"Welternährungsorganisation sieht Millionen Menschen bedroht - Haiti, Tunesien, Vietnam: Die Welternährungsorganisation befürchtet, dass die Preise für Nahrungsmittel weiter drastisch anziehen werden. ... "
"The silent tsunami - Food prices are causing misery and strife around the world. Radical solutions are needed"
Diese und weitere Meldungen waren in der jüngeren Vergangenheit häufig in der Presse zu lesen. Daher beschäftigt sich diese Seminararbeit mit der Frage, welcher Zusammenhang zwischen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU, der momentanen, weltweiten Nahrungsmittelkrise und den drastisch gestiegenen Preisen für Lebensmittel in der EU besteht.
Zuerst werden dazu die Auswirkungen und Gründe für die weltweite Hungerkrise betrachtet und mögliche Lösungsansätze aufgezeigt. Es folgt ein kurzer Einblick in die Geschichte der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU, sowie eine Betrachtung der jüngsten Entwicklungen und Reformen.
Schwerpunkt dieser Arbeit sind die folgenden Überlegungen, zu Auswirkungen der EU-Subventionen für die heimische Landwirtschaft. Es sollen hierbei die Fragen beantwortet werden, welche Importbarrieren für Nicht-EU-Marktteilnehmer bestehen, ob die Herstellung von Bio-Treibstoffen eine Auswirkung auf die Marktpreise für Getreide und Mais hat, sowie die Frage, wie sich der Klimawandel auf die Landwirtschaft auswirkt. Anschließend wird die Frage nach der Möglichkeit des Anbaus von gentechnisch veränderten Lebensmitteln als Lösung des Hungerproblems betrachtet.
Zum Abschluss wird ein Ausblick auf die Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit der GAP und den geplanten zukünftigen Reformen gegeben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die weltweite Hungerkrise
- Auswirkungen und Gründe der Nahrungsmittelknappheit
- Lösungsansätze zur Bekämpfung des Hungers
- Die Geschichte der Gemeinsamen Agrarpolitik
- Die Ursprünge der GAP
- Die Entwicklungen und Reformen der GAP
- Aktuelle Entwicklungen und Zahlen
- Subventionen und Nahrungsmittelknappheit
- Subventionen und Importbarrieren der EU
- 'Biosprit' als Begründung für Nahrungsmittelknappheit?
- Die Konsequenzen des Klimawandels für die Agrarpolitik
- 'Gen-Food' als Ausweg?
- Ausblick
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU, der weltweiten Nahrungsmittelkrise und den stark gestiegenen Lebensmittelpreisen in der EU. Die Arbeit analysiert die Ursachen und Auswirkungen der weltweiten Hungerkrise und beleuchtet die Geschichte und Entwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit die EU-Subventionen für die heimische Landwirtschaft zu den aktuellen Problemen beitragen und welche Auswirkungen Importbarrieren, Biospritproduktion und der Klimawandel auf die Agrarpolitik haben.
- Die weltweite Hungerkrise und ihre Ursachen
- Die Geschichte und Entwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU
- Die Auswirkungen von EU-Subventionen auf die Lebensmittelpreise
- Der Einfluss von Biospritproduktion auf die Nahrungsmittelknappheit
- Die Herausforderungen des Klimawandels für die Agrarpolitik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Seminararbeit ein und stellt die Relevanz der Frage nach dem Zusammenhang zwischen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU, der weltweiten Nahrungsmittelkrise und den steigenden Lebensmittelpreisen in der EU dar.
Das zweite Kapitel beleuchtet die Auswirkungen und Gründe der weltweiten Hungerkrise. Es werden die Faktoren analysiert, die zu den steigenden Lebensmittelpreisen und der Nahrungsmittelknappheit beitragen, wie die wachsende Weltbevölkerung, die steigende Nachfrage nach Agrarprodukten, Dürren und andere Witterungsextreme, sowie die hohen Preise für Betriebsstoffe.
Kapitel 3 befasst sich mit der Geschichte der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU. Es werden die Ursprünge der GAP, ihre Entwicklung und die durchgeführten Reformen beleuchtet.
Das vierte Kapitel untersucht den Zusammenhang zwischen Subventionen und Nahrungsmittelknappheit. Es wird die Frage diskutiert, inwieweit die EU-Subventionen für die heimische Landwirtschaft zu den aktuellen Problemen beitragen und welche Auswirkungen Importbarrieren, Biospritproduktion und der Klimawandel auf die Agrarpolitik haben.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), die weltweite Nahrungsmittelknappheit, die Lebensmittelpreise, die EU-Subventionen, Importbarrieren, Biospritproduktion, Klimawandel und 'Gen-Food'. Die Arbeit untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen diesen Themen und analysiert die Rolle der europäischen Agrarpolitik in der globalen Lebensmittelkrise.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Ursachen für die weltweite Nahrungsmittelkrise?
Zu den Gründen zählen die wachsende Weltbevölkerung, steigende Nachfrage nach Agrarprodukten, Dürren durch den Klimawandel sowie hohe Preise für Betriebsstoffe.
Wie beeinflusst die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU die Krise?
Die Arbeit untersucht, wie EU-Subventionen und Importbarrieren den Wettbewerb beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf die Lebensmittelpreise innerhalb und außerhalb der EU hat.
Fördert die Produktion von Biosprit den Hunger in der Welt?
Es wird analysiert, ob der Anbau von Pflanzen für Bio-Treibstoffe die Marktpreise für Getreide und Mais in die Höhe treibt und somit die Nahrungsmittelknappheit verschärft.
Kann „Gen-Food“ das Hungerproblem lösen?
Die Seminararbeit betrachtet die Möglichkeit des Anbaus gentechnisch veränderter Lebensmittel als einen potenziellen Lösungsansatz zur Bekämpfung des weltweiten Hungers.
Welche Rolle spielt der Klimawandel für die Agrarpolitik?
Witterungsextreme und Klimaveränderungen stellen die Landwirtschaft vor große Herausforderungen und zwingen die Agrarpolitik zu neuen Reformen und Anpassungen.
Was versteht man unter dem Begriff „The silent tsunami“?
Dieser Begriff beschreibt die drastisch steigenden Lebensmittelpreise, die weltweit zu Elend und Unruhen führen und radikale politische Lösungen erfordern.
- Arbeit zitieren
- Mike Carstensen (Autor:in), 2009, Drohende Lebensmittelknappheit als neue (alte) Begründung europäischer Agrarpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134159