Ziel dieser Arbeit ist es, ausgewählte rechtliche Instrumente zur Bewältigung der Energiewende bei Wohngebäuden, speziell zur Erhöhung der Energieeffizienz, aufzuzeigen und aktuelle Probleme sowie Herausforderungen zu verdeutlichen. Zunächst werden die europäischen und nationalen Rechtsquellen vorgestellt und im Anschluss wesentliche Begrifflichkeiten bestimmt und erläutert. Im Hauptteil der Arbeit werden die rechtlichen Anforderungen an die Energieeffizienz bei Wohngebäuden, insbesondere die Modernisierungsanforderungen, Nachrüstpflichten und der Gebäudeenergieausweis dargestellt und im Anschluss ausgewählte Probleme und Herausforderungen bei der Umsetzung der zuvor aufgezeigten Vorgaben der EnEV erläutert. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und gibt einen Ausblick auf die anstehende Novelle der EnEV.
Zur Erzeugung von Raumwärme und zur Erzeugung von Warmwasser wird in Gebäuden Energie gebraucht. Entsprechend folgen aus der Deckung des Energiebedarfes CO2-Emissionen, wenn die Energie etwa aus fossilen oder nicht klimaneutralen erneuerbaren Energieträgern erzeugt wird. In Deutschland wird der rechtliche Rahmen des Energieeinsparrechts durch das EnEG, die EnEV, das EEWärmeG, die HeizkostV und weitere Rechtsquellen gesetzt. Die rechtlichen Vorgaben werden zudem durch die Förderpolitik und Informationsstrategie der Bundesregierung ergänzt.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Rechtsquellen
- 3. Anforderungen an die Energieeffizienz bei Wohngebäuden nach EnEV 2014
- 3.1 Anwendungsbereich
- 3.1.1 Sachlicher Anwendungsbereich
- 3.1.2 Persönlicher Anwendungsbereich
- 3.2 Energetische Anforderungen
- 3.3 Nachrüst- und Außerbetriebnahmepflichten
- 3.1 Anwendungsbereich
- 4. Aktuelle Probleme und Herausforderungen
- 4.1 Status Quo
- 4.2 Defizite beim Gebäudeenergieausweis
- 4.3 Mangelnde Abstimmung mit dem EEWärmeG
- 4.4 Nachholbedarf bei Heizkesseln
- 4.5 Keine Verwendung ökologischer Bauteil
- 5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die rechtlichen Anforderungen an die Energieeffizienz von Wohngebäuden in Deutschland. Der Fokus liegt dabei auf der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 und deren Auswirkungen auf die Modernisierung von bestehenden Gebäuden.
- Anwendungsbereich und Geltungsbereich der EnEV 2014
- Energetische Anforderungen an Wohngebäude nach EnEV 2014
- Nachrüst- und Außerbetriebnahmepflichten für Heizungsanlagen
- Probleme und Herausforderungen bei der Umsetzung der EnEV 2014
- Potenzial und Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung
Dieses Kapitel stellt die Relevanz des Themas Energieeffizienz im Gebäudebereich dar und skizziert die Zielsetzung und den Aufbau der Hausarbeit. Es werden die wichtigsten rechtlichen Grundlagen und die Bedeutung der EnEV 2014 für die Modernisierung von Wohngebäuden beleuchtet.
2. Rechtsquellen
In diesem Kapitel werden die wichtigsten Rechtsquellen im Zusammenhang mit der Energieeffizienz von Wohngebäuden vorgestellt. Dazu gehören insbesondere die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) und das Energieeinsparungsgesetz (EnEG). Die rechtlichen Grundlagen werden im Kontext der EU-Richtlinien zur Energieeffizienz erläutert.
3. Anforderungen an die Energieeffizienz bei Wohngebäuden nach EnEV 2014
Dieses Kapitel analysiert die Anforderungen an die Energieeffizienz von Wohngebäuden gemäß der EnEV 2014. Es werden sowohl der sachliche als auch der persönliche Anwendungsbereich der Verordnung erläutert. Die wichtigsten energetischen Anforderungen, wie die Anforderungen an die Wärmedämmung, die Heizungsanlagen und die Lüftung, werden detailliert dargestellt.
4. Aktuelle Probleme und Herausforderungen
In diesem Kapitel werden aktuelle Probleme und Herausforderungen bei der Umsetzung der EnEV 2014 beleuchtet. Dazu gehören u.a. der Status Quo der Energieeffizienz im Gebäudebestand, Defizite beim Gebäudeenergieausweis, die mangelnde Abstimmung mit dem EEWärmeG, Nachholbedarf bei Heizkesseln und die geringe Verwendung ökologischer Baumaterialien.
Schlüsselwörter
Energieeffizienz, Wohngebäude, EnEV 2014, Modernisierung, Heizungsanlagen, Gebäudeenergieausweis, EEWärmeG, Rechtsquellen, Anforderungen, Herausforderungen, Potenziale, ökologische Bauweise.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die zentralen Forderungen der EnEV 2014 für Wohngebäude?
Die EnEV 2014 legt energetische Anforderungen an die Wärmedämmung, Heizungsanlagen und Lüftung fest sowie spezifische Nachrüst- und Außerbetriebnahmepflichten für alte Heizkessel.
Wer ist vom persönlichen Anwendungsbereich der EnEV betroffen?
Die Verordnung richtet sich an Bauherren, Eigentümer von Gebäuden sowie an Fachleute, die für die Planung und Ausführung von energetischen Maßnahmen verantwortlich sind.
Welche Nachrüstpflichten bestehen für Heizungsanlagen?
Eigentümer müssen bestimmte alte Heizkessel (Standard-Heizkessel), die vor 1985 eingebaut wurden, außer Betrieb nehmen. Zudem gibt es Pflichten zur Dämmung von Rohrleitungen und obersten Geschossdecken.
Welche Defizite gibt es beim Gebäudeenergieausweis?
Kritisiert werden oft mangelnde Transparenz, die Qualität der Datenerhebung sowie die begrenzte Aussagekraft für Mieter und Käufer hinsichtlich der tatsächlichen Heizkosten.
Wie hängen EnEV und EEWärmeG zusammen?
Während die EnEV die Energieeffizienz regelt, schreibt das EEWärmeG die Nutzung erneuerbarer Energien vor. Eine mangelnde Abstimmung zwischen beiden Gesetzen wird in der Arbeit als Herausforderung benannt.
Warum spielt die Modernisierung des Bestands eine so große Rolle?
Ein Großteil der CO2-Emissionen im Gebäudesektor entsteht im Bestand. Die Steigerung der Energieeffizienz durch Modernisierung ist daher ein entscheidender Hebel für die Energiewende.
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- Felix Knaak (Author), 2015, Energieeffizienz bei Wohngebäuden. Modernisierungsanforderungen, Nachrüstpflichten und Energieausweis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1328794