Diese Arbeit beantwortet die Frage, inwiefern die Institution Schule die soziale Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit von Schüler_innen beeinflusst. Zunächst wird das Geschlecht als soziale Konstruktion vorgestellt sowie der Ansatz des Doing Gender erklärt. Darauf aufbauend folgt die Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit im Alltag und in der Schule. Hierbei werden nacheinander die Kriterien Einfluss der Lehrkräfte und Schulbücher beleuchtet. Nachfolgend werden die Auswirkungen der Reproduktion von Zweigeschlechtlichkeit und somit die Konsequenzen für die pädagogische Praxis im Unterricht dargestellt und anschließend in einem Fazit diskutiert.
Durch die mangelnde Thematisierung geschlechtlicher Vielfalt, werden binäre Geschlechterrollen sowie Heterosexualität zur Norm in Schulen. Zwar wurden bereits viele Fortschritte erzielt, nichtsdestotrotz sind traditionelle Geschlechterrollen noch immer tief in der Gesellschaft verankert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Geschlecht als soziale Konstruktion
- Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit im Alltag
- Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit in der Schule
- Einfluss der Lehrkräfte
- Schulbücher
- Auswirkungen und Konsequenzen für die pädagogische Praxis
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert, wie die Institution Schule die soziale Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit bei Schüler_innen beeinflusst. Sie untersucht den Einfluss von Lehrkräften und Schulbüchern auf die Reproduktion von Geschlechterstereotypen im schulischen Alltag.
- Doing Gender Ansatz und die soziale Konstruktion von Geschlecht
- Reproduktion von Zweigeschlechtlichkeit in der Gesellschaft und der Schule
- Einfluss von Lehrkräften und Schulbüchern auf die Konstruktion von Geschlechterrollen
- Auswirkungen der Zweigeschlechtlichkeit auf die pädagogische Praxis
- Konsequenzen für die Gestaltung inklusiver und gleichberechtigter Bildung
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in das Thema der Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit ein und stellt die Relevanz der Thematik im schulischen Kontext dar. Sie erläutert die Problematik von Stereotypen und der mangelnden Berücksichtigung von geschlechtlicher Vielfalt in Schulen.
Geschlecht als soziale Konstruktion
Dieses Kapitel definiert den Begriff Doing Gender und erklärt, wie Geschlecht als soziales Konstrukt verstanden werden kann. Es werden die Unterschiede zwischen biologischem Geschlecht (Sex) und sozialem Geschlecht (Gender) hervorgehoben.
Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit im Alltag
Der Abschnitt beleuchtet die allgegenwärtige Präsenz von Geschlechterstereotypen in der Gesellschaft und zeigt auf, wie diese die Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit im Alltag beeinflussen.
Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit in der Schule
Dieses Kapitel untersucht die Reproduktion von Zweigeschlechtlichkeit im Schulkontext. Es betrachtet den Einfluss von Lehrkräften und Schulbüchern auf die Konstruktion von Geschlechterrollen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schlüsselbegriffen Geschlecht, Zweigeschlechtlichkeit, Doing Gender, soziale Konstruktion, Genderrollen, Lehrkräfte, Schulbücher, pädagogische Praxis, inklusive Bildung und gleichberechtigte Bildung.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter der sozialen Konstruktion von Geschlecht?
Geschlecht wird nicht nur als biologische Tatsache (Sex) gesehen, sondern als soziales Konstrukt (Gender), das durch tägliches Handeln und gesellschaftliche Erwartungen immer wieder neu hergestellt wird.
Was bedeutet der Begriff „Doing Gender“?
Doing Gender beschreibt den Prozess, durch den Menschen im Alltag ihr Geschlecht durch Verhalten, Kleidung und Interaktion darstellen und so die gesellschaftliche Vorstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit reproduzieren.
Wie beeinflussen Schulbücher die Geschlechterrollen?
Schulbücher enthalten oft noch traditionelle Rollenbilder und vernachlässigen geschlechtliche Vielfalt. Dadurch werden binäre Geschlechternormen als „normal“ vermittelt und reproduziert.
Welchen Einfluss haben Lehrkräfte auf die Zweigeschlechtlichkeit?
Lehrkräfte können bewusst oder unbewusst durch ihre Sprache, ihre Erwartungen und die Interaktion mit Schülern binäre Geschlechtermuster verstärken oder durch eine sensible Pädagogik hinterfragen.
Welche Konsequenzen hat die Reproduktion von Zweigeschlechtlichkeit in der Schule?
Sie führt zur Marginalisierung von Schülern, die nicht in binäre Raster passen, und schränkt die individuelle Entfaltung aller Schüler durch stereotype Erwartungshaltungen ein.
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- Anonym (Author), 2022, Soziale Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1338620