Die vorliegende Hausarbeit thematisiert Ciceros Aufblühen mit seiner Anwaltstätigkeit und befasst sich mit der Fragestellung: „Welche Auswirkung hatte die Rede für Sextus Roscius aus Ameria auf Ciceros Eintritt in die Ämterlaufbahn?“. Dazu werden zunächst die Bedingungen für einen homo novus vorgestellt, die eine politische Karriere beginnen wollten. Anschließend wird auf die Anwaltstätigkeit Ciceros eingegangen und erklärt, wie er zum Prozess von Sextus Roscius gelang, um später diesen Prozess näher zu analysieren. Nachdem der Prozess vorgestellt wurde, werden die daraus entstandenen Auswirkungen für den Eintritt in die Ämterlaufbahn herausgearbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bedingungen
3. Erste Bekanntmachung als Anwalt
4. Prozess von Sextus Roscius und die Auswirkung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Ciceros Verteidigungsrede für Sextus Roscius aus Ameria auf seinen erfolgreichen Einstieg in die römische Ämterlaufbahn (cursus honorum) als homo novus.
- Politisches Umfeld und Bedingungen für den Aufstieg in Rom
- Ciceros frühe Anwaltstätigkeit und strategische Karriereplanung
- Die Verteidigung des Sextus Roscius als Wendepunkt
- Analyse der Rolle von Netzwerken und Ansehen für den Erfolg
- Der Weg zum ersten Amt (Quästur)
Auszug aus dem Buch
Prozess von Sextus Roscius und die Auswirkung
Nach seinem Erfolg im Prozess von Quinctius geriet Cicero im Jahre 80 v. Chr. an einem Fall, mit dem er einen Namen machen durfte. Er wurde von einflussreichen Aristokraten ausgewählt, um seinen ersten Strafprozess zu führen. Daraus ist abzuleiten, dass Cicero schon nach dem Prozess von Quinctius einen Ruf erlangt hatte. Es handelte sich um einen Mordprozess, welcher nach langer Zeit erst wieder geführt wurde.
Cicero sollte Sextus Roscius aus Ameria verteidigen, der wegen Vatermord angeklagt war. Die Ermordung geschah im Jahre 81 v. Chr. nach dem Ende der Proskriptionen und Vermögenseinziehungen, wobei der Name des Vaters, ebenfalls Sextus Roscius, nachträglich auf die Liste der Geächteten gesetzt worden war. Vier Tage nach dem Fall hatten nämlich zwei verfeindete Verwandte des Ermordeten den Freigelassenen mächtigen Lucius Cornelius Chrysogonus, der Sullas Günstling war, über die Ermordung informiert, der den Namen in die Liste schmuggelte, obwohl dieser Sulla gegenüber treu war. Dadurch konnte er das dem Staat verfallene Vermögen über ein Wert von sechs Millionen Sesterzen für 2000 Sesterzen abkaufen. Einer der verfeindeten Verwandten bekam drei Landgüter, der andere wurde zu Chrysogonus‘ Verwalter und Geschäftsführer.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Person Cicero, seines Hintergrunds und der zentralen Fragestellung bezüglich der Auswirkungen seiner Anwaltstätigkeit auf seine politische Karriere.
2. Bedingungen: Analyse der politischen Rahmenbedingungen zur Zeit Sullas und der Herausforderungen für einen homo novus, der ohne familiäre Privilegien aufsteigen wollte.
3. Erste Bekanntmachung als Anwalt: Darstellung der frühen Verteidigungsrede für Publius Quinctius als ersten, jedoch weniger wirkmächtigen Schritt in seiner juristischen Laufbahn.
4. Prozess von Sextus Roscius und die Auswirkung: Detaillierte Betrachtung des Mordprozesses gegen Sextus Roscius, der Cicero aufgrund seiner mutigen Verteidigung gegen Sullas Günstling zu hohem Ansehen verhalf.
5. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass der medienwirksame Prozess den Grundstein für Ciceros politisches Netzwerk legte und den erfolgreichen Weg zur Quästur ebnete.
Schlüsselwörter
Cicero, Römisches Reich, cursus honorum, homo novus, Sextus Roscius, Anwaltstätigkeit, Verteidigungsrede, Sulla, Lucius Cornelius Chrysogonus, politische Karriere, Ritterstand, Quästur, Strafprozess, Machtverhältnisse, Ämterlaufbahn
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Beginn der политиischen Laufbahn von Marcus Tullius Cicero und der Frage, wie ihm seine juristische Tätigkeit den Aufstieg in die römische Ämterlaufbahn ermöglichte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind das politische System der späten römischen Republik, die Hindernisse für Aufsteiger aus dem Ritterstand sowie die Strategien, mit denen Cicero durch öffentliche Prozesse Ansehen und Unterstützung gewann.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit geht der Frage nach, welche konkrete Auswirkung die Verteidigungsrede für Sextus Roscius aus Ameria auf Ciceros Eintritt in die Ämterlaufbahn hatte.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse historischer Quellen, Biographien und Fachliteratur zur römischen Geschichte, um Ciceros juristische und politische Entwicklung zu rekonstruieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Bedingungen für politische Aufsteiger, die erste Bekanntmachung durch den Prozess um Publius Quinctius und die ausführliche Analyse des Prozesses um Sextus Roscius.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Cicero, homo novus, cursus honorum, Sextus Roscius und Anwaltstätigkeit.
Warum war der Prozess gegen Sextus Roscius so gefährlich für Cicero?
Der Prozess war gefährlich, da Cicero einen Klienten verteidigte, der gegen Lucius Cornelius Chrysogonus, einen einflussreichen Günstling des Diktators Sulla, stand, und somit die Mächtigen in Rom herausforderte.
Wie gelang es Cicero letztlich, das notwendige Vermögen für sein politisches Amt aufzubringen?
Neben seinem beruflichen Erfolg als Anwalt löste Cicero das finanzielle Problem für seine Bewerbung zur Quästur durch eine vorteilhafte Heirat.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Welche Auswirkung hatte die Rede für Sextus Roscius aus Ameria auf Ciceros Eintritt in die Ämterlaufbahn?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325058