Es gibt sowohl eine Vielzahl risikoerhöhender Faktoren (Risikofaktoren), als auch risikomildernde Faktoren (Schutzfaktoren), die die Entstehung von Jugendkriminalität beeinflussen können. In der vorliegenden Arbeit werden wesentliche Risiko- und Schutzfaktoren vorgestellt. Zu diesem Zweck wurden die personalen, familiären, sowie peer- und freizeitbezogene Risiko- und Schutzfaktoren untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass diese einen erheblichen Einfluss auf die Delinquenzentwicklung bei Jugendlichen haben können.
Es ist mittlerweile unabdingbar, dass sich verschiedene Institutionen, zu denen unter anderem die Schule, Kinder- und Jugendhilfe und Polizei gehören, der Herausforderung stellen, delinquentes Verhalten bei Jugendlichen zu vermeiden und diesem erfolgreich entgegenzuwirken. Die Zusammenarbeit der Organisationen ist für eine erfolgreiche Kriminalprävention besonders wichtig. Dabei gehören die Kooperation und das Verständnis der jeweiligen Professionen darüber, dass es sich bei delinquentem Verhalten von Jugendlichen in erster Linie um ubiquitäres, episodenhaftes und peergruppen bezogenes Verhalten handelt, zu den wichtigsten Aspekten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Das Bewusstsein darüber, dass es mehrere Einflussfaktoren gibt, die delinquentes Verhalten fördern können, ist ebenfalls fundamental.
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung
- Einleitung
- Begrifflichkeiten
- Jugend
- Kriminalität
- Devianz
- Delinquenz
- Einflussfaktoren auf Jugendkriminalität
- Risikofaktoren
- Personale Risikofaktoren
- Familiäre Risikofaktoren
- Peer- und Freizeitbezogene Risikofaktoren
- Schutzfaktoren
- Personale Schutzfaktoren
- Familiäre Schutzfaktoren
- Peer- und Freizeitbezogene Schutzfaktoren
- Risikofaktoren
- Soziale Arbeit und Kriminalprävention
- Kriminalprävention als interdisziplinäres Arbeitsfeld
- Kriminalpräventive Maßnahmen der Sozialen Arbeit
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit den Risiko- und Schutzfaktoren, die delinquentes Verhalten bei Jugendlichen beeinflussen. Sie analysiert, wie diese Faktoren die Entwicklung von Delinquenz prägen können und welche Rolle die Soziale Arbeit dabei spielt.
- Risiko- und Schutzfaktoren für delinquentes Verhalten bei Jugendlichen
- Einfluss von personalen, familiären, peer- und freizeitbezogenen Faktoren auf Delinquenz
- Rolle der Sozialen Arbeit in der Kriminalprävention
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Kriminalprävention
- Präventionsmaßnahmen der Sozialen Arbeit im Bereich der Jugendkriminalität
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Gegenstand der Arbeit, die Jugendkriminalität, vor und beleuchtet die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren für das delinquente Verhalten von Jugendlichen. Anschließend werden die Begriffe Jugend, Kriminalität, Devianz und Delinquenz definiert, um eine gemeinsame Grundlage für die weitere Analyse zu schaffen.
Im Kapitel "Einflussfaktoren auf Jugendkriminalität" werden die personalen, familiären, peer- und freizeitbezogenen Risiko- und Schutzfaktoren, die die Entstehung von Delinquenz beeinflussen können, untersucht. Der Fokus liegt dabei auf der Relevanz dieser Faktoren für die Entwicklung von delinquentem Verhalten bei Jugendlichen.
Das Kapitel "Soziale Arbeit und Kriminalprävention" widmet sich dem interdisziplinären Arbeitsfeld der Kriminalprävention und beleuchtet insbesondere die Zusammenarbeit von Polizei und Sozialer Arbeit. Es werden auch verschiedene kriminalpräventive Maßnahmen der Sozialen Arbeit im Kontext der Jugendkriminalität vorgestellt.
Schlüsselwörter
Jugendkriminalität, Risiko- und Schutzfaktoren, Delinquenz, Soziale Arbeit, Kriminalprävention, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Präventionsmaßnahmen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die wichtigsten Risikofaktoren für Jugendkriminalität?
Man unterscheidet personale (z. B. geringe Impulskontrolle), familiäre (z. B. Erziehungsprobleme) sowie peer- und freizeitbezogene Risikofaktoren (z. B. Umgang mit delinquenten Freunden).
Welche Schutzfaktoren können delinquentes Verhalten verhindern?
Schutzfaktoren sind risikomildernd. Dazu zählen ein stabiles familiäres Umfeld, positive Schulerfahrungen und die Einbindung in prosoziale Peergroups.
Was bedeutet es, dass Jugenddelinquenz oft „ubiquitär“ und „episodenhaft“ ist?
Es bedeutet, dass leichtes delinquentes Verhalten bei sehr vielen Jugendlichen vorkommt (ubiquitär), aber meist nur eine kurze Lebensphase (Episode) betrifft und von selbst wieder aufhört.
Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit in der Kriminalprävention?
Die Soziale Arbeit entwickelt Maßnahmen, um Risikofaktoren entgegenzuwirken und Schutzfaktoren zu stärken. Sie arbeitet dabei interdisziplinär mit Polizei, Schulen und Jugendhilfe zusammen.
Warum ist die Kooperation zwischen Polizei und Jugendhilfe so wichtig?
Eine erfolgreiche Prävention erfordert ein gemeinsames Verständnis der Professionen über die Ursachen von Delinquenz, um abgestimmte und wirksame Hilfsangebote zu schaffen.
Was ist der Unterschied zwischen Devianz und Delinquenz?
Devianz bezeichnet ein allgemeines Abweichen von sozialen Normen, während Delinquenz spezifisch das Überschreiten von strafrechtlichen Normen meint.
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- Anonym (Author), 2021, Delinquentes Verhalten bei Jugendlichen. Risiko- und Schutzfaktoren und die Rolle der sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334620