2.1.2 Mitarbeiter

2.1.3 Ziele der Waage

2.1.4 Ablauf des TOA bei der Waage

2.2 Statistiken

2.2.1 Fallzahlen

2.2.2 Deliktstruktur

2.3 Erfolgsquoten

2.4 Merkmalzusammenhänge einzelner Fälle

2.4.1 Fallbeispiel I

2.4.2 Fallbeispiel II

2.4.3 Zusammenhänge

Kapitel III

3. Diskussion

3.1 Akzeptanz des TOAs in der Bundesrepublik Deutschland

3.2 Vergleich des TOAs und des Jugendgerichtsverfahrens

3.3 Diskussion der Sinnhaftigkeit des TOAs für Jugendliche und Heranwachsende

Kapitel IV

4. Fazit

5. Literatur, Tabellen und Abbildungen

5.1 Literaturverzeichnis

5.1.1 Bücher und Zeitschriften

5.1.2 Internetseiten

5.2 Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

5.2.1 Tabellen

5.2.2 Abbildungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) eine sinnvolle Alternative zum traditionellen Jugendstrafverfahren darstellt. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern der TOA jugendliche Straftäter effektiver resozialisieren kann und gleichzeitig den Bedürfnissen der Geschädigten gerecht wird.

  • Theoretische Grundlagen von Jugendkriminalität und strafrechtliche Sanktionen.
  • Konzeption und Durchführung des Täter-Opfer-Ausgleichs.
  • Empirische Analyse des Kölner Projekts „WAAGE“ hinsichtlich Fallzahlen und Erfolgsquoten.
  • Diskussion über die Akzeptanz des TOA innerhalb der Justiz.
  • Vergleich der Konfliktbearbeitungsstrategien von Strafrecht und TOA.

Auszug aus dem Buch

1.1 Charakterisierung der besonderen Situation Jugendlicher

Jugendliche werden bedingt durch unsere Gesellschaft sowohl positiv als auch negativ von vielen Seiten beeinflusst. Sie führen ein Leben in der häuslichen familiären Gemeinschaft und gleichzeitig in ihren Freundeskreisen, in der Schule oder in Vereinen.

Um sich in diesen besonders im außerfamiliären Bereich für sie neuen Situationen behaupten zu können, müssen sie Entscheidungen treffen, die ihnen oftmals abgenommen wurden, als sie noch Kinder waren. Dabei müssen sie ein Verhalten für oder gegen die Norm wählen, also sich an die Vorschriften zu halten oder gegen sie zu verstoßen.

Ob diese Entscheidungen mit den staatlichen Gesetzen und den gesellschaftlichen Normen vereinbar sind, wird durch viele Faktoren beeinflusst, wie zum Beispiel das Verhalten der Eltern oder der Freunde. Wird eine Entscheidung getroffen, die gegen die in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze verstößt, so muss dieses durch die Jugendgerichte geahndet werden. Hierzu sind verschiedene Möglichkeiten, von erzieherischen Maßnahmen über den Täter-Opfer-Ausgleich bis hin zur Gerichtsverhandlung mit einer sich möglicherweise anschließenden Jugendstrafe, vorgesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Hintergründe von Jugendkriminalität, verschiedene Ursachentheorien sowie die rechtlichen Grundlagen und Ziele des Täter-Opfer-Ausgleichs.

2. Der TOA am Beispiel des Kölner Projekts „WAAGE“: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Praxis der Schlichtungsstelle „Waage“ in Köln anhand von Statistiken und Fallbeispielen.

3. Diskussion: Dieses Kapitel vergleicht den Täter-Opfer-Ausgleich mit dem traditionellen Jugendstrafverfahren und diskutiert dessen Akzeptanz in der Justiz sowie seine Sinnhaftigkeit als pädagogische Maßnahme.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Täter-Opfer-Ausgleich eine wertvolle, wenn auch bisher eher ergänzende Alternative zum Jugendstrafverfahren darstellt.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Täter-Opfer-Ausgleich, TOA, Jugendstrafverfahren, Resozialisierung, Konfliktschlichtung, Wiedergutmachung, Kölner Projekt Waage, Jugendgerichtsgesetz, Prävention, Sanktionierung, Deliktstruktur, Opferperspektive, Täterperspektive, Strafrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der Jugendkriminalität und untersucht den Täter-Opfer-Ausgleich als eine Form der außergerichtlichen Konfliktlösung und Alternative zum klassischen Jugendstrafverfahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten gehören die theoretischen Erklärungsansätze für abweichendes Verhalten Jugendlicher, der Ablauf und die Ziele des Täter-Opfer-Ausgleichs sowie eine statistische und praxisnahe Auswertung des Kölner Projekts „Waage“.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Sinnhaftigkeit des Täter-Opfer-Ausgleichs zu bewerten und zu klären, ob dieser als ernsthafte Alternative zum konventionellen Jugendgerichtsverfahren bestehen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse theoretischer Grundlagen sowie die empirische Auswertung vorliegender Sach- und Tätigkeitsberichte sowie Statistiken des Projekts „Waage“ und bundesweiter Erhebungen.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Fallanalyse des Projekts „Waage“ sowie eine kritische Diskussion zur Akzeptanz und zum Vergleich zwischen TOA und dem klassischen Strafrechtssystem.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Jugendkriminalität, Wiedergutmachung, Resozialisierung, Täter-Opfer-Ausgleich, Konfliktschlichtung und Jugendstrafverfahren.

Welche Bedeutung kommt dem persönlichen Gespräch bei der Waage Köln zu?

Das persönliche Gespräch ist ein zentrales Instrument, um die Tatmotive zu erörtern, die Verantwortung des Täters zu stärken und dem Opfer die Möglichkeit zur psychischen Aufarbeitung sowie Entschädigung zu geben.

Warum ist der Zeitpunkt der Zuweisung eines Falls für den TOA relevant?

Der Zeitpunkt beeinflusst den Erfolg des Ausgleichs; eine Zuweisung im Vorverfahren wird meist als effektive Alternative zum Strafverfahren gesehen, während spätere Zuweisungen oft die Frage aufwerfen, ob der TOA noch als eigenständige, zügige Lernmöglichkeit wahrgenommen wird.

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Details

Title
Umgang mit Jugendkriminalität. Der Täter-Opfer-Ausgleich als Alternative zum Jugendgerichtsverfahren
College
University of Cologne  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Grade
1,0
Author
Jasmin Brück (Author)
Publication Year
2001
Pages
67
Catalog Number
V13586
ISBN (eBook)
9783638192002
ISBN (Book)
9783638698733
Language
German
Tags
Umgang Jugendkriminalität Täter-Opfer-Ausgleich Alternative Jugendgerichtsverfahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Brück (Author), 2001, Umgang mit Jugendkriminalität. Der Täter-Opfer-Ausgleich als Alternative zum Jugendgerichtsverfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13586
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