Es stellt sich die Frage, ob jede Klasse eine heterogene Klasse ist. Dies lässt sich mit einem eindeutigem Ja beantworten. Homogene Klassen gibt es nicht und wird es auch nie geben können. Es ist also wichtig, dass wir bereits während des Studiums auf diese Heterogenität vorbereitet werden. Gerade für den gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung ist es für uns unumgänglich, in den Bereichen Unterrichtsplanung und Unterrichtsstrukturierung geschult zu werden. Diese Arbeit gibt Beispiele für inklusiven Unterricht.
Im Zuge unseres Seminars „Unterricht in heterogenen Lerngruppen – Eine Illusion?“ haben wir uns mit dem Begriff der Heterogenität auseinandergesetzt. Heterogenität laut Trautmann ist ein „relatives Konstrukt, das in engem Zusammenhang zu weiteren Begriffen wie Homogenität, Einheit und Differenz/Unterschiedlichkeit, Vielfalt, Ungleichheit und Normalität steht“.
Eine heterogene Lerngruppe ist also eine von Vielfalt und Ungleichheit geprägte Lerngruppe. Eine heterogene Klasse ist eine Klasse, in der beispielsweise leistungsstarke und leistungsschwache Schüler zusammen lernen, Kinder aus Deutschland, der Türkei oder auch Russland vertreten sind und behinderte und nicht-behinderte Kinder in einem Raum sitzen; um nur einige Aspekte zu nennen, die Vielfältigkeit im Umfeld Klasse ausmachen.
Inhaltsverzeichnis
- Eine heterogene Lerngruppe - Was ist das überhaupt?
- Was ist schulische Inklusion?
- Wie kann schulische Inklusion aussehen?
- Welche Rechte und Pflichten haben wir als Lehrkraft?
- Wie lässt sich der „Erfolg“ einer Maßnahme messen?
- Interventionsstudie mit Gruppendesign
- Exkurs: Gauß'sche Normalverteilung
- Einzelfallstudie
- Worauf sollten wir als Lehrkraft achten, wenn wir unseren Schülerinnen und Schülern neue Inhalte beibringen wollen?
- Hat ein Schüler, der aus einem bildungsfernen und gewaltbereiten Elternhaus kommt, welches vollkommen desinteressiert am Kind ist, überhaupt die Möglichkeit, das Abitur zu erreichen?
- Wie lässt sich das Arbeitsverhalten von Schülern (durch Belohnung) steuern?
- Kann eine Handpuppe helfen, Konflikten vorzubeugen?
- Waren all diese Inhalte für mein späteres Berufsleben relevant?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Seminar befasst sich mit dem Thema der Heterogenität in Lerngruppen und beleuchtet dabei die Herausforderungen und Chancen der schulischen Inklusion. Es werden die Rechte und Pflichten von Lehrkräften im Umgang mit heterogenen Lerngruppen beleuchtet, sowie verschiedene Methoden zur Messung des „Erfolgs“ von Maßnahmen in diesem Kontext vorgestellt.
- Definition und Relevanz von Heterogenität in Lerngruppen
- Die verschiedenen Modelle der schulischen Inklusion
- Rechte und Pflichten von Lehrkräften im Kontext von Inklusion
- Methoden zur Messung des „Erfolgs“ von Maßnahmen in der Inklusion
- Herausforderungen und Chancen der Inklusion im Unterricht
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel befasst sich mit der Definition von Heterogenität und erklärt, warum jede Klasse per se heterogen ist.
- Das zweite Kapitel widmet sich dem Thema der schulischen Inklusion. Es werden verschiedene Inklusionsmodelle vorgestellt und deren Vor- und Nachteile diskutiert.
- Das dritte Kapitel behandelt die Rechte und Pflichten von Lehrkräften im Umgang mit heterogenen Lerngruppen.
- Das vierte Kapitel beleuchtet verschiedene Methoden zur Messung des „Erfolgs“ von Maßnahmen in der Inklusion, wobei Interventionsstudien mit Gruppendesign und Einzelfallstudien im Detail erläutert werden.
- Das fünfte Kapitel gibt Hinweise darauf, was Lehrkräfte beim Vermitteln neuer Inhalte an Schülerinnen und Schüler beachten sollten.
- Das sechste Kapitel thematisiert die Frage, ob Schüler aus bildungsfernen und gewaltbereiten Familien die Möglichkeit haben, das Abitur zu erreichen.
- Das siebte Kapitel beschäftigt sich mit der Steuerung des Arbeitsverhaltens von Schülern durch Belohnung.
- Das achte Kapitel diskutiert, ob eine Handpuppe bei der Konfliktprävention hilfreich sein kann.
Schlüsselwörter
Heterogenität, Inklusion, Unterricht, Lerngruppe, Schule, Lehrkraft, Rechte, Pflichten, Erfolgsmessung, Interventionsstudie, Einzelfallstudie, Förderung, Behinderung, Sozialkompetenz, Kosten, Zukunft, Förderschule, Lehrer, Schüler, Elternhaus, Arbeitsverhalten, Konfliktprävention.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Heterogenität in einer Schulklasse?
Heterogenität bezeichnet die Vielfalt und Ungleichheit innerhalb einer Lerngruppe, etwa hinsichtlich Leistung, Herkunft, Sprache oder körperlicher und geistiger Beeinträchtigungen.
Gibt es homogene Klassen?
Nein, die Arbeit stellt klar, dass jede Klasse per se heterogen ist und es vollkommen homogene Gruppen niemals geben kann.
Was ist das Ziel schulischer Inklusion?
Inklusion zielt auf den gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung ab, wobei die Schule sich an die Bedürfnisse aller Kinder anpassen muss.
Wie lässt sich der Erfolg von Inklusionsmaßnahmen messen?
Der Erfolg kann durch Interventionsstudien mit Gruppendesign (z. B. unter Berücksichtigung der Gauß'schen Normalverteilung) oder durch detaillierte Einzelfallstudien evaluiert werden.
Welche Rolle spielt Belohnung bei der Steuerung des Arbeitsverhaltens?
Die Arbeit untersucht, wie das Arbeitsverhalten von Schülern gezielt durch Belohnungssysteme positiv beeinflusst und gesteuert werden kann.
Können Handpuppen bei der Konfliktprävention helfen?
Ja, Handpuppen werden als pädagogisches Hilfsmittel diskutiert, um soziale Kompetenzen zu vermitteln und Konflikte spielerisch vorzubeugen.
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- Anonym (Author), 2015, Heterogene Lerngruppen und Inklusion im Unterricht. Möglichkeiten der Umsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1340590