Die weltweite Flüchtlingssituation und die zunehmende Zahl von Menschen, die in Deutschland und Europa Zuflucht und eine neue Lebensperspektive suchen, stellen eine große Herausforderung für die Gesellschaft dar – mit kaum zu unterschätzenden Aufgaben für die nationale, europäische und internationale Ebene. Die Unterstützung von Geflüchteten ist eine der klassischen Aufgaben des Deutschen Roten Kreuz (DRK). So wurden auch in Darmstadt vom DRK Unterkünfte für Geflüchtete geschaffen. Sozialpädagogische Fachkräfte fördern und unterstützen die Menschen dort. So bietet das Erstwohnhaus im Neuwiesenweg insbesondere für Familien vorübergehend ein neues Zuhause. Doch der Begriff Erstwohnhaus täuscht hier etwas. Eigentlich besteht in solchen Einrichtungen eine hohe Fluktuation und sie dient nur als Übergang, doch die Realität schaut in den Erstwohnhäusern deutlich anders aus. Viele der Familien sitzen mittlerweile seit über drei Jahren in der Unterkunft fest. Grund dafür ist die Wohnsitzauflage. Daraus ergibt sich in der folgenden Arbeit die Frage: Trägt die Wohnsitzauflage zu einer erfolgreichen Integration bei?
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Die Wohnsitzauflage
- 2.1 Was ist das?
- 2.2 Was spricht dafür?
- 2.3 Was spricht dagegen?
- 2.4 Was kann man besser machen?
- 3. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wohnsitzauflage für Geflüchtete und ihre Auswirkungen auf die Integration. Sie analysiert die Funktionsweise der Wohnsitzauflage, die Gründe für ihre Einführung und die Argumente für und gegen diese Maßnahme. Darüber hinaus beleuchtet sie alternative Kriterien für eine gerechte Verteilung von Geflüchteten, um die Integration zu fördern.
- Analyse der Wohnsitzauflage und ihrer Funktionsweise
- Bewertung der Argumente für und gegen die Wohnsitzauflage
- Bedeutung der Wohnsitzauflage für die Integration von Geflüchteten
- Bewertung der Wirksamkeit der Wohnsitzauflage im Hinblick auf eine erfolgreiche Integration
- Analyse von alternativen Verteilungskriterien für Geflüchtete
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die aktuelle Flüchtlingssituation und die damit verbundenen Herausforderungen für die Integration beleuchtet. Kapitel 2 widmet sich der Wohnsitzauflage als zentrale Thematik. Zunächst wird die Funktionsweise und die rechtliche Grundlage dieser Maßnahme erklärt. Anschließend werden die Argumente für die Wohnsitzauflage dargelegt, beispielsweise die Notwendigkeit einer gerechten Verteilung von Geflüchteten. Im Anschluss werden die Kritikpunkte an der Wohnsitzauflage diskutiert, wobei insbesondere die negativen Folgen für die Integration und die Beschränkung der individuellen Lebensgestaltung im Vordergrund stehen. Abschließend werden alternative Kriterien für eine gerechte Verteilung von Geflüchteten erörtert, die neben der räumlichen Verteilung auch die Berücksichtigung von individuellen Bedürfnissen und Integrationspotenzialen beinhalten.
Schlüsselwörter
Wohnsitzauflage, Integration, Geflüchtete, Asylverfahren, Verteilungskriterien, Wohnungsmarkt, Erstwohnhäuser, Sozialpädagogische Arbeit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Wohnsitzauflage?
Die Wohnsitzauflage verpflichtet Geflüchtete dazu, für einen bestimmten Zeitraum an einem zugewiesenen Ort zu wohnen, um eine gerechte räumliche Verteilung zu gewährleisten.
Trägt die Wohnsitzauflage zu einer erfolgreichen Integration bei?
Dies ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit; es wird untersucht, ob die räumliche Fixierung die Integration fördert oder durch mangelnde Flexibilität eher behindert.
Was sind die Vorteile der Wohnsitzauflage?
Befürworter argumentieren, dass sie eine Überlastung einzelner Kommunen verhindert und eine gleichmäßige Nutzung von Integrationsressourcen ermöglicht.
Welche Nachteile hat die Wohnsitzauflage für Geflüchtete?
Kritiker weisen darauf hin, dass sie die freie Wahl des Arbeitsplatzes einschränkt, soziale Netzwerke trennt und Familien oft über Jahre in Übergangsunterkünften festhält.
Welche Alternativen zur Wohnsitzauflage werden diskutiert?
Die Arbeit erörtert alternative Verteilungskriterien, die individuelle Bedürfnisse, Qualifikationen und Integrationspotenziale stärker berücksichtigen als rein statistische Quoten.
- Quote paper
- Kristin Bohla (Author), 2021, Vor- und Nachteile der Wohnsitzauflage, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334951