Das Ziel der Forschungsarbeit ist es, herauszufinden, welchen Einfluss die App TGTG auf die Reduzierung von Lebensmittelabfällen in vier Gastronomiebetrieben hat. Ebenso wird der Frage nachgegangen, welche Gründe die Gastronomen/Gastronominnen für die App-Nutzung haben. Darüber hinaus soll das Konzept der App kritisch betrachtet und in Zusammenhang mit weiteren positiven Aspekten der interviewten Personen diskutiert werden.
Während weltweit 931 Mio Tonnen (t) Lebensmittel entsorgt werden, leiden laut der Food and Agricultural Organization of the United Nations (FAO) 770 Mio (Mio.) Menschen auf der Welt an Hunger. Allein in Deutschland sind es etwa 12 Mio. t. Dabei wäre es heute schon möglich, die gesamte Weltbevölkerung durch die Erzeugnisse der globalen Landwirtschaft zu ernähren. Doch in der Praxis sieht es anders aus. Entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette entstehen große Mengen an Lebensmittelverlusten und -abfall. Die Ursache für die Lebensmittelverschwendung unterscheidet sich je nach Sektor.
Es gibt bereits einige Foodsharing-Apps, die zum Ziel haben, die Lebensmittelverschwendung an unterschiedlichen Stellen der Lebensmittelwertschöpfungskette zu reduzieren. Eine der ersten Foodsharing-Plattformen war Foodsharing e.V. auf dessen Prinzip viele Foodsharing-Apps basieren. Eine dieser Apps ist "Too Good To Go" (TGTG), welche im April 2019 mit dem Bundespreis "Zu gut für die Tonne" in der Kategorie Digitalisierung ausgezeichnet wurde. Diese Foodsharing-App hilft bei der Verteilung von Lebensmitteln und vernetzt die Gastronomiebetriebe bzw. den Einzelhandel mit den Verbrauchern/Verbraucherinnen. Die App fokussiert sich demnach darauf, die Lebensmittelabfälle in den Zweigen der Gastronomie und dem Handel innerhalb der Lebensmittelwertschöpfungskette zu reduzieren. Überproduzierte Lebensmittel oder falsch zubereitete Gerichte können für einen geringen Preis vor Ort abgeholt werden. Die TGTG GmbH hat bereits in vielen Ländern Unternehmen, mit denen sie kooperieren. Folglich stellt sich die Frage danach, welchen Einfluss die Foodsharing-App TGTG tatsächlich auf das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung hat.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 1.1 Problemstellung
- 1.2 Ziel der Arbeit
- 1.3 Vorgehensweise
- 1.4 Aufbau der Bachelorarbeit
- 2 Forschungsstand
- 3 Theoretischer Hintergrund
- 3.1 Grundlegende Begriffsdefinitionen
- 3.2 Überblick über Lebensmittelverschwendung in Deutschland entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette mit Ursachen
- 3.3 Folgen der Lebensmittelverschwendung
- 3.5 Das Konzept Foodsharing
- 3.6 Foodsharing-Apps
- 3.7 Foodsharing-App Too Good To Go
- 4 Methodik
- 4.1 Methoden- und Stichprobenauswahl
- 4.2 Methodendurchführung Literaturrecherche
- 4.3 Methodendurchführung qualitative Forschung
- 5 Ergebnisdarstellung
- 6 Diskussion
- 6.1 Diskussion der Ergebnisse
- 6.1.1 Einfluss auf die Reduzierung des Lebensmittelabfalls
- 6.1.2 Gründe der Gastronomen/Gastronominnen
- 6.1.3 Negative und positive Aspekte des Konzepts
- 6.1.4 Schlussfolgerung: TGTG als Maßnahme gegen Lebensmittelabfall
- 6.2 Limitationen der Arbeit
- 6.3 Fehlerbetrachtung
- 6.1 Diskussion der Ergebnisse
- 7 Fazit
- 8 Zusammenfassung
- 9 Summary
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der Foodsharing-App „Too Good To Go“ (TGTG) auf die Reduzierung von Lebensmittelabfall im Gastronomiebereich. Ziel ist es, die Auswirkungen der App auf die Reduzierung von Lebensmittelabfall durch TGTG-Nutzung zu analysieren und die Beweggründe der Gastronomen/Gastronominnen für die Teilnahme am Programm zu beleuchten.
- Analyse des Einflusses von TGTG auf die Reduzierung von Lebensmittelabfall
- Beweggründe der Gastronomen/Gastronominnen für die Teilnahme an TGTG
- Bewertung der positiven und negativen Aspekte des Konzepts
- Bewertung von TGTG als Maßnahme gegen Lebensmittelabfall
- Beurteilung der Limitationen und Fehler der Arbeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problemstellung, das Ziel der Arbeit, die Vorgehensweise und den Aufbau der Bachelorarbeit dar. Der Forschungsstand beleuchtet den aktuellen Wissensstand zum Thema Lebensmittelabfall und Foodsharing. Der theoretische Hintergrund liefert grundlegende Begriffsdefinitionen, einen Überblick über die Lebensmittelwertschöpfungskette, die Folgen der Lebensmittelverschwendung, die Funktionsweise des Konzepts Foodsharing und die Rolle von Foodsharing-Apps, insbesondere der App TGTG. Die Methodik erläutert die gewählten Methoden und die Stichprobenauswahl, die Durchführung der Literaturrecherche und der qualitativen Forschung. Die Ergebnisdarstellung präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung. Die Diskussion analysiert die Ergebnisse hinsichtlich des Einflusses auf die Reduzierung des Lebensmittelabfalls, der Beweggründe der Gastronomen/Gastronominnen, der positiven und negativen Aspekte des Konzepts und der Schlussfolgerung über TGTG als Maßnahme gegen Lebensmittelabfall. Die Limitationen der Arbeit und eine Fehlerbetrachtung werden ebenfalls diskutiert. Das Fazit fasst die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen und bietet einen Ausblick auf zukünftige Forschungsfelder.
Schlüsselwörter
Lebensmittelabfall, Foodsharing, Too Good To Go, Gastronomie, Nachhaltigkeit, Reduktion, qualitative Forschung, Interviews, Limitationen, Fehlerbetrachtung
Häufig gestellte Fragen
Welches Ziel verfolgt die Arbeit zur App „Too Good To Go“?
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die App auf die Reduzierung von Lebensmittelabfällen in der Gastronomie hat und welche Beweggründe Gastronomen für die Nutzung haben.
Wie funktioniert die Foodsharing-App „Too Good To Go“?
Die App vernetzt Gastronomiebetriebe und den Handel mit Verbrauchern. Überproduzierte Lebensmittel können so zu einem geringeren Preis vor Ort abgeholt werden, statt entsorgt zu werden.
Wie groß ist das Problem der Lebensmittelverschwendung in Deutschland?
Laut der Arbeit werden allein in Deutschland jährlich etwa 12 Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt, obwohl die globale Landwirtschaft theoretisch die Weltbevölkerung ernähren könnte.
Welche Methodik wurde für die Untersuchung gewählt?
Es wurde eine qualitative Forschung durchgeführt, die auf Interviews mit vier verschiedenen Gastronomen basiert, ergänzt durch eine Literaturrecherche.
Gibt es auch Kritik am Konzept von „Too Good To Go“?
Ja, die Bachelorarbeit befasst sich in der Diskussion auch kritisch mit den negativen Aspekten des Konzepts und hinterfragt die tatsächliche Wirksamkeit als Maßnahme gegen Abfall.
- Quote paper
- Charlotte Walter (Author), 2022, Reduzierung des Lebensmittelabfalls mit "Too Good To Go". Am Beispiel von vier Gastronomen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1352391