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Marie Antoinettes Hinrichtung als Hassobjekt der Französischen Revolution. Ihre öffentliche Wahrnehmung anhand von Karikaturen

Title: Marie Antoinettes Hinrichtung als Hassobjekt der Französischen Revolution. Ihre öffentliche Wahrnehmung anhand von Karikaturen

Term Paper , 2019 , 29 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Kristine Bäcker (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Das Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, die Frage zu beantworten: Was führte dazu, dass Marie Antoinette als Hassobjekt der Französischen Revolution hingerichtet wurde? Es soll sich dabei vordergründig auf Marie Antoinette selbst und nur zweitrangig auf die revolutionären Bewegungen und Ereignisse, die selbstverständlich auch dazu führten, dass die Monarchin im Endeffekt hingerichtet wurde, konzentriert werden.

Der erste Teil dieser Arbeit wird sich damit beschäftigen, wie Marie Antoinette als Königin vor der französischen Bevölkerung wirkte und wie sie als Monarchin wahrgenommen wurde. Da die Revolution sich vom Volke aus gegen die Monarchie wendete, sind die im Rahmen dessen untersuchten Aspekte besonders wichtig für diese Arbeit. Um die öffentliche Wahrnehmung der Königin an etwas festmachen zu können, werden Karikaturen als Mittel zur Interpretation herangezogen. Da es durchaus sehr viele Aspekte des öffentlichen Hohnes gegenüber Marie Antoinette gab, die durch Karikaturen ausgedrückt wurden, soll sich hier nur auf diejenigen beschränkt werden, welche politisch die Reputation der Königin im Verlauf der Revolution am meisten schädigen konnten. Zum einen ist dabei ihr durch die Halsbandaffäre angekratzter Ruf und dessen Auswirkungen sowie der damit einhergehende Vorwurf des verschwenderischen Lebensstils relevant. Zum anderen soll dem Aspekt ihrer ausländischen Herkunft und deren Interpretation in der französischen Gesellschaft auf den Grund gegangen werden.

Der zweite Teil dieser Arbeit soll sich auf die konkreten Umstände konzentrieren, die zum Tode Marie Antoinettes führten. Als Schlüsselereignis ist hierfür die Flucht Varennes anzuführen. Schließlich werden als direkte Begebenheiten, die zu ihrem Tod führten, der Prozess gegen sie als Witwe Capet sowie die dort gegen sie erhobenen Vorwürfe in Betracht genommen werden. Alle Ergebnisse werden zu guter Letzt als Résumé dargestellt und reflektiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Marie Antoinette als Monarchin

2.1. Die Wahrnehmung durch die Bevölkerung

2.1.1. Die Halsbandaffäre

2.1.2. Marie Antoinette die Österreicherin

2.2. Delegitimation der Monarchie

3. Der Weg zur Guillotine

3.1. Die Flucht nach Varennes

3.1.1. Motive und Ablauf

3.1.2. Die Konsequenzen

3.2. Der Prozess gegen die Witwe Capet

4. Résumé

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Ursachen, die dazu führten, dass Marie Antoinette während der Französischen Revolution zur Zielscheibe des öffentlichen Hasses wurde und schließlich ihre Hinrichtung erlitt. Der Fokus liegt dabei auf der Wahrnehmung der Königin als Monarchin durch die Bevölkerung und der Rolle von (fremd-)feindlichen Ressentiments sowie medialer Propaganda im Kontext der untergehenden Monarchie.

  • Die Wahrnehmung der Königin durch die französische Bevölkerung
  • Die Rolle der Halsbandaffäre für das Ansehen des Hofes
  • Die Bedeutung der Herkunft Marie Antoinettes bei der Delegitimation
  • Der Einfluss medialer Instrumente wie Karikaturen und Pamphlete
  • Die Auswirkungen der Flucht nach Varennes auf den Prozess

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Die Halsbandaffäre

Eine wichtige Begebenheit, die Marie Antoinette später zur perfekten Zielscheibe des öffentlichen Hohns machen sollte, begann in den ersten Jahren der 1770er. Die beiden königlichen Juweliere Charles- Auguste Böhmer und Paul Bassenge fertigten ein unfassbar teures und pompöses Halscollier an. Der Halsschmuck, welcher mit 647 Diamanten besetzt war, wurde von Ludwig XV. in Auftrag gegeben, um die neuste Dame an seiner Seite damit zu beeindrucken. Leider verstarb der König jedoch, sodass der überaus teure Schmuck nicht an ihn verkauft werden konnte. Die beiden Herren befanden sich nun in einer sehr misslichen Lage, denn für die Anfertigung des Colliers hatten sie sich verschuldet. Böhmer plante nun das Collier der Königin Marie Antoinette zum Kauf anzubieten. Da die Königin für ihren extravaganten Modegeschmack bekannt war, ging er davon aus, dass sein Plan aufgehen würde. Die Königin allerdings lehnte dieses Angebot ab, da der Preis selbst für ihren außergewöhnlichen Geschmack zu hoch war.

Am 12. Juli 1785 übergab der Hofjuwelier Böhmer der Königin im Rahmen einer Feier ein Paar Diamantohrringe und einen Schulterschmuck, der für sie angefertigt wurde. Zusätzlich steckte er ihr ein Billett zu, worauf er seine Freude darüber ausdrückte, dass sie Königin nun den schönsten Diamantschmuck der Welt tragen würde. Die Königin schien die Botschaft nicht verstanden zu haben und verbrannte den Brief unverzüglich. Als sie erfuhr, dass dahinter eine List des Kardinals Rohan steckte, war sie wohl sehr erschüttert. In einem Gespräch mit der Hofdame enthüllte Böhmer nämlich, dass die Königin ihm noch Geld schulden würde für das Collier, welches er einst anfertigte. Zudem meinte er der Kardinal Rohan hätte bereits im Namen der Königin eine Anzahlung getätigt. Er sei außerdem ihm Besitz von Schriftstücken, in denen die Königin mit ihrer Unterschrift den Kauf bestätigte.

Kapitelzusammenfassungen

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die biografischen Hintergründe von Marie Antoinette ein und erläutert die Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Marie Antoinette als Monarchin: Hier wird analysiert, wie die Königin durch die Bevölkerung wahrgenommen wurde, wobei die Halsbandaffäre und ihre ausländische Herkunft als zentrale Faktoren für ihre Unbeliebtheit identifiziert werden.

3. Der Weg zur Guillotine: Dieses Kapitel untersucht die politischen Folgen der Flucht nach Varennes und den Prozess gegen Marie Antoinette als endgültige Stationen ihrer Delegitimation und Hinrichtung.

4. Résumé: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Hinrichtung eher eine Konsequenz aus dem Scheitern der Monarchie als ein direktes Resultat des schlechten Rufes der Königin war.

Schlüsselwörter

Marie Antoinette, Französische Revolution, Monarchie, Halsbandaffäre, Flucht nach Varennes, Delegitimation, öffentlicher Hass, Pamphlete, Karikaturen, Witwe Capet, Prozess gegen Marie Antoinette, politische Repräsentation, Geschichte Frankreichs, Habsburger, Ancien Régime

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Faktoren und Ereignisse, die dazu führten, dass Marie Antoinette während der Französischen Revolution zu einem Hassobjekt stilisiert und schließlich hingerichtet wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die öffentliche Wahrnehmung der Königin, politische Propaganda, die Halsbandaffäre, die Flucht nach Varennes und der Prozess gegen die ehemalige Königin.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Leitfrage lautet: „Was führte dazu, dass Marie Antoinette als Hassobjekt der französischen Revolution hingerichtet wurde?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Verfasserin nutzt eine auf historischen Quellen basierende Analyse, inklusive der Untersuchung zeitgenössischer Bildquellen wie Karikaturen, um die öffentliche Reputation der Königin zu deuten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Bildes der Königin durch die Bevölkerung, die Analyse der Delegitimation der Monarchie und die historische Aufarbeitung der Flucht sowie des Prozesses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die Französische Revolution, Legitimation, Monarchie, Karikaturen, Halsbandaffäre und delegitimierende Prozesse.

Welche Rolle spielte die Halsbandaffäre für das Schicksal der Königin?

Sie lieferte der Öffentlichkeit ein konkretes Anzeichen für einen angeblich verschwenderischen und unmoralischen Lebensstil, was die Vorurteile gegen die Königin massiv befeuerte.

Inwiefern beeinflusste die Flucht nach Varennes den Prozess gegen Marie Antoinette?

Der Fluchtversuch bestätigte in den Augen der Revolutionäre, dass die Monarchie keine kooperative Institution war, was zur direkten Einstufung als Hochverrat und damit zur Vorbereitung des Todesurteils führte.

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Details

Title
Marie Antoinettes Hinrichtung als Hassobjekt der Französischen Revolution. Ihre öffentliche Wahrnehmung anhand von Karikaturen
Grade
3,0
Author
Kristine Bäcker (Author)
Publication Year
2019
Pages
29
Catalog Number
V1339764
ISBN (PDF)
9783346843210
ISBN (Book)
9783346843227
Language
German
Tags
marie antoinettes hinrichtung hassobjekt französischen revolution ihre wahrnehmung karikaturen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristine Bäcker (Author), 2019, Marie Antoinettes Hinrichtung als Hassobjekt der Französischen Revolution. Ihre öffentliche Wahrnehmung anhand von Karikaturen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1339764
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