Nach dem Lehrplan der sechsstufigen Realschule in Bayern wird im Unterricht der siebten Klasse im Fach Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen der Wirtschaftskreislauf besprochen.
Er ist ein Teil des ersten Themengebiets „Wirtschaftliches Handeln in privaten Haushalten und Unternehmen“.
Die Schüler lernen die Teilbereiche „Wirtschaftliches
Handeln in der Familie“ und „Wirtschaftliches Handeln in Unternehmen“ kennen.
Durch das Modell des Wirtschaftskreislaufes sollen ihnen der Zusammenhang und das
Zusammenspiel von Familie und Unternehmen aufgezeigt werden.
Das Fach Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen ist für
Inhaltsverzeichnis
1 Klärung der Zielsetzung
1.1 Begründung von der Sache her
1.1.1 Der einfache Wirtschaftskreislauf
1.1.2 Der erweiterte Wirtschaftskreislauf
1.1.3 Der vollständige Wirtschaftskreislauf
1.1.4 Der Wirtschaftskreislauf einer offenen Volkswirtschaft
1.2 Begründung vom Bildungsziel her
1.2.1 Beitrag zur fachlichen Bildung
1.2.2 Beitrag Bewältigung spezifischer Lebenssituationen
1.2.3 Beitrag zur Haltungsbildung
1.3 Begründung von der Individuallage her
1.3.1 Voraussetzungen bei den Schülern
1.3.2 Umweltbedingungen unter denen die Schüler lernen
1.4 Festlegung der Lernziele
2 Planung und Begründung des methodischen Entwurfs
2.1 Der Gestaltungsgedanke
2.2 Die methodische Struktur
2.3 Unterrichtsverfahren
2.4 Auswahl und Einsatz von Unterrichtsmitteln
2.5 Die Organisation des Unterrichtsablaufs
3 Plan der Durchführung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit entwirft eine Unterrichtseinheit für die siebte Klasse der Realschule, die den Wirtschaftskreislauf als zentrales Modell einführt. Ziel ist es, den Schülern das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Wirtschaftssektoren anhand eines didaktisch aufbereiteten Märchens verständlich zu vermitteln und die Anwendung auf die reale Wirtschaft zu ermöglichen.
- Einführung in das Modell des Wirtschaftskreislaufs
- Funktionsweise und Interaktion der Sektoren Haushalt, Unternehmen, Staat und Ausland
- Methodische Gestaltung eines induktiven Unterrichts für die siebte Jahrgangsstufe
- Förderung wirtschaftlicher Grundbildung und Verständnis von Tauschvorgängen
Auszug aus dem Buch
1.1.1 Der einfache Wirtschaftskreislauf
Der einfache Wirtschaftskreislauf konzentriert sich auf die Beziehungen zwischen dem Sektor Haushalt und dem Sektor Unternehmen, es bestehen keine außenwirtschaftlichen Beziehungen und auch der Staat greift nicht in das Wirtschaftsleben ein
Als privater Haushalt werden sowohl die in einem Haushalt wohnenden Personen (Mehrpersonenhaushalt) bezeichnet, die im Hinblick auf die Einkommensverwendung gemeinsam wirtschaften als auch allein wohnende und wirtschaftende Personen (Einpersonenhaushalte). Ferner gehören auch die so genannten privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter dazu z.B. Kirchen Parteien, Gewerkschaften. Die privaten Haushalte stellen die Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital den Unternehmen zur Verfügung. Sie produzieren keine Güter selbst und verbrauchen ihr gesamtes Einkommen.
Der Sektor Unternehmen umfasst alle Institutionen, die vorwiegend Waren und Dienstleistungen produzieren bzw. erbringen und diese gegen ein Entgelt verkaufen. Dazu gehören z.B. Industrie- und Handelsunternehmen, Handwerksbetriebe, Kreditinstitute, landwirtschaftliche Betriebe, Bundesbahn. Um Güter und Dienstleistungen produzieren zu können, brauchen die Unternehmen die Arbeitskraft der Haushalte, welche sie mit Löhnen und Gehältern vergüten. Die hergestellten Güter werden über Gütermärkte wieder an die Haushalte verkauft
Lieferungen und Zahlungen zwischen Unternehmen bzw. der Güter- und Zahlungsverkehr zwischen den Haushalten wird im Modell des Wirtschaftskreislaufes nicht erfasst.
Das Modell des einfachen Wirtschaftskreislaufs geht von einer stationären Wirtschaft aus, d.h. es findet weder ein Wachstum noch eine Verringerung der Produktion und des Konsums statt. Die Rahmenbedingungen wie Bevölkerungszahl, Konsumgewohnheiten, technischer Stand ändern sich nicht. Eine stationäre Wirtschaft befindet sich in einem langfristigen Gleichgewicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Klärung der Zielsetzung: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit des Themas aus sachlicher, bildungspolitischer und schülerbezogener Sicht und definiert die Lernziele der Unterrichtseinheit.
2 Planung und Begründung des methodischen Entwurfs: Hier wird die didaktische Strategie erläutert, insbesondere der Einsatz eines Märchens als Einstieg, sowie die methodische Struktur, das Unterrichtsverfahren und der Einsatz von Lehrmitteln beschrieben.
3 Plan der Durchführung: Dieses Kapitel detailliert den zeitlichen und inhaltlichen Verlauf der Unterrichtsstunde Schritt für Schritt, von der Einleitung bis zum Abschluss.
Schlüsselwörter
Wirtschaftskreislauf, Realschule, Betriebswirtschaftslehre, Sektoren, Haushalte, Unternehmen, Staat, Ausland, Güterströme, Geldströme, Lehrplan, Unterrichtsentwurf, Wirtschaftliches Handeln, Transferzahlungen, Grundbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Konzeption einer Unterrichtseinheit zum Thema Wirtschaftskreislauf für die siebte Klasse an einer Realschule.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Zentrum stehen der einfache, erweiterte und vollständige Wirtschaftskreislauf sowie die ökonomischen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Wirtschaftssubjekten wie Haushalten, Unternehmen, dem Staat und dem Ausland.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Schülern ein solides Verständnis für die grundlegenden Mechanismen einer Volkswirtschaft zu vermitteln und sie durch einen altersgerechten, methodisch induktiven Ansatz zur aktiven Mitarbeit zu motivieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?
Es wird ein methodisch-didaktischer Stundenentwurf erstellt, der auf einer induktiven Vorgehensweise basiert: Ausgehend von einem abstrakten Märchenbeispiel leiten die Schüler die Gesetzmäßigkeiten des Wirtschaftskreislaufs ab.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Zielsetzung, die methodische Planung des Unterrichts (Gestaltungsgedanke, Struktur, Verfahren) und den konkreten Ablaufplan der Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wirtschaftskreislauf, ökonomische Bildung, Unterrichtsentwurf, Sektorenmodell und methodische Didaktik charakterisiert.
Warum wird ein Märchen als Einstieg in das Thema gewählt?
Das Märchen dient als roter Faden und abstraktes Modell, um den Schülern einen leichteren Zugang zu den komplexen Strukturen des Wirtschaftskreislaufs zu ermöglichen und ganzheitliche Denkprozesse zu fördern.
Wie werden die Schüler aktiv in den Unterricht einbezogen?
Durch die Arbeit mit verteilten Rollen beim Lesen des Märchens, das Ausfüllen von Arbeitsblättern im Lehrer-Schüler-Gespräch und die praktische Arbeit am Tageslichtprojektor werden die Schüler direkt in den Lernprozess integriert.
Welche Rolle spielt die Differenzierung in diesem Entwurf?
Die Arbeit berücksichtigt die unterschiedlichen Leistungsniveaus der Schüler, indem sie besonders leistungsschwächere Schüler durch konkrete Hilfestellungen auf Arbeitsblättern und motivierende Lehrer-Schüler-Gespräche aktiv einzubinden versucht.
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- Verena Kellberger (Author), 2009, Unterrichtsstunde: Der Wirtschaftskreislauf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132535