In der vorliegenden Bachelor-Thesis wird die Debatte der Sterbehilfe in den Sektoren des Rechts, der Ethik und der Medizin unter einer biopolitischen Analyse vorgezeigt. Die Aufarbeitung des Themas zeigte, dass dieser Diskurs von einer starken Kontroversen zwischen Akzeptanz und Ablehnung geprägt ist. Doch die Entwicklung der Gesellschaft hin zu einer Autonomiegesellschaft nahm großen Einfluss auf den Verlauf der heutigen Situation, die sich immer mehr in Richtung Befürwortung der Sterbehilfe bewegt.
Inhaltsverzeichnis
- Die kontroverse Debatte der Sterbehilfe unter einem soziologischen Blickwinkel.
- Sterbehilfen
- Passive Sterbehilfe.
- Indirekte Sterbehilfe.
- Aktive Sterbehilfe
- Medizin und toxische Substanzen in der Sterbehilfe.
- Biopolitik und Biosozialität in der Sterbehilfe-Debatte
- Biopolitik
- Leben als Grundlage der Politik
- Leben als Gegenstand der Politik.
- Relationaler Begriff der Biopolitik - Michel Foucault.
- Lemkes Analytik der Biopolitik.
- Biosozialität.
- Rechtliche Grundlagen der Sterbehilfe.
- Deutschland.
- Belgien........
- Ländervergleich.
- Ethische Aspekte..........\li>
- Ethische Prinzipien
- Moralische Notwendigkeit einer Differenzierung...\li>
- Aktiv/passiv- Unterscheidung..\li>
- Direkt/indirekt-Unterscheidung..\li>
- Zusammenfassung: Selbstbestimmungsrecht als Leitfaden.
- Befürworter und Gegner der Sterbehilfe
- Befürworter der Sterbehilfe.
- Politische Parteien
- Deutsche Ärzteschaft.
- Pflegekräfte.
- Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben
- Gegner der Sterbehilfe.
- Politische Parteien
- Kirchliche Einrichtungen..\li>
- Resümee: Recht auf Sterben
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Debatte um Sterbehilfe unter einem biopolitischen Blickwinkel, indem sie die verschiedenen rechtlichen, ethischen und medizinischen Perspektiven analysiert. Die Arbeit zeigt, dass die Debatte von einer starken Kontroverse zwischen Befürwortern und Gegnern geprägt ist. Dabei wird der Einfluss des Wandels der Gesellschaft hin zu einer Autonomiegesellschaft auf die aktuelle Situation und die zunehmende Befürwortung der Sterbehilfe untersucht.
- Biopolitische Analyse der Sterbehilfe-Debatte
- Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland und Belgien
- Ethische Aspekte der Sterbehilfe und die Rolle des Selbstbestimmungsrechts
- Soziologische Perspektive auf Sterbehilfe und ihre Bedeutung im Wandel der Gesellschaft
- Analyse der Positionen von Befürwortern und Gegnern der Sterbehilfe
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Debatte um Sterbehilfe aus soziologischer Perspektive und untersucht die verschiedenen Formen der Sterbehilfe, wie z.B. passive, indirekte und aktive Sterbehilfe. Dabei werden die sozialen Dimensionen des Sterbens und die Bedeutung von Selbstbestimmung in diesem Kontext hervorgehoben.
Kapitel 2 analysiert den biopolitischen Aspekt der Debatte und beleuchtet die Konzepte von Biopolitik und Biosozialität. Die Arbeit untersucht, wie das Leben in der politischen Diskussion positioniert wird und welche Rolle die Biopolitik im Zusammenhang mit Sterbehilfe spielt.
Kapitel 3 befasst sich mit den rechtlichen Grundlagen der Sterbehilfe in Deutschland und Belgien. Der Fokus liegt dabei auf dem Vergleich der rechtlichen Rahmenbedingungen und der aktuellen Situation in beiden Ländern.
Kapitel 4 widmet sich den ethischen Aspekten der Sterbehilfe. Es werden ethische Prinzipien, die Rolle des Selbstbestimmungsrechts sowie die moralische Notwendigkeit einer Differenzierung zwischen aktiven und passiven Formen der Sterbehilfe untersucht.
Kapitel 5 präsentiert die Positionen von Befürwortern und Gegnern der Sterbehilfe. Dabei werden die Argumente verschiedener Akteure, wie z.B. politische Parteien, medizinisches Personal und kirchliche Einrichtungen, analysiert.
Schlüsselwörter
Sterbehilfe, Biopolitik, Biosozialität, Selbstbestimmung, Recht, Ethik, Medizin, Soziologie, Deutschland, Belgien, Befürworter, Gegner, Patientenverfügung, Autonomiegesellschaft, demografischer Wandel.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter „Biopolitik“ im Zusammenhang mit Sterbehilfe?
Biopolitik bezeichnet nach Michel Foucault die Einbeziehung des nackten Lebens in politische Mechanismen. In der Sterbehilfe-Debatte geht es darum, wer die Macht über den Tod und die Definition eines „lebenswerten“ Lebens hat.
Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe?
Passive Sterbehilfe ist das Unterlassen oder Abbrechen lebensverlängernder Maßnahmen. Aktive Sterbehilfe ist die gezielte Tötung auf Verlangen durch Verabreichen einer tödlichen Substanz.
Wie unterscheidet sich die Rechtslage in Deutschland und Belgien?
Während Belgien eine liberale Regelung hat, die unter strengen Auflagen auch aktive Sterbehilfe erlaubt, ist die Rechtslage in Deutschland restriktiver, wobei das Selbstbestimmungsrecht durch das Bundesverfassungsgericht gestärkt wurde.
Wer sind die Hauptgegner der Sterbehilfe?
Zu den Gegnern zählen primär kirchliche Einrichtungen und bestimmte politische Parteien, die die Unantastbarkeit des Lebens und die Gefahr eines „Dammbruchs“ betonen.
Was bedeutet der Wandel zur „Autonomiegesellschaft“ für die Debatte?
Die moderne Gesellschaft legt immer mehr Wert auf individuelle Selbstbestimmung. Dies führt dazu, dass Menschen auch über das Ende ihres Lebens eigenständig entscheiden möchten, was die Akzeptanz von Sterbehilfe erhöht.
- Arbeit zitieren
- Sara Winkelströter (Autor:in), 2022, Sterbehilfe als selbstbestimmtes Sterben zwischen Gesetz und sozialen Maßstäben, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1347606