Lage, Die Korntaler Brüdergemeinde als Vorbild, Urbarmachung von Land als Hintergund für die Entstehung von Wilhelmsdorf, Gründung von Wilhelmsdorf, Zahlreiche Anfangsschwierigkeiten, Entstehung zahlreicher sozial-karikativer Einrichtungen, Wilhelmsdorf nach der Gemeindereform, Literaturhinweise.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Lage von Wilhelmsdorf
2. Die Korntaler Brüdergemeinde als Vorbild
3. Urbarmachung von Land als Hintergrund für die Entstehung von Wilhelmsdorf
4. Die Gründung von Wilhelmsdorf
5. Verschiedene Anfangsschwierigkeiten
6. Die Entstehung zahlreicher sozial-karitativer Einrichtungen
7. Wilhelmsdorf nach der Gemeindereform
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zeichnet die historische Genese der Gemeinde Wilhelmsdorf nach, von ihrer Gründung im frühen 19. Jahrhundert als pietistische Siedlung bis hin zu ihrer Rolle als modernes diakonisches und schulisches Zentrum nach der Gemeindereform.
- Die Bedeutung der Korntaler Brüdergemeinde als ideelles Vorbild.
- Herausforderungen bei der Urbarmachung des Pfrungener Rieds.
- Der Aufbau einer sozialen Infrastruktur und Bildungseinrichtungen.
- Die wirtschaftliche Transformation und Gemeindereform 1973.
Auszug aus dem Buch
Die Gründung von Wilhelmsdorf
Die Korntaler Brüdergemeinde, die sich nun in einem gewissen Zugzwang befand, wollte das Angebot des Königs hingegen nicht ablehnen. Man ging von der Gewährung gleicher Prinzipien wie für Korntal aus, außerdem wollte man den König nicht verprellen und auch den Gegenbeweis antreten, dass Pietisten faule Leute seien.
Es war aber hauptsächlich Notar Hoffmann, der dies mit seinem grenzenlosen Optimismus durchsetzte, entgegen einem auch in Korntal bekannten königlichen Gutachten. Dies lautete alles andere als günstig. Zwar sei die Kultivierung durchaus möglich, aber höchst unrentabel. Sie würde 10 bis 15 Jahre dauern und die Kosten aus dieser Fläche Getreideland zu schaffen, lägen zwei- dreimal so hoch wie der Preis für gutes Ackerland. Der Gutachter folgerte daraus, dass dies sei nur etwas für Leute wäre, die zu dieser Kultivierung gezwungen seien.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Lage von Wilhelmsdorf: Beschreibt die geografische Verortung der Gemeinde auf einem Moränehügel am Pfrungener Ried.
2. Die Korntaler Brüdergemeinde als Vorbild: Erläutert die religiösen und wirtschaftlichen Motive der pietistischen Auswanderungsbewegung und die Gründung der Korntaler Kolonie.
3. Urbarmachung von Land als Hintergrund für die Entstehung von Wilhelmsdorf: Beleuchtet den politischen Druck der Regierung auf die Brüdergemeinde, durch Urbarmachung von Sumpfland einen volkswirtschaftlichen Nutzen zu erbringen.
4. Die Gründung von Wilhelmsdorf: Schildert die schwierige Anfangsphase, die Siedlungsplanung und die Motivation der Gründer unter der Führung von Notar Hoffmann.
5. Verschiedene Anfangsschwierigkeiten: Berichtet von den Problemen mit der Trinkwasserversorgung, der Bodenbeschaffenheit und der wirtschaftlichen Verschuldung.
6. Die Entstehung zahlreicher sozial-karitativer Einrichtungen: Analysiert den Aufbau von Schulen und Heimen, die den Grundstein für den späteren Ruf von Wilhelmsdorf legten.
7. Wilhelmsdorf nach der Gemeindereform: Dokumentiert die strukturellen Veränderungen durch die Gemeindereform 1973 und die Etablierung als Bildungs- und Diakoniezentrum.
Schlüsselwörter
Wilhelmsdorf, Korntaler Brüdergemeinde, Pietismus, Pfrungener Ried, Wilhelm Hoffmann, Urbarmachung, Landwirtschaft, Gemeindereform, Diakonie, Bildungseinrichtungen, Siedlungsgeschichte, Sozial-karitative Einrichtungen, Württemberg, Siedlungsbau, Ziegler’sche Anstalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Gründungsgeschichte und der historischen Entwicklung der württembergischen Gemeinde Wilhelmsdorf von ihren Anfängen bis in die 1970er Jahre.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Die zentralen Felder sind die religiöse Motivation der pietistischen Siedler, die landwirtschaftliche Kultivierung des Pfrungener Rieds sowie die Etablierung diakonischer Institutionen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Transformationsprozess von einer mühsam kultivierten pietistischen Siedlung hin zu einem bedeutenden Bildungs- und Dienstleistungszentrum aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?
Es handelt sich um eine historische Dokumentation, die auf zeitgenössischen Aufzeichnungen, Pfarrchroniken und publizierten Quellen zur Gemeindeentwicklung basiert.
Was behandelt der Hauptteil?
Der Hauptteil analysiert die Gründungsphase, die schwierigen Standortbedingungen, die Überwindung der Verschuldung und den gezielten Aufbau sozialer sowie schulischer Einrichtungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Pietismus, Landeskultivierung, Brüdergemeinde, diakonische Arbeit und die Rolle Wilhelmsdorfs als regionales Schulzentrum.
Warum war der Ort Korntal für Wilhelmsdorf so bedeutend?
Korntal diente als ideelles und rechtliches Vorbild für die Gründung, da es als Brüdergemeinde spezielle religiöse Privilegien genoss, die auf Wilhelmsdorf übertragen wurden.
Welche Rolle spielten die Ziegler'schen Anstalten für die Gemeinde?
Die Anstalten waren essenziell für die diakonische Identität von Wilhelmsdorf und sicherten durch die Pflege von Hör- und Sprachbehinderten sowie Suchtkranken die wirtschaftliche Bedeutung des Ortes.
Wie hat sich die Gemeindestruktur 1973 verändert?
Durch die Gemeindereform wuchs das Gebiet von 200 auf 3.800 Hektar an, indem die Gemeinden Esenhausen, Pfrungen und Zußdorf sowie weitere Ortschaften eingegliedert wurden.
- Arbeit zitieren
- Dr., M.A. Roland Engelhart (Autor:in), 1991, Essay über die Gründung und Geschichte von Wilhelmsdorf bei Ravensburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132481