Die GmbH ist eine beliebte Unternehmensform in Deutschland. Sie ist eine juristische Person mit eigenen Rechten und Pflichten. Jede GmbH benötigt mindestens einen Geschäftsführer, der die Gesellschaft gegenüber Dritten vertritt. Der GF hat in Angelegenheiten der GmbH die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden. In Zeiten der Unternehmenskrise ist es besonders wichtig, dass der GF seine Pflichten erfüllt und alle Entscheidungen im Interesse der Gesellschaft und ihrer Gläubiger trifft. Im Rahmen dieser Hausarbeit sollen die Pflichten und die damit folgenden Pflichtverletzungen des GmbH-GF in der Unternehmenskrise dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Der GmbH-Geschäftsführer und -Gesellschafter
- 3 Die Vertretung und Haftung des GmbH-Geschäftsführers
- 3.1 Innenhaftung
- 3.2 Außenhaftung
- 4 Rechtliche Krise
- 5 Präventionsmaßnahmen
- 5.1 Risikomanagement der GmbH
- 5.2 Ordentliche Buchführung und Jahresabschluss
- 5.3 Kapitalerhaltung § 30 GmbHG
- 5.4 Durchführung einer Insolvenzprüfung
- 6 Aufgaben in der Unternehmenskrise
- 6.1 Überschuldungsbilanz
- 6.2 Einberufung der Gesellschafterversammlung
- 6.3 Insolvenzantragspflicht
- 6.4 Masseerhaltungspflicht und Zahlungsverbot
- 6.5 Sanierungspflicht
- 7 Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit den Pflichten des GmbH-Geschäftsführers in der Unternehmenskrise. Ziel ist es, die rechtlichen Aspekte der Krisenprävention und -bewältigung durch den Geschäftsführer darzustellen und die damit verbundenen Pflichten und möglichen Pflichtverletzungen zu analysieren.
- Die rechtliche Stellung des GmbH-Geschäftsführers und seine Aufgaben in der Gesellschaft
- Die Haftung des Geschäftsführers gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten
- Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von Krisen
- Rechtliche Pflichten des Geschäftsführers in der Unternehmenskrise
- Die Folgen von Pflichtverletzungen in der Krise
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der GmbH-Geschäftsführerpflichten in der Krise ein und erläutert die Bedeutung der GmbH als Rechtsform. Sie beleuchtet auch die Herausforderungen, die Unternehmenskrisen für Geschäftsführer darstellen.
- Kapitel 2: Der GmbH-Geschäftsführer und -Gesellschafter: Dieses Kapitel beschreibt die rechtliche Stellung des GmbH-Geschäftsführers im Verhältnis zur Gesellschaft und den Gesellschaftern. Es wird auf die Aufgaben und Pflichten des Geschäftsführers im normalen Geschäftsbetrieb sowie die Unterschiede zu Gesellschaftern eingegangen.
- Kapitel 3: Die Vertretung und Haftung des GmbH-Geschäftsführers: Hier werden die verschiedenen Arten der Haftung des Geschäftsführers gegenüber der Gesellschaft (Innenhaftung) und gegenüber Dritten (Außenhaftung) erläutert.
- Kapitel 4: Rechtliche Krise: Dieses Kapitel beleuchtet die verschiedenen Formen von Unternehmenskrisen und ihre rechtlichen Auswirkungen auf die GmbH.
- Kapitel 5: Präventionsmaßnahmen: Hier werden wichtige Maßnahmen zur Krisenprävention vorgestellt, wie Risikomanagement, ordentliche Buchführung und Kapitalerhaltung.
- Kapitel 6: Aufgaben in der Unternehmenskrise: Dieses Kapitel widmet sich den Pflichten des Geschäftsführers in der Krise, wie der Erstellung einer Überschuldungsbilanz, der Einberufung der Gesellschafterversammlung und der Insolvenzantragspflicht.
Schlüsselwörter
GmbH-Geschäftsführer, GmbH-Gesellschafter, Unternehmenskrise, Haftung, Pflichten, Präventionsmaßnahmen, Risikomanagement, Buchführung, Jahresabschluss, Kapitalerhaltung, Überschuldung, Insolvenzantragspflicht, Sanierungspflicht, Pflichtverletzung.
Häufig gestellte Fragen
Welche Pflichten hat ein GmbH-Geschäftsführer in einer Krise?
Er muss unter anderem eine Überschuldungsbilanz erstellen, die Gesellschafterversammlung einberufen und bei Vorliegen der Voraussetzungen die Insolvenzantragspflicht erfüllen.
Was ist der Unterschied zwischen Innen- und Außenhaftung?
Die Innenhaftung betrifft Ansprüche der GmbH gegen den Geschäftsführer, die Außenhaftung betrifft die persönliche Haftung des Geschäftsführers gegenüber Dritten (z.B. Finanzamt oder Gläubiger).
Wann muss ein Insolvenzantrag gestellt werden?
Ein Antrag muss ohne schuldhaftes Zögern, spätestens jedoch drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung gestellt werden.
Was bedeutet die Masseerhaltungspflicht?
Nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit darf der Geschäftsführer keine Zahlungen mehr leisten, die nicht mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns vereinbar sind, um die Insolvenzmasse für die Gläubiger zu schonen.
Wie kann ein Geschäftsführer Krisen vorbeugen?
Durch ein funktionierendes Risikomanagement, eine ordnungsgemäße Buchführung und die ständige Überwachung der Kapitalerhaltung gemäß § 30 GmbHG.
- Quote paper
- Ebru Gemici (Author), 2022, Pflichten der Geschäftsführer einer GmbH in der Krise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1342190