Sucht man nach einer kurzen Definition der Erlebnispädagogik, so stellt man fest, dass es viele Definitionen gibt, die aber unterschiedlich sind, da die Erlebnispädagogik in ihrem heutigen Erscheinungsbild sehr vielfältig und methodenreich ist.
Allen Definitionen gemeinsam ist, dass Erlebnispädagogische Programme sich auf die natürliche Umwelt und auf einen ökologischen Bildungsanspruch beziehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Erlebnispädagogik
1.1. Definition
1.2. Ziele
1.3. Zielgruppen
1.4. Faktoren
1.5. Anwendungsgebiete
1.6. Geschichte
2. Interaktionsspiele
2.1.Ursprung
2.2. Definition
2.3. Ziele
3. Literaturverzeichnis
1. Erlebnispädagogik
1.1. Definition
Sucht man nach einer kurzen Definition der Erlebnispädagogik, so stellt man fest, dass es viele Definitionen gibt, die aber unterschiedlich sind, da die Erlebnispädagogik in ihrem heutigen Erscheinungsbild sehr vielfältig und methodenreich ist.
Allen Definitionen gemeinsam ist, dass Erlebnispädagogische Programme sich auf die natürliche Umwelt und auf einen ökologischen Bildungsanspruch beziehen.[1]
Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten
Wie in dem erlebnispädagogischen Säulenmodell zu sehen ist, entsteht Erlebnispädagogik aus Handlungsorientierung, Natur, Gruppe, Herausforderung, pädagogischer Intention und ganzheitlichem Anspruch. Es sind nicht alle Elemente notwendig, falls jedoch einige nicht vorhanden sind, so müssen die anderen Elemente stärker beansprucht werden
1.2. Ziele
Im Großen und Ganzen verfolgt die Erlebnispädagogik ein weiterbildendes, verhaltensänderndes, erzieherisches, persönlichkeitsentwickelndes oder therapeutisches Ziel.
Die Person kann sich dadurch selbst intensiver kennenlernen, um ein besseres Körperbewusstsein zu erlangen und so das Selbstwertgefühl zu steigern. Bei Aufgaben der Erlebnispädagogik übt man, Initiative und Verantwortung zu übernehmen, individuell zu lernen, zu helfen und sich selbst auch helfen zu lassen. Diese Fähigkeiten nützen den Menschen, eine Rolle innerhalb einer Gruppe zu finden und das soziale Verhalten in Gruppenprozessen zu lernen.
Erlebnispädagogische Übungen sollen helfen, dass Personen konfliktfähig werden und auch mal mit „Nein“ antworten können. Ihnen werden bestimmte Werte vermittelt und sie lernen mehr über ihre Umwelt kennen.
In der heutigen Zeit ist es vor allem wichtig, dass die Jugend wieder einen Sinn für ihr Leben bekommt und gestärkt ist im Hinblick auf ihren späteren Beruf.
1.3. Zielgruppen
Erlebnispädagogik kann für jede Person nützlich sein.
Um die Gruppendynamik in verschiedenen Teams zu stärken, wird Erlebnispädagogik schon im frühen Kindesalter angewendet.
In vielen Schulen werden Klassenfahrten mit erlebnispädagogischen Methoden angeboten und eine Klasse, die erst seit kurzer Zeit zusammenarbeitet, lernt sich, durch verschiedene Angebote, näher kennen und bekommt einen größeren Zusammenhalt und mehr Vertrauen zueinander.
Im Bereich der Jugendarbeit wird Erlebnispädagogik oft in der Freizeit angeboten. Neulinge, die erst seit einiger Zeit in einer neuen Umgebung leben, knüpfen so schnell neue Kontakte.
Behinderte Menschen gewinnen durch verschiedene Übungen mehr Vertrauen in andere Menschen und stärken ihr Selbstwertgefühl.
Auch im Bereich der Heimarbeit wendet man erlebnispädagogische Übungen an. Viele Kinder, die in ein Heim gekommen sind, haben Ängste und schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht. Durch Übungen stärken sie sich und lernen neue Menschen kennen.
Ganz besonders wird die Erlebnispädagogik für Straffällige und Drogenabhängige genutzt. Die Methoden werden als Therapieform angewendet. Überlebenstraining gibt ihnen beispielsweise die Chance, anderen und sich selbst wieder zu vertrauen.
In den letzten Jahren gibt es auch zunehmend mehrere Angebote an erlebnispädagogischen Maßnahmen für Erwachsene.
So können Firmen und Betriebe erlebnispädagogische Angebote wahrnehmen, um sich gegenseitig besser kennenzulernen, das Betriebsklima zu verbessern und sich nicht von anderem Personal falsch behandeln zu lassen.
[...]
[1] Übernommen aus: http://www.erlebnispaedagogik.de/ → Texte
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Kernziele der Erlebnispädagogik?
Ziele sind die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, Steigerung des Selbstwertgefühls, Übernahme von Verantwortung und das Erlernen sozialen Verhaltens in der Gruppe.
Welche Zielgruppen profitieren von erlebnispädagogischen Programmen?
Die Programme richten sich an Kinder, Jugendliche (z.B. Schulklassen), behinderte Menschen, Straffällige sowie Erwachsene in Firmen zur Verbesserung des Betriebsklimas.
Was versteht man unter dem Säulenmodell der Erlebnispädagogik?
Erlebnispädagogik basiert auf den Säulen Handlungsorientierung, Natur, Gruppe, Herausforderung, pädagogische Intention und Ganzheitlichkeit.
Welche Rolle spielen Interaktionsspiele?
Interaktionsspiele fördern die Dynamik innerhalb einer Gruppe und helfen Teilnehmern, Vertrauen aufzubauen und Kommunikationsregeln spielerisch zu erlernen.
Wird Erlebnispädagogik auch in der Therapie eingesetzt?
Ja, sie wird häufig als Therapieform für Drogenabhängige oder in der Resozialisierung von Straffälligen genutzt, um Selbstvertrauen und soziale Kompetenz wiederherzustellen.
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- Clara v.d.Benken (Author), 2009, Ein kleiner Einblick in die Erlebnispädagogik und die Welt der Interaktionsspiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133698