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Die Vita des Feldherren Themistokles im Fokus seines Biographen Cornelius Nepos

Title: Die Vita des Feldherren Themistokles im Fokus seines Biographen Cornelius Nepos

Seminar Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anne-Catherine Steen (Author)

World History - Early and Ancient History
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Das Leben des Feldherren Themistokles wurde an Hand seiner Vita des Historikers Cornelius Nepos rekonstruiert. Daneben wurden auch die Angaben zu Themistokles, die sich bei Thukydides finden lassen, mit den Ausführungen Nepos' verglichen. Es handelt sich hier um eine quellenorientierte Proseminararbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Vorwort

II.1. Allgemeine Darstellung und Einschätzung der Quellenlage

II.2. Cornelius Nepos: Der Autor, das Werk und die Quellen

II.3. Thukydides’ Geschichte des Peloponnesischen Krieges

II.4. Zwei biographische Darstellungen im Vergleich: Cornelius Nepos versus Thukydides

III. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung des athenischen Feldherren Themistokles im biographischen Werk des Cornelius Nepos und vergleicht diese kritisch mit den historischen Schilderungen in Thukydides’ Geschichte des Peloponnesischen Krieges, um Unterschiede in Fokus, Intention und Charakterzeichnung der antiken Autoren herauszuarbeiten.

  • Vergleich antiker biographischer und historiographischer Quellen
  • Analyse des Einflusses von Thukydides auf die Vita des Cornelius Nepos
  • Untersuchung der Charakterdarstellung und Intention von Cornelius Nepos
  • Rezeption und historische Einordnung des Feldherren Themistokles

Auszug aus dem Buch

II.2. Cornelius Nepos: Der Autor, das Werk und die Quellen

„Der Stil des Cornelius Nepos ist schlicht und ohne sprachliche oder darstellerische Raffinesse, mitunter salopp und trivial. Sentenzen ... gehen über einfache, praktische Lebensphilosophie nicht hinaus.“20 Dennoch eignet sich De viris illustribus und die darin enthaltene Vita des Themistokles als historische Quelle. Es lässt sich vielmehr argumentieren, dass gerade diese Eigenschaften für die Beschreibung und Charakterisierung einer Person die besten Vorraussetzungen für die Anfertigung einer Biographie darstellen. Denn eine klare und vielleicht auch simple Sprache ermöglicht es dem Leser, die vermittelten Informationen besser aufzunehmen und zu verarbeiten. Wenn man nur damit beschäftigt wäre, über Satzkonstruktionen und literarische Figuren während des Leseprozesses nachzudenken, verlangsamte sich die Informationsaufnahme wesentlich.

Gleichwohl war Nepos, der etwa 100 bis 24 vor Christus gelebt haben soll und aus der Gallia Transpadana stammte, nicht nur ein reiner Biograph. Er schrieb ebenso erotische Lyrik sowie die Chronica, die in drei Büchern erschien und nicht nur eine Abhandlung der römischen Geschichte war, sondern, nach Apollodoros Vorbild, eine chronologische Weltgeschichte bot.21 Ebenso ist gesichert, dass der Autor die Exempla in fünf Büchern verfasst hat. Allerdings ist dieses Werk über Naturwunder und andere Merkwürdigkeiten nicht mehr erhalten. Über seine familiäre Herkunft und seine soziale Stellung lässt sich wenig Gesichertes sagen, da er selbst nie politisch aktiv war. Wichtig jedoch ist, dass Cornelius Nepos bedeutende Freunde hatte, wie beispielsweise Cicero, seinen Brieffreund Atticus ebenso wie den Gelehrten Varro. Daher nimmt Sonnabend an, dass der Autor in den gehobenen Gesellschaftskreisen in Rom verkehrte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Vorwort: Einleitung in die Thematik sowie Definition der Forschungsfrage, die sich auf den Vergleich zwischen der Biographie des Cornelius Nepos und den Aufzeichnungen des Thukydides fokussiert.

II.1. Allgemeine Darstellung und Einschätzung der Quellenlage: Diskussion der antiken Quellenkategorien und allgemeine Kritik an der antiken Biographie hinsichtlich Stil, Inhalt und historischer Genauigkeit.

II.2. Cornelius Nepos: Der Autor, das Werk und die Quellen: Vorstellung von Person und Werk des Cornelius Nepos sowie Begründung, warum sein schlichter Stil eine effektive Charakterisierung ermöglicht.

II.3. Thukydides’ Geschichte des Peloponnesischen Krieges: Analyse von Thukydides als Historiker, der Themistokles nicht als Individuum, sondern im Rahmen des kollektiven politischen Geschehens der Pentekontaetie betrachtet.

II.4. Zwei biographische Darstellungen im Vergleich: Cornelius Nepos versus Thukydides: Direkter textlicher Vergleich ausgewählter Stellen, der verdeutlicht, wie Nepos historische Vorlagen für seine eigene Charakterstudie anpasst.

III. Schlussbetrachtung: Synthese der Erkenntnisse, wobei die unterschiedliche Intention der Autoren (Charakterstudie versus historische Analyse) als Grund für die divergierenden Darstellungen identifiziert wird.

Schlüsselwörter

Themistokles, Cornelius Nepos, Thukydides, Antike Biographie, Historiographie, Quellenvergleich, Charakterdarstellung, Peloponnesischer Krieg, Athen, Pentekontaetie, Exil, Magnesia, Artaxerxes, Historische Genauigkeit, antike Literatur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Leben des athenischen Feldherren Themistokles in der Biographie von Cornelius Nepos dargestellt wird und inwiefern sich diese Darstellung von den historischen Berichten des Thukydides unterscheidet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Vergleich antiker biographischer Traditionen mit der Geschichtsschreibung, die Analyse der Quellenabhängigkeiten zwischen Nepos und Thukydides sowie die Motivation der Autoren hinter ihren jeweiligen Werken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Cornelius Nepos historische Fakten aus der Geschichte des Peloponnesischen Krieges übernimmt, sie jedoch für seine spezifische Charakterstudie des Themistokles umdeutet oder ergänzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die vergleichende Textanalyse, bei der ausgewählte, parallele Textstellen beider Autoren gegenübergestellt und auf ihre inhaltlichen sowie stilistischen Unterschiede hin untersucht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Einordnung der Quellenlage, eine Vorstellung der beiden Autoren und ihrer spezifischen Arbeitsweisen sowie den detaillierten inhaltlichen Vergleich der überlieferten Ereignisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Themistokles, Nepos, Thukydides, antike Biographie, Historiographie und Quellenvergleich charakterisieren.

Inwiefern beeinflusste Thukydides die Arbeit des Cornelius Nepos?

Nepos orientierte sich stark an den Ausführungen des Thukydides und übernahm weite Teile des historischen Inhalts, interpretierte diese jedoch, um seine Absicht einer geläuterten Charakterdarstellung des Themistokles zu stützen.

Was unterscheidet Nepos' Fokus von dem des Thukydides?

Während für den Historiker Thukydides politische Abläufe und kollektive Ereignisse im Vordergrund stehen, verfolgt der Biograph Nepos das Ziel, ein individuelles, menschliches Porträt des Feldherren zu zeichnen.

Warum wird Themistokles in einem Geschichtswerk über den Peloponnesischen Krieg behandelt?

Thukydides integriert die Figur des Themistokles im Rahmen der Pentekontaetie, primär um die damalige athenische Politik zu kritisieren und die Unfähigkeit der Griechen zu verdeutlichen, herausragende Persönlichkeiten wertzuschätzen.

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Details

Title
Die Vita des Feldherren Themistokles im Fokus seines Biographen Cornelius Nepos
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Klassische Altertumskunde)
Course
Proseminar Themistokles
Grade
2,0
Author
Anne-Catherine Steen (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V135759
ISBN (eBook)
9783640460090
ISBN (Book)
9783640460137
Language
German
Tags
Vita Feldherren Themistokles Fokus Biographen Cornelius Nepos
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne-Catherine Steen (Author), 2008, Die Vita des Feldherren Themistokles im Fokus seines Biographen Cornelius Nepos, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135759
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