Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit "Scaling Social Impact"-Ansätzen bei Nonprofit-Organisationen. Der "Open-Innovation"-Ansatz, der bislang vor allem bei privatwirtschaftlichen Unternehmen Berücksichtigung fand, wird im Kontext dieser Untersuchung auf die spezifische Form von Nonprofit-Organisationen angewandt. Geprüft wird dabei, inwieweit dieser Ansatz einerseits auf Nonprofit-Organisationen übertragbar ist, andererseits als neuartige "Scaling"-Strategie zur Anwendung kommen könnte. Die Untersuchungsgrundlage dieser Ausarbeitung baut auf den spezifischen Charakteristika von Nonprofit-Organisationen und den aus bestehenden "Scaling"-Strategien herausgearbeiteten Anforderungskriterien an neue "Scaling"-Ansätze auf. Die theoretisch abgeleiteten Befunde zeigen hierbei, dass der "Open-Innovation"-Ansatz trotz seines privatwirtschaftlichen Ursprungs generell auf Nonprofit-Organisationen übertragbar ist und unter Berücksichtigung von bestimmten Umsetzungsfaktoren zudem als adäquate "Scaling"-Strategie angesehen werden kann. Insofern erweist sich der "Open-Innovation"-Ansatz gegenüber bestehenden "Scaling"-Strategien als eine erfolgsversprechende Alternative, die im Hinblick auf die Ausgestaltung im Sinne eines fundierten Handlungsrahmens zukünftig noch genauer zu untersuchen wäre.
Inhaltsverzeichnis
- Abstract/Keywords
- Inhaltsverzeichnis
- Anhangsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Nonprofit-Organisationen
- 2.1. Begriffliche Abgrenzung
- 2.2. Funktion und Bedeutung
- 2.3. Problemfelder und Herausforderungen
- 3. Scaling Social Impact-Ansätze
- 3.1. Konzeptionelle Grundlagen und Systematisierung
- 3.2. Umsetzungsmöglichkeiten und -probleme bei Nonprofit-Organisationen
- 3.3. Anforderungskriterien an neue Scaling-Ansätze
- 4. Open-Innovation als Scaling-Ansatz
- 4.1. Basisidee der Open-Innovation
- 4.2. Open-Innovation-Ansätze
- 4.2.1. Konzeption nach H. W. Chesbrough
- 4.2.2. Konzeption nach R. Reichwald/ F. Piller
- 4.2.3. Zusammenführung und Ergänzung der Konzeptionen
- 4.3. Implikationen des Open-Innovation-Ansatzes für Nonprofit-Organisationen
- 4.3.1. Übertragbarkeit auf den Nonprofit-Bereich
- 4.3.2. Eignung als Scaling-Ansatz
- 5. Abschließende Bemerkungen und Ausblick
- Anhang
- Literaturverzeichnis
Anhangsverzeichnis
- Anhang 1: Der Closed-Innovation-Ansatz
- Anhang 2: Die Kreislauflogik des Closed-Innovation-Ansatzes
- Anhang 3: Die Kreislauflogik des Open-Innovation-Ansatzes
- Anhang 4: Der Open-Innovation-Ansatz
- Anhang 5: Kernprozesse des Open-Innovation-Ansatzes
- Anhang 6: Beurteilung des Open-Innovation-Ansatzes (Zusammenfassung)
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der Frage, wie der Open-Innovation-Ansatz, der bislang vor allem in der Privatwirtschaft Anwendung findet, auf Nonprofit-Organisationen übertragen und als „Scaling"-Strategie zur Steigerung des sozialen Impact eingesetzt werden kann. Die Arbeit analysiert die spezifischen Herausforderungen von Nonprofit-Organisationen im Kontext von „Scaling Social Impact" und untersucht, inwieweit der Open-Innovation-Ansatz als erfolgversprechende Alternative zu bestehenden „Scaling"-Strategien dienen kann.
- Übertragbarkeit des Open-Innovation-Ansatzes auf Nonprofit-Organisationen
- Eignung des Open-Innovation-Ansatzes als „Scaling"-Strategie
- Anforderungen an neue „Scaling"-Ansätze im Nonprofit-Sektor
- Herausforderungen von Nonprofit-Organisationen im Kontext von „Scaling Social Impact"
- Vergleich des Open-Innovation-Ansatzes mit anderen „Scaling"-Strategien
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas „Scaling Social Impact" im Kontext der Herausforderungen von Nonprofit-Organisationen dar. Sie beleuchtet die wachsenden Anforderungen an Nonprofit-Organisationen, ihren sozialen Impact zu skalieren, und die damit verbundenen Schwierigkeiten, die notwendigen Ressourcen bereitzustellen.
Kapitel 2 beschäftigt sich mit den spezifischen Charakteristika von Nonprofit-Organisationen. Es werden die begriffliche Abgrenzung, die Funktion und Bedeutung sowie die Problemfelder und Herausforderungen von Nonprofit-Organisationen im Detail beleuchtet.
Kapitel 3 analysiert verschiedene „Scaling Social Impact"-Ansätze. Es werden die konzeptionellen Grundlagen und die Systematisierung von „Scaling"-Strategien vorgestellt, sowie die Umsetzungsmöglichkeiten und -probleme bei Nonprofit-Organisationen diskutiert. Darüber hinaus werden die Anforderungskriterien an neue „Scaling"-Ansätze im Kontext der spezifischen Herausforderungen von Nonprofit-Organisationen erörtert.
Kapitel 4 stellt den Open-Innovation-Ansatz als potenzielle „Scaling"-Strategie für Nonprofit-Organisationen vor. Es werden die Basisidee der Open-Innovation, verschiedene Konzeptionen des Ansatzes sowie die Implikationen für Nonprofit-Organisationen im Detail analysiert. Die Übertragbarkeit des Open-Innovation-Ansatzes auf den Nonprofit-Bereich und seine Eignung als „Scaling"-Strategie werden kritisch beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Open-Innovation-Ansatz, „Scaling Social Impact", Nonprofit-Organisationen, Social Impact, Closed-Innovation-Ansatz, Lead-User-Ansatz, Scaling-deep, Scaling-out, Scaling-up, sowie die Herausforderungen und Chancen der Skalierung von sozialen Innovationen im Nonprofit-Sektor.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Scaling Social Impact"?
Damit ist die Strategie gemeint, die positive gesellschaftliche Wirkung einer Nonprofit-Organisation (NPO) zu vergrößern, etwa durch Ausweitung der Programme oder Erhöhung der Reichweite.
Kann der "Open-Innovation"-Ansatz auf NPOs übertragen werden?
Ja, die Untersuchung zeigt, dass Open Innovation trotz ihres Ursprungs in der Privatwirtschaft eine adäquate Strategie für NPOs sein kann, um durch externe Zusammenarbeit soziale Wirkungen zu skalieren.
Was ist der Unterschied zwischen "Scaling-up" und "Scaling-out"?
"Scaling-up" bezieht sich oft auf die Beeinflussung von Gesetzen und Systemen, während "Scaling-out" die geografische Verbreitung oder die Erreichung von mehr Menschen mit derselben Lösung meint.
Welche Rolle spielt der "Lead-User-Ansatz" bei NPOs?
Lead-User sind Nutzer, die Bedürfnisse haben, bevor der Massenmarkt sie spürt. NPOs können von ihnen lernen, um innovative soziale Lösungen zu entwickeln.
Was sind die größten Herausforderungen für NPOs beim Skalieren?
Zu den Hürden gehören begrenzte finanzielle Ressourcen, die Schwierigkeit, soziale Innovationen zu standardisieren, und die Notwendigkeit, die Qualität bei steigender Quantität zu halten.
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- Dipl. Betriebswirt (Univ.) Thomas Martin Fojcik (Author), 2009, Scaling Social Impact, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132421