Wer in der Schule das Hockeyspiel vermitteln und die Schülerinnen und Schüler für diesen Sport begeistern will, steht aber zunächst vor einem Problem. Zum einen entsprechen der motorische Entwicklungsstand und das taktische Denken der Kinder nicht den komplexen Anforderungen dieses Spiels. Zum andern besteht in einer Klasse häufig ein großes Leistungsgefälle hinsichtlich der Spielfähigkeit.
Für die Vermittlung des Hockeyspiels im Schulsport in einer
4 –ten Klasse stellt sich daher die folgende Frage:
Wie lässt sich das technisch und taktisch anspruchsvolle Hockeyspiel in einer 4-ten Klasse so vermitteln, dass alle Schülerinnen und Schüler den Reiz dieses Spiels erfahren können?
Gleichzeitig sollen die Schülerinnen und Schüler die allgemeine und spezielle Spielfähigkeit erwerben, um sie zunehmend in ihrer außerschulischen Lebenswelt umsetzten zu können. Dies setzt auf der einen Seite voraus, dass die Kinder die Spielidee vom „Hockey“ erfassen. Auf der anderen Seite müssen sie die spielbezogenen Grundtechniken sowie Taktikelemente erlernen und im Spiel anwenden können.
Im Folgenden wird die Fragestellung nach der adäquaten Methode zur Vermittlung des Sportspiels Hockey für Anfänger betrachtet.
Auf der Basis einer vertiefenden Auseinandersetzung mit den technischen und taktischen Anforderungen dieses Spiels (Kapitel 2) werden verschiedene Konzepte der Sportspielvermittlung geprüft. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf dem „spielgemäßen Konzept“. Die sportmotorischen und kognitiven Anforderungen beim Hockeyspiel ergänzen die theoretischen Grundlagen.
Anschließend werden Überlegungen zur Planung der Unterrichtseinheit (Kapitel 3) beschrieben. Beginnend mit der Klassensituation und den individuellen Lernvoraussetzungen, gehe ich in die didaktisch- methodischen Begründungen über. An dieser Stelle wird insbesondere die Entscheidung für das der Unterrichtseinheit zugrunde liegende Konzept erläutert. Wichtige Aspekte zum Artikulationsschema der Stunden sowie zur Differenzierung und Vermittlung der Technik und Taktik werden beschrieben.
Im vierten Kapitel folgt die Dokumentation der Unterrichtseinheit mit drei ausführlichen und vier kurzen Stundenentwürfen. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen werden in einer Gesamtreflexion zusammengetragen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Das Sportspiel Hockey
2.1.1 Definition
2.1.2 Technik
2.1.3 Taktik
2.1.4 Spielregeln speziell für den Schulwettbewerb
2.1.5 Material
2.2 Sportspielvermittlungskonzepte
2.2.1 Die Konfrontationsmethode
2.2.2 Die Zergliederungsmethode
2.2.3 Das spielgemäße Konzept
2.2.4 Resümee
2.2.5 Spielfähigkeit
2.3 Sportmotorische und kognitive Anforderungen beim Hockeyspielen
2.3.1 Sportmotorische Anforderungen
2.3.2 Kognitive Anforderungen
3 Planung der Unterrichtseinheit
3.1 Situation der Klasse
3.2 Inhaltliche Lernvoraussetzungen
3.3 Didaktische Begründungen
3.4 Methodische Begründungen
3.4.1 Konzeptuelle Begründungen
3.4.2 Artikulationsschema
3.4.3 Vermittlung von Technik und Taktik
3.4.4 Differenzierung
3.4.5 Üben und Festigen der Technik und Taktikelemente
3.4.6 Gruppeneinteilung
3.4.7 Material
4 Dokumentation der Unterrichtseinheit
4.1 Aufbau der Unterrichtseinheit
4.2 Erste Stunde
4.3 Zweite Stunde
4.4 Dritte Stunde
4.5 Vierte Stunde
4.6 Fünfte Stunde
4.7 Sechste Stunde
4.8 Siebte und achte Stunde
5 Gesamtreflexion
6 Literaturverzeichnis
7 Anhang
7.1 Hallenpläne
7.2 Spielbeschreibungen
7.3 Plakate
7.4 Material
8. Rückmeldebogen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie das technisch und taktisch anspruchsvolle Hockeyspiel in einer 4. Klasse vermittelt werden kann, sodass alle Schülerinnen und Schüler den Reiz dieses Sports erfahren, während gleichzeitig allgemeine und spezielle Spielfähigkeiten entwickelt werden.
- Vermittlung des Sportspiels Hockey nach der spielgemäßen Methode
- Entwicklung von sportmotorischen Fertigkeiten wie Dribbling und Vorhandschiebepass
- Förderung des spieltaktischen Verhaltens in gemischten Grundschulklassen
- Einsatz von Differenzierungsmaßnahmen zur Bewältigung des Leistungsgefälles
Auszug aus dem Buch
2.2.3 Das spielgemäße Konzept
„Das spielgemäße Konzept lässt sich als Synthese aus den beiden bislang dargestellten Methoden bezeichnen.14“ Der Ausgangspunkt ist hierbei die Grundform des Sportspiels, die einen ganzheitlichen Eindruck des Zielspiels beinhalten soll.
Dieses Konzept hat als wichtigste methodische Maßnahme die Spielreihe, die eine Sammlung von diversen Spielformen mit der gleichen Grundidee darstellt. Dagegen dienen ausgegliederte Übungsreihen, „um wichtige Techniken und taktische Handlungsmuster des Spiels situativ einzufügen und zu erlernen.“15
Innerhalb dieses Konzepts wird versucht, die Nachteile der zuvor genannten Methoden zu reduzieren und gleichzeitig alle Vorteile in einem einzigen Konzept zusammenzufassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Beliebtheit des Hockeysports und formuliert die Herausforderung, das Spiel in einer 4. Klasse so zu vermitteln, dass alle Kinder trotz unterschiedlicher Voraussetzungen motiviert bleiben.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert Techniken, Taktiken, Vermittlungskonzepte wie das „spielgemäße Konzept“ sowie motorische und kognitive Anforderungen beim Hockey.
3 Planung der Unterrichtseinheit: Hier werden die Klassensituation, didaktische sowie methodische Begründungen für die Einheit und der Einsatz von Differenzierungsformen dargelegt.
4 Dokumentation der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel enthält den detaillierten Aufbau der Unterrichtsreihe, unterteilt in einzelne Stundenentwürfe, von der Gewöhnung an das Material bis zum Kleinfeldhockeyturnier.
5 Gesamtreflexion: Die Autorin zieht ein Fazit über die Wirksamkeit der gewählten Methode und die Lernfortschritte der Klasse.
Schlüsselwörter
Hockey, Schulsport, spielgemäßes Konzept, Spielfähigkeit, Dribbling, Vorhandschiebepass, motorische Entwicklung, kognitive Anforderungen, Differenzierung, Mannschaftsspiel, Grundschule, Spielreihe, Taktik, Technikschulung, Kleinfeldhockey.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung des Sportspiels Hockey im Sportunterricht einer 4. Klasse unter Anwendung des „spielgemäßen Konzepts“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Vermittlung technischer Fertigkeiten wie dem Dribbling und dem Vorhandschiebepass sowie der Entwicklung eines grundlegenden taktischen Spielverständnisses.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erarbeitung eines methodischen Weges, der es ermöglicht, das komplexe Hockeyspiel so zu vermitteln, dass alle Kinder einer 4. Klasse trotz Leistungsunterschieden den Reiz des Spiels erleben.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Vermittlung verwendet?
Es wird das „spielgemäße Konzept“ angewandt, das als Synthese aus Konfrontations- und Zergliederungsmethode verstanden wird und bei dem die Spielidee von Anfang an im Mittelpunkt steht.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung, die Planung der Unterrichtsreihe, die praktische Dokumentation von acht Unterrichtsstunden sowie die Reflexion der pädagogischen Arbeit.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Spielfähigkeit, spielgemäßes Konzept, motorische und kognitive Anforderungen sowie differenzierte Unterrichtsgestaltung geprägt.
Wie geht die Autorin mit dem Leistungsgefälle in der Klasse um?
Durch innere Differenzierung, etwa durch die Bereitstellung von Übungsalternativen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, homogene Gruppeneinteilungen und den Einsatz von Hilfestellungen.
Welchen Stellenwert nimmt das Spiel „Kleinfeldhockey“ ein?
Es dient als abschließendes Zielspiel der Unterrichtseinheit, um die erlernten Techniken und taktischen Grundlagen in einem motivierenden Rahmen anzuwenden.
- Quote paper
- Elena Peters (Author), 2009, Hinführung zum Hockey nach der spielgemäßen Methode im Sportunterricht einer 4. Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133030