Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Landfriedenspolitik sowie mit den ständischen Einungen unter König Wenzel von seiner Amtseinführung 1378 bis zu seiner Absetzung im Jahr 1400. Das Wirken König Wenzels kann nur verbunden mit der Vorgeschichte betrachtet und bewertet werden, weswegen zu Beginn dieser Abhandlung eine zeitliche sowie thematische Einordnung stattfindet. Im Anschluss folgt eine Betrachtung der Herrschaft von König Wenzel und seinen Bemühungen im Heiligen Römischen Reich den Landfrieden herzustellen. Dabei wird herausgestellt, welche Bedeutung den Städtebünden im Kontext der königlichen Landfriedenspolitik zukommt. Besondere Aufmerksamkeit wird in diesem Zusammenhang vor allem dem Nürnberger Landfriedensentwurf, der Heidelberger Stallung, der Mergentheimer Stallung, dem ab 1387 losbrechenden Städtekrieg und dem von Wenzel eingesetzten Egerer Landfrieden geschenkt. Da der Landfrieden zu Eger mit seinen Bestimmungen den Abschluss dieser Arbeit darstellt und dieser den süddeutschen Raum und Teile des Rheinlandes betraf, werden die königlichen Landfriedensbemühungen in anderen Teilen des Reiches nicht weiter thematisiert.
Die Arbeit stützt sich auf das von Heinz Angermeier verfasste Werk „Königtum und Landfriede“. Im Zuge der Auseinandersetzung mit Angermeiers Analyse findet auch an geeigneter Stelle eine kritische Reflektion seiner Thesen unter Zuhilfenahme neuerer Literatur statt. In einem abschließenden Fazit werden die Kernaussagen dieser Arbeit zusammengefasst und das Handeln Wenzels vor dem Hintergrund der Ausgangssituation bewertet und die Nachwirkungen seiner Amtszeit aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Landfriedens- und Städtebundpolitik unter Karl IV. - Weichenstellungen für Wenzels Herrschaft
- Zum Verhältnis zwischen König, Ständen und Städtebünden
- Wenzels Herrschaft, 1378–1400
- Nürnberger Landfriedensentwurf, 1383
- Städtekrieg, 1387 – 1389
- Egerer Landfrieden, 1389
- Fazit
- Literatur- und Quellenverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die Landfriedenspolitik und die ständischen Einungen unter König Wenzel von seiner Amtseinführung 1378 bis zu seiner Absetzung 1400. Der Fokus liegt dabei auf der Rolle der Städtebünde im Kontext der königlichen Landfriedenspolitik und den Bemühungen Wenzels, im Heiligen Römischen Reich den Landfrieden herzustellen. Die Arbeit beleuchtet die Vorgeschichte unter Karl IV. und analysiert konkrete Ereignisse wie den Nürnberger Landfriedensentwurf, den Städtekrieg und den Egerer Landfrieden.
- Königliche Landfriedenspolitik im 14. Jahrhundert
- Bedeutung der Städtebünde für den Landfrieden
- Spannungen zwischen König, Ständen und Städten
- Wenzels Bemühungen zur Herstellung des Landfriedens
- Die Rolle des Egerer Landfriedens
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt den Fokus auf die Landfriedenspolitik unter König Wenzel und die Rolle der ständischen Einungen dar. Sie ordnet die Thematik in die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches ein und beleuchtet die Bedeutung der Vorgeschichte unter Karl IV.
- Landfriedens- und Städtebundpolitik unter Karl IV. - Weichenstellungen für Wenzels Herrschaft: Dieses Kapitel behandelt das Verhältnis zwischen König, Ständen und Städtebünden während der Herrschaft von Karl IV. und dessen Einfluss auf die Situation, in der Wenzel zu Beginn seiner Amtszeit stand.
- Wenzels Herrschaft, 1378–1400: Dieses Kapitel analysiert die Bemühungen Wenzels, den Landfrieden im Heiligen Römischen Reich zu etablieren. Es beleuchtet dabei verschiedene Ereignisse, darunter den Nürnberger Landfriedensentwurf, den Städtekrieg und den Egerer Landfrieden. Der Fokus liegt auf der Bedeutung der Städtebünde für die königliche Landfriedenspolitik.
Schlüsselwörter
König Wenzel, Landfrieden, Städtebünde, ständische Einungen, Heiliges Römisches Reich, Fehde, Nürnberger Landfriedensentwurf, Städtekrieg, Egerer Landfrieden, Karl IV., Heinz Angermeier, Reichsreform, politische Ordnung, Rechtsetzung.
Häufig gestellte Fragen
Wer war König Wenzel?
Wenzel von Luxemburg war von 1378 bis 1400 König des Heiligen Römischen Reiches und versuchte, den Landfrieden in einer unruhigen Zeit zu sichern.
Was war das Ziel der Landfriedenspolitik?
Ziel war die Beschränkung des Fehderechts und die Herstellung einer stabilen Rechtsordnung innerhalb des Reiches.
Welche Rolle spielten die Städtebünde?
Städtebünde waren mächtige Akteure, die oft im Konflikt mit dem Adel standen. Wenzel versuchte zeitweise, sie für seine Landfriedenspolitik zu instrumentalisieren.
Was war der Egerer Landfrieden von 1389?
Es war ein bedeutendes Abkommen, das den Städtekrieg beendete und Städtebünde im süddeutschen Raum vorübergehend verbot.
Warum wurde König Wenzel im Jahr 1400 abgesetzt?
Die Kurfürsten warfen ihm Untätigkeit und Unfähigkeit vor, insbesondere in Bezug auf die Kirchenspaltung und die Wahrung des Reichsinteresses.
Was war der Städtekrieg (1387–1389)?
Ein kriegerischer Konflikt zwischen dem Schwäbischen Städtebund und einem Bündnis von Fürsten, der die Grenzen der städtischen Macht im Reich aufzeigte.
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- Alexander Helmut Schweda (Author), 2019, Königliche Landfriedenspolitik und ständische Einungen unter König Wenzel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1329322