Da psychische Störungen, seelische Erkrankungen oder Verhaltensauffälligkeiten meist im Gebiet der (Klinischen) Psychologie angesiedelt sind, wird im Folgenden versucht, mit einem pädagogischen Blick eine ausgewählte Verhaltensauffälligkeit zu betrachten. Dementsprechend wird sich folglich mit der Frage beschäftigt, wie ein solcher Pädagogikbegriff auf eine psychische Krankheit, wie der Essstörung Anorexia nervosa, angewendet werden kann. Zu Beginn wird der Begriff der Verhaltensstörung ausgeführt und einige anerkannte Definitionen, sowie Schwierigkeiten erläutert. Darauffolgend wird mithilfe der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), allgemein auf das Spektrum Essstörungen eingegangen, um einen Überblick in das gewählte Krankheitsbild zu ermöglichen. Außerdem wird eine knappe Einführung in verschiedene Formen von auffälligem Essverhalten und deren diagnostische Kriterien gegeben.
Nach diesem Überblick wird ausführlich auf das Krankheitsbild der Anorexia nervosa eingegangen. Zu Beginn werden Krankheitsbild und Verlauf dargestellt. Anschließend werden mögliche Ursachen und die Diagnostik einer Magersucht ausgeführt. Nachdem das Krankheitsbild Anorexia nervosa eingehend erläutert worden ist, soll nun die Pädagogik in den Blick genommen werden. Vorab werden Behandlungsmöglichkeiten dargelegt, die eine erfolgreiche Anwendung in der Heilung von magersüchtigen Patienten gefunden haben. Anschließend wird auf wichtige präventive Maßnahmen hingewiesen, die die Erkrankungswahrscheinlichkeit verringern können. Unter dem Punkt Erziehung und Unterricht werden Angehörigen und Lehrkräften Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit an Anorexie erkrankten Personen genannt. Zum Abschluss dieser Arbeit wird auf die Heilungschancen eingegangen und Forderungen gestellt, um einen besseren Umgang mit Magersucht und an Magersucht erkrankten Personen zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Verhaltensauffälligkeiten
- Essstörungen
- Anorexia nervosa
- Krankheitsbild
- Krankheitsverlauf
- Ursachen
- Diagnostik
- Folgeschäden und Begleiterkrankungen
- Pädagogik bei Anorexia nervosa
- Behandlungsmöglichkeiten
- Präventionsmaßnahmen
- Erziehung und Unterricht
- Schluss
- Heilungschancen
- Forderungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert die Essstörung Anorexia nervosa aus pädagogischer Perspektive und untersucht, wie pädagogische Ansätze zur Behandlung und Prävention dieser Krankheit eingesetzt werden können. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Erkrankung, ihre Ursachen und Folgen sowie die Rolle der Pädagogik bei der Unterstützung betroffener Personen zu entwickeln.
- Definition und Abgrenzung von Verhaltensauffälligkeiten
- Einordnung und Beschreibung der Essstörung Anorexia nervosa
- Ursachen und Diagnostik der Anorexia nervosa
- Behandlungs- und Präventionsmöglichkeiten für Anorexia nervosa
- Pädagogische Ansätze im Umgang mit Anorexia nervosa
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt den Begriff der Pädagogik aus und erläutert die Vielseitigkeit seiner Verwendung. Sie stellt den Zusammenhang zwischen Verhaltensauffälligkeiten und pädagogischem Blickwinkel her und kündigt den Fokus auf die Essstörung Anorexia nervosa an. Die Einleitung skizziert außerdem den Aufbau der Arbeit und die behandelten Themen.
Verhaltensauffälligkeiten
Dieses Kapitel beleuchtet die vielschichtigen Aspekte von Verhaltensauffälligkeiten und stellt verschiedene Definitionen und Begriffsbestimmungen gegenüber. Dabei werden die Schwierigkeiten bei der Definition von abweichendem Verhalten und die Notwendigkeit, die Person-Umwelt-Interaktion in Betracht zu ziehen, hervorgehoben.
Essstörungen
Das Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Formen von Essstörungen, die im ICD-10 klassifiziert werden. Es stellt die wichtigsten Merkmale von Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Essattacken bei anderen psychischen Störungen sowie sonstigen Essstörungen dar und erläutert kurz ihre diagnostischen Kriterien.
Anorexia nervosa
Dieses Kapitel konzentriert sich auf die Essstörung Anorexia nervosa und beschreibt das Krankheitsbild, den Krankheitsverlauf, mögliche Ursachen und die Diagnostik. Es werden sowohl der restriktive als auch der aktive Typ der Anorexia nervosa sowie die Schwierigkeiten der Abgrenzung von der Bulimia nervosa thematisiert.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter und Fokusthemen dieses Textes sind: Anorexia nervosa, Verhaltensauffälligkeiten, Essstörungen, Pädagogik, Behandlung, Prävention, Erziehung, Unterricht, Heilungschancen, Forderungen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der pädagogische Blick auf Anorexia nervosa?
Pädagogik betrachtet Magersucht nicht nur als klinische Störung, sondern sucht nach Handlungsmöglichkeiten in Erziehung, Unterricht und Prävention, um Betroffene im Alltag zu unterstützen.
Wie wird Anorexia nervosa im ICD-10 definiert?
Sie wird als Essstörung klassifiziert, die durch einen absichtlich herbeigeführten Gewichtsverlust, eine Körperschema-Störung und endokrine Störungen gekennzeichnet ist.
Welche Ursachen für Magersucht werden in der Arbeit genannt?
Die Ursachen sind vielschichtig und umfassen psychische Faktoren, familiäre Einflüsse, gesellschaftliche Schönheitsideale sowie biologische Komponenten.
Was können Lehrer im Umgang mit erkrankten Schülern tun?
Lehrkräfte sollten für Warnsignale sensibilisiert sein, ein unterstützendes Klassenklima schaffen und präventive Maßnahmen in den Unterricht integrieren, ohne die Schüler zu stigmatisieren.
Welche Heilungschancen bestehen bei Anorexia nervosa?
Die Heilungschancen hängen von der Dauer der Erkrankung und dem frühen Therapiebeginn ab. Die Arbeit stellt Forderungen für einen besseren gesellschaftlichen Umgang mit der Krankheit auf.
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- Anonym (Author), 2018, Pädagogik bei Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1331457