Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit widmet sich der Thematik der internationalen Liberalisierung des Textilmarkts im Rahmen der WTO unter besonderer Berücksichtigung ihrer Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Dabei stellt das Werk eine grundlegende Analyse dieses Prozesses, mit exemplarischer Schilderung sowohl der Textilbranche als auch des Bekleidungssektors, dar.
Die Gliederung der Arbeit umfasst drei Kapitel.
Zunächst wird auf WTO-rechtliche Rahmenbedingungen eingegangen, unter denen sich die Regulierung des globalen Textilmarktes in Form bi- und multilateraler Handelsabkommen abspielt. Besondere Aufmerksamkeit fokussiert sich hierbei auf die Darstellung der Ergebnisse der Uruguay-Runde sowie des Standes ihrer Umsetzung, da auf dem weltweiten Textilmarkt der Liberalisierungsprozess erst im Zuge dieser GATT-Verhandlungen seinen eigentlichen Anfang nahm.
Im darauf folgenden Kapitel werden auf theoretischer Basis handelspolitische Instrumente wie Importzölle und Einfuhrquoten, die im zwischenstaatlichen Textilhandel vorrangig aus protektionistischen Beweggründen zum Einsatz kommen und somit die Liberalisierung behindern, unter die Lupe genommen, sowie die aus ihren Wirkungen resultierenden Kosten erläutert. Da dieser Themenbereich ziemlich komplex ist und wesentlich mehr tarifäre und nicht-tarifäre Handelsrestriktionen erfasst, war eine Einschränkung auf einige wenige handelspolitische Maßnahmen angebracht.
Im letzten Abschnitt wird die praktische Befassung mit den Auswirkungen der Textilmarktliberalisierung auf die Weltwirtschaft durchgeführt, wobei eine Differenzierung nach den Gewinnern und Verlierern dieses Prozesses im Rahmen der WTO unternommen wird. Die Darbietung dessen Folgen sowohl für Produzenten als auch Konsumenten am Beispiel der deutschen Textil- und Bekleidungsbranche schließt den Hauptteil dieser Arbeit ab.
Die Auseinandersetzung mit dieser fassettenreichen Materie zeigt, wie aktuell und signifikant heutzutage dieses Problem sowohl für Industrienationen als auch aufstrebende Entwicklungsländer ist. Nicht umsonst wird in der Fachliteratur der Textil- und Bekleidungssektor mehrfach als das Musterbeispiel für den zwischenstaatlichen Protektionismus zitiert.
Inhaltsverzeichnis
- WTO-RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DES INTERNATIONALEN TEXTILHANDELS
- Das Multifaserabkommen (MFA)
- Die Uruguay-Runde und ATC (Agreement on Textiles and Clothing)
- Stand der Umsetzung der Uruguay-Vorgaben
- HANDELSPOLITISCHE INSTRUMENTE FÜR DIE REGULIERUNG DES GLOBALEN TEXTILMARKTES
- Importzölle als Instrument des tarifären Protektionismus
- Einfuhrquoten als nicht-tarifäres Handelshemmnis
- Kosten von tarifären und nicht-tarifären protektionistischen Maßnahmen
- AUSWIRKUNGEN DER LIBERALISIERUNG DES TEXTILHANDELS AUF DIE WELTWIRTSCHAFT
- Gewinner des Liberalisierungsprozesses
- China
- Indien
- Verlierer der Textilmarktliberalisierung
- Folgen für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie
- SCHLUSSFOLGERUNGEN
- LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit der Liberalisierung des internationalen Textilmarktes im Rahmen der WTO und analysiert deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die Arbeit untersucht den Prozess der Liberalisierung, wobei sowohl die Textilbranche als auch der Bekleidungssektor exemplarisch betrachtet werden.
- Analyse der WTO-rechtlichen Rahmenbedingungen für den internationalen Textilhandel
- Untersuchung handelspolitischer Instrumente wie Importzölle und Einfuhrquoten
- Bewertung der Auswirkungen der Liberalisierung auf die Weltwirtschaft, insbesondere auf Gewinner und Verlierer
- Beurteilung der Folgen für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie
- Bewertung der Bedeutung des Textil- und Bekleidungssektors als Musterbeispiel für den zwischenstaatlichen Protektionismus
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit den WTO-rechtlichen Rahmenbedingungen des internationalen Textilhandels. Es beleuchtet die Entwicklung des Multifaserabkommens (MFA) und die Ergebnisse der Uruguay-Runde, die zur Reintegration des Textilhandels in das GATT-Regelwerk führten. Das Kapitel analysiert die Bedeutung des ATC (Agreement on Textiles and Clothing) und den Stand der Umsetzung der Uruguay-Vorgaben.
Das zweite Kapitel untersucht handelspolitische Instrumente, die zur Regulierung des globalen Textilmarktes eingesetzt werden. Es analysiert Importzölle als Instrument des tarifären Protektionismus und Einfuhrquoten als nicht-tarifäres Handelshemmnis. Das Kapitel beleuchtet die Kosten von tarifären und nicht-tarifären protektionistischen Maßnahmen.
Das dritte Kapitel befasst sich mit den Auswirkungen der Liberalisierung des Textilhandels auf die Weltwirtschaft. Es identifiziert die Gewinner und Verlierer des Liberalisierungsprozesses und analysiert die Folgen für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Liberalisierung des Textilmarktes, die WTO, das Multifaserabkommen (MFA), die Uruguay-Runde, das ATC (Agreement on Textiles and Clothing), handelspolitische Instrumente, Importzölle, Einfuhrquoten, Protektionismus, Weltwirtschaft, Gewinner und Verlierer, deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt die WTO bei der Liberalisierung des Textilmarkts?
Die WTO schuf durch das "Agreement on Textiles and Clothing" (ATC) den Rahmen, um den zuvor stark protektionistischen Textilhandel wieder in die allgemeinen GATT-Regeln zu integrieren.
Was war das Multifaserabkommen (MFA)?
Das MFA war ein System von Quoten, das den Export von Textilien aus Entwicklungsländern in Industrieländer begrenzte, um die heimischen Industrien im Westen zu schützen.
Wer sind die Gewinner der Textilmarktliberalisierung?
Vor allem China und Indien konnten ihre Marktanteile durch den Wegfall von Quoten massiv ausbauen und gehören zu den Hauptprofiteuren des Prozesses.
Welche Auswirkungen hat die Liberalisierung auf die deutsche Industrie?
Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie musste sich stark spezialisieren oder Produktionen auslagern, da sie im Massenmarkt nicht mehr mit Billiglohnländern konkurrieren konnte.
Was sind nicht-tarifäre Handelshemmnisse im Textilhandel?
Dazu zählen insbesondere Einfuhrquoten, die den Marktzugang behindern, ohne direkte Zölle zu erheben, aber dennoch hohe Kosten für Konsumenten verursachen.
Warum gilt der Textilsektor als Musterbeispiel für Protektionismus?
Weil über Jahrzehnte hinweg komplexe Abkommen und Quotenregelungen genutzt wurden, um den freien Handel in diesem Sektor stärker zu unterbinden als in fast jedem anderen Industriebereich.
- Quote paper
- Oksana Czarny (Author), 2008, Die Liberalisierung des Textilmarkts im Rahmen der WTO und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132811