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"Lebensbewältigung" nach Böhnisch im Kontext der Schulsozialarbeit

Title: "Lebensbewältigung" nach Böhnisch im Kontext der Schulsozialarbeit

Term Paper , 2022 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Leon Hartig (Author)

Social Work
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In dieser Hausarbeit soll das Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit mit der Theorie der Lebensbewältigung, nach Lothar Böhnisch, einem Professor für Sozialpädagogik und Sozialisation in Bezug gesetzt werden. Der Schwerpunkt dieser Arbeit konzentriert sich hierbei auf das von Böhnisch beschriebene psychosoziale Gleichgewicht und dessen Auswirkungen auf unser Verhalten und unsere Handlungsfähigkeit im Zusammenspiel von Selbstwert, sozialer Anerkennung und Selbstwirksamkeit. Durch eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Schulsozialarbeit, deren Aufgaben und Methoden und der Lebensbewältigungstheorie nach Böhnisch, soll eine Vorstellung davon entstehen, wie die Schulsozialarbeit Kindern und Jugendlichen bei der Lebensbewältigung helfen kann. Hierbei soll letztendlich die Frage beantwortet werden können, ob die Schulsozialarbeit eine prägende Rolle bei der Entwicklung im Kindes- und Jugendalter spielt, warum das psychosoziale Gleichgewicht für ein erfülltes Leben so bedeutend ist und welche Verbindungen es zwischen der Schulsozialarbeit und der Lebensbewältigung nach Böhnisch gibt.

Das Konzept der Lebensbewältigung veröffentlichte Böhnisch erstmals Mitte der 80er Jahre (in Zusammenarbeit mit Wolfgang Schröer) und entwickelt es kontinuierlich weiter z.B. 2019 in der 2. Auflage von Lebensbewältigung: Ein Konzept für die Soziale Arbeit. Heute ist es zu einem Ansatz geworden, der die Herausforderungen der Sozialen Arbeit in der zweiten Moderne konzeptuell aufnehmen kann und den hauptsächlichen Adressatenkries der Sozialen Arbeit bildet, hinzu ist es ein großes Forschungsgebiet mit etlichen Teilbereichen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Auftrag der Schulsozialarbeit

2.1 Das Doppelmandat

2.2 Methoden der Schulsozialarbeit

3. Lebensbewältigung nach Böhnisch

3.1 Psychosoziale Handlungsfähigkeit und psychosoziales Gleichgewicht

3.2 Abweichendes Verhalten und Stigmatisierung durch ein geschädigtes psychosoziales Gleichgewicht

3.3 Kritische Lebenskonstellationen als Risikofaktor der Lebensbewältigung

3.4 Aufgabe der Schulsozialarbeit bei psychosozialem Ungleichgewicht

4. Gegenüberstellung methodischer Leitideen der Schulsozialarbeit und der Lebensbewältigung nach Bönisch

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit unter Anwendung der Theorie der Lebensbewältigung nach Lothar Böhnisch. Ziel ist es, die prägende Rolle der Schulsozialarbeit bei der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu analysieren und aufzuzeigen, wie unterstützende Impulse bei der Bewältigung psychosozialer Ungleichgewichte, die durch kritische Lebenskonstellationen entstehen, gegeben werden können.

  • Das Konzept der Lebensbewältigung in der Sozialen Arbeit
  • Die Rolle des psychosozialen Gleichgewichts und seiner Variablen (Selbstwert, soziale Anerkennung, Selbstwirksamkeit)
  • Das Doppelmandat der Schulsozialarbeit zwischen Hilfe und Kontrolle
  • Methodische Ansätze der Schulsozialarbeit wie Beratung, Einzelfallhilfe und Reframing
  • Der Umgang mit Stigmatisierung und abweichendem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

3.3 Kritische Lebenskonstellationen als Risikofaktoren der Lebensbewältigung

„Von kritischen Lebensereignissen und Lebenskonstellationen wird dann gesprochen, wenn die betroffenen Menschen selbst nicht mehr in der Lage sind, Lebensschwierigkeiten aus eigener Kraft zu bewältigen, wenn ihnen also ihre bisherigen physisch- psychischen und sozialen Ressourcen verloren gegangen sind oder diese nicht mehr ausreichen, wieder in ein Gleichgewicht der persönlichen Befindlichkeit und des sozialen Verhaltens zu kommen, also handlungsfähig zu bleiben oder zu werden“ (Böhnisch, 2016b, S. 22). Die Entstehung von kritischen Lebensereignissen und Lebenskonstellationen kann bedingt sein durch Faktoren wie z.B. Armut, Trauer, Wohnraum, Herkunft, Lebenslauf, Behinderung, sozialer Status, Lebenslage und Stigmatisierung, die sich gegenseitig (mehrdimensional) beeinflussen.

Beziehen wir diese Definition kritischer Lebenskonstellationen von Böhnisch auf einen Fall in der Schule: Ein neuer Schüler (10 Jahre alt) musste auf eine neue Schule, weit weg von seiner alten Heimat wechseln, weil seine Eltern sich getrennt haben. Die Mutter ist nun alleinerziehend und trotz des Kindes 40h/Woche in der Altenpflege tätig, wodurch weniger Zeit und Aufmerksamkeit für das Kind bleibt. In seiner alten Schule hatte der Schüler seine Freunde, war anerkannt und durch den sozialen Status in der Klasse und der Struktur zu Hause in seinem Selbstwert gestärkt. In der neuen Schule findet er keinen guten Anschluss, er wird wenig beachtet und aus Gruppenarbeiten ausgeschlossen, auch seine Noten haben sich verschlechtert auf Grund der beschriebenen Umstände. Blicken wir auf Böhnischs Definition zu kritischen Lebenskonstellationen, zeigt sich, dass unser Schüler in diesem Fall seine bisherigen Ressourcen (Heimat, Freunde, Familie) und seine psychosoziale Handlungsfähigkeit verloren hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der psychosozialen Anforderungen an Kinder und Jugendliche ein und formuliert das Ziel der Arbeit, die Theorie der Lebensbewältigung mit der Praxis der Schulsozialarbeit zu verbinden.

2. Auftrag der Schulsozialarbeit: In diesem Kapitel wird das Aufgabenfeld der Schulsozialarbeit im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe sowie das daraus resultierende komplexe Doppelmandat zwischen Hilfe und Kontrolle beleuchtet.

3. Lebensbewältigung nach Böhnisch: Das Kapitel bietet eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Konzept der Lebensbewältigung nach Böhnisch, den Risikofaktoren und dem Einfluss psychosozialer Ungleichgewichte auf das Verhalten von Kindern.

4. Gegenüberstellung methodischer Leitideen der Schulsozialarbeit und der Lebensbewältigung nach Bönisch: Hier werden die theoretischen Überlegungen Böhnischs mit den praktischen Leitideen der Schulsozialarbeit verknüpft, um Gemeinsamkeiten und methodische Überschneidungen zu identifizieren.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Schulsozialarbeit als entwicklungsbegleitende Instanz zusammen und betont die Notwendigkeit psychosozialer Unterstützung zur Lebensbewältigung.

Schlüsselwörter

Schulsozialarbeit, Lebensbewältigung, Lothar Böhnisch, Psychosoziales Gleichgewicht, Handlungsfähigkeit, Doppelmandat, Selbstwert, Selbstwirksamkeit, Soziale Anerkennung, Stigmatisierung, Kritische Lebenskonstellationen, Einzelfallhilfe, Beratung, Reframing, Sozialkompetenztraining

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit anhand der Theorie der Lebensbewältigung von Lothar Böhnisch und untersucht, wie Schüler in kritischen Lebensphasen unterstützt werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind das psychosoziale Gleichgewicht, das Doppelmandat der Hilfe und Kontrolle sowie die Bedeutung von sozialen Ressourcen für die Handlungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Schulsozialarbeit durch professionelle Methoden Kindern mit Anerkennungs- und Selbstwertproblemen helfen kann, ein psychosoziales Gleichgewicht wiederzuerlangen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einer literaturgestützten Gegenüberstellung des Konzepts der Lebensbewältigung mit den praktischen Aufgaben und Handlungsmethoden der Schulsozialarbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Konzept der Lebensbewältigung nach Böhnisch, dem Umgang mit Stigmatisierung in der Schule und den methodischen Möglichkeiten der Schulsozialarbeit zur Stärkung der Schüler.

Welche Schlüsselbegriffe sind für die Arbeit prägend?

Wesentliche Begriffe sind insbesondere Lebensbewältigung, psychosoziales Gleichgewicht, Selbstwirksamkeit, das Doppelmandat und die methodische Arbeit im schulischen Kontext.

Inwiefern beeinflusst das „Leistungsgerechtigkeitsprinzip“ des Schulsystems die Arbeit?

Laut Autor fördert dieses Prinzip psychosoziale Ungleichgewichte, da es bei Kindern, die das Leistungsnorm nicht erfüllen, zu Anerkennungsproblemen und in der Folge zu abweichendem Verhalten führen kann.

Was versteht man in dieser Arbeit unter dem Begriff „Reframing“?

Reframing wird als Methode der Schulsozialarbeit beschrieben, um das Verhalten von Schülern „umzudeuten“ und verdeckte Möglichkeiten sowie Hintergründe ihres Handelns in den Vordergrund zu rücken.

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Details

Title
"Lebensbewältigung" nach Böhnisch im Kontext der Schulsozialarbeit
Grade
1,3
Author
Leon Hartig (Author)
Publication Year
2022
Pages
20
Catalog Number
V1339865
ISBN (PDF)
9783346917133
ISBN (Book)
9783346917140
Language
German
Tags
Böhnisch Lebensbewältigung Psychosoziales Gleichgewicht Schulsozialarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Leon Hartig (Author), 2022, "Lebensbewältigung" nach Böhnisch im Kontext der Schulsozialarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1339865
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