Die vorliegende Arbeit charakterisiert zunächst das Anforderungsprofil der Sportart Schwimmen und im Anschluss werden alle sportmotorischen Tests einer KLD (komplexe oder Kader-Leistungsdiagnostik) im Schwimmen vorgestellt, erklärt sowie trainingsmethodische Maßnahmen abgeleitet. Zum Ende werde ich beispielhaft Ergebnisse interpretieren und diese trainingsmethodisch einordnen. Zuletzt werden wir über die Transferfähigkeit, der in der KLD erhobenen Daten, in die Praxis diskutieren.
Das Thema meiner Studienarbeit „Durchführung und Auswertung einer komplexen Leistungsdiagnostik in der Sportart Schwimmen“ habe ich aus persönlichen Gründen gewählt. Ich selbst war zehn Jahre lang Leistungsschwimmer in Dresden und habe daher schon einige Erfahrungen mit sportmotorischen Tests als auch mit einer KLD machen dürfen. Doch nicht nur mein persönlicher sportlicher Hintergrund führte mich zu diesem Thema, sondern auch mein Interesse an sportmotorischen Messgeräten und -verfahren, die ich zu meiner KLD im IAT Leipzig sehen und benutzen durfte.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Anforderungsprofil der Sportart Schwimmen
- Die komplexe Leistungsdiagnostik (KLD)
- Biologische Messwerte einer KLD
- Sportmotorische Tests der komplexen Leistungsdiagnostik
- Diagnostik der Ausdauer - der Laktat Stufentest nach Pansold
- Diagnostik der Kraft
- Messung der Armzugkraft
- Sprint am Schwimmwiderstandsgerät (SWG)
- Messung der Sprungkraft und Treibhöhe (TH)
- Diagnostik der Schnelligkeit
- Diagnostik der Beweglichkeit
- Diagnostik der Schwimmtechnik, Start und Wende
- Auswertung und Interpretation der Ergebnisse einer KLD
- Diskussion über die Transferfähigkeit der erhobenen Daten in die Praxis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Studienarbeit untersucht die Durchführung und Auswertung einer komplexen Leistungsdiagnostik im Schwimmsport. Sie beleuchtet das Anforderungsprofil der Sportart, beschreibt die verschiedenen sportmotorischen Tests, die in einer KLD durchgeführt werden, und analysiert die gewonnenen Daten in Bezug auf ihre Trainingsrelevanz.
- Charakterisierung des Anforderungsprofils der Sportart Schwimmen
- Beschreibung der sportmotorischen Tests einer KLD im Schwimmsport
- Auswertung und Interpretation der Ergebnisse einer KLD
- Diskussion der Transferfähigkeit der erhobenen Daten in die Trainingsgestaltung
- Abgrenzung der Leistungsdiagnostik im Hochleistungsbereich von der im Freizeit- und Breitensport
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit erläutert die persönliche Motivation des Autors, die Wahl des Themas und gibt einen Überblick über den Aufbau und die zentralen Themen der Studienarbeit.
- Anforderungsprofil der Sportart Schwimmen: Dieses Kapitel beschreibt die wesentlichen körperlichen und psychischen Eigenschaften, die für die Ausübung des Schwimmens erforderlich sind. Es werden dabei die verschiedenen Leistungsvorraussetzungen, die inneren und äußeren Faktoren sowie die Basisebene der physischen und psychischen Grundvoraussetzungen erläutert.
- Die komplexe Leistungsdiagnostik (KLD): Das Kapitel erklärt den Begriff der Leistungsdiagnostik im Allgemeinen und grenzt die KLD vom Breitensport ab. Es werden die verschiedenen Messwerte und Tests einer KLD im Schwimmsport vorgestellt, wie beispielsweise die Spiroergometrie, die Kraft- und Muskelfunktionsdiagnostik, der Laktatstufentest, die Videoanalyse und die Beweglichkeitsanalyse. Die Bedeutung der Vitalparameter VO2max und VLamax werden beleuchtet.
- Sportmotorische Tests der komplexen Leistungsdiagnostik: Dieses Kapitel widmet sich den einzelnen sportmotorischen Tests einer KLD. Es werden die Diagnostik der Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit sowie der Schwimmtechnik, des Starts und der Wende erläutert. Unter anderem wird der Laktat Stufentest nach Pansold detailliert vorgestellt.
- Auswertung und Interpretation der Ergebnisse einer KLD: Dieses Kapitel erläutert die Analyse und Interpretation der Ergebnisse einer KLD. Es wird dargelegt, wie die gewonnenen Daten trainingsmethodisch eingeordnet und genutzt werden können.
Schlüsselwörter
Die Studie befasst sich mit dem Themenfeld der komplexen Leistungsdiagnostik im Schwimmsport. Schwerpunkte sind die sportmotorischen Tests, die in einer KLD durchgeführt werden, die Interpretation der Ergebnisse und die Transferfähigkeit der Daten in die Praxis. Zentrale Begriffe sind Anforderungsprofil, Leistungsdiagnostik, Laktatstufentest, Vitalparameter, VO2max, VLamax, Trainingsgestaltung und Transferfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Was umfasst eine komplexe Leistungsdiagnostik (KLD) im Schwimmen?
Die KLD beinhaltet sportmotorische Tests zur Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit sowie biologische Messwerte wie Laktat und Herzfrequenz.
Wie funktioniert der Laktat-Stufentest nach Pansold?
Dies ist ein spezifischer Test zur Diagnostik der Ausdauer, bei dem die Laktatkonzentration im Blut bei steigender Belastung gemessen wird, um Trainingsbereiche festzulegen.
Welche Kraftmessverfahren werden im Schwimmsport angewendet?
Dazu gehören die Messung der Armzugkraft, Sprints am Schwimmwiderstandsgerät (SWG) sowie Tests zur Sprungkraft und Treibhöhe (TH).
Was bedeuten die Werte VO2max und VLamax?
VO2max steht für die maximale Sauerstoffaufnahme (aerobe Kapazität), während VLamax die maximale Laktatbildungsrate (anaerobe Kapazität) beschreibt. Beide sind entscheidend für das Anforderungsprofil.
Wie lassen sich die Daten in die Trainingspraxis übertragen?
Die Ergebnisse der KLD ermöglichen eine individuelle Steuerung der Trainingsintensität, die Optimierung der Technik (Start/Wende) und die gezielte Arbeit an physischen Schwachstellen.
- Quote paper
- Amadeus Bräuning (Author), 2022, Komplexe Leistungsdiagnostik in der Sportart Schwimmen. Durchführung und Auswertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351708