In der vorliegenden Hausarbeit wird der Versuch unternommen, die zahlreichen Rechtsbeugungen des Gerichts darzulegen sowie die Schlussrede Hitlers zu ergründen. Demnach soll der Leitfrage nachgegangen werden, wie Hitler gegen Ende der Gerichtsverhandlungen rhetorisch in Erscheinung trat und welche Inhalte er besonders in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte. Hierzu wurde als Quellengrundlage das von 1997 bis 1999 in vier Teilen erarbeitete Sammelwerk Lothar Gruchmanns (Der Hitler-Prozess 1924) herangezogen.
Berücksichtigt wurde nur das abgedruckte Wort und nicht die Gestik, die Atmosphäre im Gerichtssaal usw., da sonst der Rahmen dieser Hausarbeit gesprengt worden wäre.
Die Forschung hat sich mit der Person Adolf Hitler (Führermythos) in unzähligen Publikationen und Arbeiten ausgiebig befasst. Das Hitler den Prozess für seine Zwecke umfunktionierte und als Bühne missbrauchte, gilt in der Forschung als unbestrittener Sachverhalt. Ebenso wird ihm eine außerordentliche Redegabe oder auch rhetorische Urbegabung eingeräumt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hitlers Schlussworte: Rechtfertigung der Tat
- Hitlers Schlussworte: Selbststilisierung
- Die zahlreichen Rechtsbeugungen
- Schlussbetrachtung
- Quellen und Literaturverzeichnis
- Quellen
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht den Hitler-Prozess 1924 und analysiert, wie Hitler diesen Prozess für seine politische Selbstdarstellung nutzte. Die Arbeit zielt darauf ab, die zahlreichen Rechtsbeugungen des Gerichts aufzudecken und die rhetorischen Strategien Hitlers in seiner Schlusserklärung zu ergründen.
- Hitlers Selbstdarstellung und Rhetorik im Prozess
- Die Rolle des Rechts in der Weimarer Republik
- Hitlers Geschichtsverständnis und seine Verwendung von historischen Beispielen
- Die Bedeutung des Hitler-Prozesses für die politische Entwicklung der Weimarer Republik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema des Hitler-Prozesses ein und präsentiert Hitlers selbstbewusste Selbstdarstellung und seine Rechtfertigung des gescheiterten Putschversuches vom November 1923. Das Kapitel "Hitlers Schlussworte: Rechtfertigung der Tat" analysiert Hitlers Strategie, die volle Verantwortung für den Putsch zu übernehmen und seine Rhetorik im Kontext der Anklageschrift.
Schlüsselwörter
Hitler-Prozess, Weimarer Republik, Rechtsbeugung, Rhetorik, Selbstdarstellung, Geschichtsverständnis, Propaganda, Putschversuch, Novemberrevolution, Führermythos.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Ziel von Hitlers Rhetorik im Prozess 1924?
Hitler nutzte den Prozess als Bühne zur politischen Selbstdarstellung, zur Rechtfertigung seines Putschversuchs und zum Aufbau seines „Führermythos“.
Kam es im Hitler-Prozess zu Rechtsbeugungen?
Ja, die Arbeit legt dar, dass das Gericht zahlreiche Rechtsbeugungen beging, die Hitler eine außergewöhnliche Plattform für seine Propaganda boten.
Wie stilisierte sich Hitler in seiner Schlussrede selbst?
Er übernahm die volle Verantwortung für den Putsch und stellte sich als patriotischer Retter Deutschlands dar, der über dem Gesetz stehe.
Welche Rolle spielte Hitlers Geschichtsverständnis?
Hitler nutzte historische Beispiele und verzerrte diese, um seine Handlungen im Kontext der Novemberrevolution und der Weimarer Republik zu legitimieren.
Welche Quellengrundlage wurde für die Analyse verwendet?
Die Arbeit basiert auf dem Sammelwerk von Lothar Gruchmann „Der Hitler-Prozess 1924“.
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- Robin Helm (Author), 2023, Die Rhetorik Hitlers im Prozess 1924, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1350231