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Posttraumatische Belastungsstörung bei Jugendlichen. Entwicklung einer Informationsbroschüre über Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene

Title: Posttraumatische Belastungsstörung bei Jugendlichen. Entwicklung einer Informationsbroschüre über Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene

Bachelor Thesis , 2015 , 66 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Gordon Kruse (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Die vorliegende Arbeit behandelt Posttraumatische Belastungsstörung bei Jugendlichen. Diesen Sachverhalt möchte ich in meiner Arbeit aufgreifen und eine Informationsbroschüre entwickeln, die betroffenen Jugendlichen in kurzer, überschaubarer und einfacher Form über Hintergrundwissen, Hilfestellungen und Informationen zum Thema Posttraumatische Belastungsstörung und deren Behandlungsmöglichkeiten vermittelt.
Der erste Teil der Arbeit erfolgt mit einer Darstellung der Entwicklung der Informationsbroschüre. In diesem Punkt werden der Aufbau, die Wahl und die dazugehörigen Begründungen der für mich inhaltlich relevanten Aspekte aufgezeigt. Im zweiten Teil findet sich eine ausführliche Ausarbeitung der inhaltlich relevanten Themen der Informationsbroschüre.

Sexueller Missbrauch, körperliche und seelische Gewalt oder Vernachlässigung sind häufige Beispiele für Traumatisierungen im Jugendalter. Es gibt betroffene Jugendliche, die zeigen auf diese traumatischen Erfahrungen keinerlei negative Reaktionen. Ein Teil der Jugendlichen hat mit den Folgen einer Posttraumatischen Belastungsstörung zu kämpfen. Während meiner Beschäftigung in einem betreuten Wohnen für psychisch kranke Menschen, arbeitete ich mit traumatisierten Jugendlichen. Besonders auffällig war dabei, dass die Wenigsten wussten, unter welcher Krankheit sie direkt leiden und was man effektiv dagegen tun kann. Laut dem Sozialgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland hat jeder Jugendliche ein Recht auf Versorgung und Behandlung. Das Versorgungsnetzwerk für Betroffene ist gut ausgebaut, dennoch ist das Finden einer passenden Behandlungsmöglichkeit und der damit verbunden psychotherapeutischen Therapieansätze für Jugendliche ohne weitere Unterstützung oft nicht einfach.

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Inhaltsverzeichnis

1. Entwicklung und Aufbau der Informationsbroschüre

1.1 Zielsetzung

1.2 Aufbau und Inhalt

2. Was ist ein Psychotrauma?

2.1 Definitionen Trauma

2.2 Prävalenz traumatischer Ereignisse im Jungendalter

2.3 Traumata-Typen

3. Der Trauma Prozess – Verlauf der Traumatisierung nach Fischer und Riedesser

4. Risikogruppen

5. Reaktionen und Symptombildungen als Folge des Traumas

5.1 Psychischer Schock

5.2 Akute Belastungsreaktion

5.3 Posttraumatische Belastungsstörung

5.4 Welche anderen Symptome können nach einem Trauma auftreten?

6. Diagnostik der Posttraumatischen Belastungsstörung

7. Überblick über das Versorgungssystem für Jugendliche

7.1 Versorgung im Gesundheitswesen

7.2 Versorgung in der Jugendhilfe

8. Hilfeangebote im Überblick

8.1 Sozialpsychiatrischer Dienst

8.1.1 Die Aufgaben des Sozialpsychiatrischen Dienst

8.2 Online Beratungsstellen

8.2.1 Moderiertes Diskussionsforum

8.2.2 Der moderierte Gruppen-Chat für Jugendliche

8.2.3 E-Mail Beratung

8.3 Anonyme Seelsorge und Beratung am Telefon der TelefonSeelsorge

9. Selbsthilfe

10. Psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten

10.1 Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

10.2 Eye Movement Desensitizations and Reprocessing (EMDR)

10.2.1 Die Acht Phasen der EMDR-Behandlung

10.3 Psychodynamisch-imaginative- Traumatherapie (PITT)

10.4 Psychopharmakotherapie (PPT)

10.5 Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT)

10.6 Progressive Muskelentspannung (PME)

11. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, Jugendlichen, die von einer Posttraumatischen Belastungsstörung betroffen sind, durch eine zielgruppengerechte Informationsbroschüre Unterstützung zu bieten. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie Informationen über psychische Traumatisierung, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten in einer für Jugendliche verständlichen und niederschwelligen Weise vermittelt werden können, um den Zugang zum Hilfesystem zu erleichtern.

  • Grundlagenwissen zu Psychotrauma und Traumafolgestörungen bei Jugendlichen.
  • Darstellung der verschiedenen Traumata-Typen und des Trauma-Prozesses nach Fischer und Riedesser.
  • Erläuterung von Reaktionen und Symptombildungen sowie der Diagnostik.
  • Überblick über das Versorgungssystem und spezifische institutionelle Hilfeangebote.
  • Darstellung evidenzbasierter psychotherapeutischer Behandlungsmethoden und Selbsthilfestrategien.

Auszug aus dem Buch

Typ I Traumata:

Kurz andauernde, akute und einmalige Traumata. die plötzlich oder überraschend auftreten, wie zum Beispiel eine Vergewaltigung oder ein Autounfall. Dabei prägt sich das Ereignis oft mit den kleinsten Details in das Gedächtnis der betroffenen Person ein. Zudem haben die Betroffenen meist eine schlimme Vorahnung auf das, was passieren wird. Dabei sind die psychischen Folgen gravierend und können sich akut oder zeitversetzt Störungen bilden (Hausmann 2006). Fischer und Riedesser 2003 sprechen in diesem Zusammenhang auch von „one single blows“ und meinen damit ein einmaliges überwältigendes Vorkommnis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entwicklung und Aufbau der Informationsbroschüre: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe und die methodische Konzeption der Broschüre, die darauf ausgelegt ist, Jugendlichen komplexe medizinische Inhalte niederschwellig zu vermitteln.

2. Was ist ein Psychotrauma?: Hier werden grundlegende Begriffsdefinitionen erarbeitet, die Prävalenz traumatischer Ereignisse im Jugendalter beleuchtet sowie verschiedene Traumata-Typen differenziert.

3. Der Trauma Prozess – Verlauf der Traumatisierung nach Fischer und Riedesser: Das Kapitel stellt das Modell der drei Phasen von Fischer und Riedesser vor, um den dynamischen Verlauf einer psychischen Traumatisierung systematisch zu veranschaulichen.

4. Risikogruppen: Dieser Abschnitt identifiziert spezifische Personengruppen wie Flüchtlingskinder oder Pflegekinder, die ein erhöhtes Risiko aufweisen, traumatische Erfahrungen zu machen.

5. Reaktionen und Symptombildungen als Folge des Traumas: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit akuten Belastungsreaktionen, dem psychischen Schock sowie der Posttraumatischen Belastungsstörung und begleitenden Symptomen.

6. Diagnostik der Posttraumatischen Belastungsstörung: Dieses Kapitel behandelt die medizinischen Klassifikationssysteme (ICD-10, DSM-IV) und die Notwendigkeit einer fachärztlichen Diagnose zur Vermeidung von Fehlbehandlungen.

7. Überblick über das Versorgungssystem für Jugendliche: Es wird der Unterschied zwischen dem gesundheitsorientierten Versorgungsansatz und den ressourcenzentrierten Konzepten der Jugendhilfe dargestellt.

8. Hilfeangebote im Überblick: Der Fokus liegt auf konkreten Anlaufstellen wie dem Sozialpsychiatrischen Dienst, Online-Beratungsangeboten und der TelefonSeelsorge, die niederschwellige Unterstützung bieten.

9. Selbsthilfe: Hier werden hilfreiche Strategien für Betroffene zur Selbstregulierung angeboten, insbesondere in den Bereichen Schlafhygiene, Ernährung, Bewegung und dem Umgang mit bedrohlichen Erinnerungen.

10. Psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten: Das umfangreiche Kapitel vergleicht etablierte Therapieformen wie KVT, EMDR, PITT, Pharmakotherapie sowie entspannungsorientierte Verfahren hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei Jugendlichen.

11. Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert den aktuellen Forschungsstand und konstatiert den Bedarf an weiterer wissenschaftlicher Evidenz für spezifische Jugendtherapieprogramme sowie an ausgebauten Versorgungsstrukturen wie Traumambulanzen.

Schlüsselwörter

Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Jugendliche, Psychotrauma, EMDR, Kognitive Verhaltenstherapie, Traumapädagogik, Sozialpsychiatrischer Dienst, Krisenintervention, Traumaexposition, Psychopharmakotherapie, Selbsthilfe, Versorgungssystem, Jugendhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit behandelt die Entwicklung einer zielgruppengerechten Informationsbroschüre für Jugendliche, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden oder traumatische Erfahrungen verarbeiten müssen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit deckt die Definition und Diagnose von Traumata, die Symptomatik bei Jugendlichen, das bestehende Versorgungssystem in Deutschland sowie verschiedene evidenzbasierte psychotherapeutische Behandlungsmethoden und Selbsthilfeansätze ab.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist die theoretische Fundierung und Erstellung einer leicht verständlichen Informationsquelle, die betroffenen Jugendlichen Hintergrundwissen vermittelt und den Zugang zu professionellen Hilfsangeboten erleichtert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Analyse aktueller psychotraumatologischer Fachliteratur sowie offizieller Statisiken zur Versorgungssituation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Traumas, die Darstellung der Symptomgruppen (Intrusion, Vermeidung, Überregung), einen detaillierten Überblick über Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten sowie eine fundierte Analyse psychotherapeutischer Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Zentrale Begriffe sind Posttraumatische Belastungsstörung, Jugendhilfe, Traumaverarbeitung, EMDR, KVT, Beratungsangebote und psychotherapeutische Behandlung.

Warum ist das Thema "Trauma bei Jugendlichen" spezifisch zu betrachten?

Jugendliche benötigen aufgrund ihrer entwicklungsbedingten Besonderheiten einen anderen diagnostischen und therapeutischen Rahmen als Erwachsene, was im Text durch die Notwendigkeit alterspezifischer Behandlungsangebote begründet wird.

Wie unterscheidet sich laut dem Autor die psychotherapeutische Behandlung von der psychiatrischen Versorgung?

Der Fokus der Psychotherapie liegt auf der verbalen Intervention und Aufarbeitung, während die psychiatrische Versorgung oft stärker auf Diagnose und gegebenenfalls auf psychopharmakologische Stützung ausgerichtet ist, wobei beide Ansätze bei Jugendlichen in Deutschland eng verzahnt sein sollten.

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Details

Title
Posttraumatische Belastungsstörung bei Jugendlichen. Entwicklung einer Informationsbroschüre über Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene
College
University of Applied Sciences Nuremberg  (Sozialwissenschaften)
Course
Psychologie
Grade
1,7
Author
Gordon Kruse (Author)
Publication Year
2015
Pages
66
Catalog Number
V1323468
ISBN (PDF)
9783346809964
ISBN (Book)
9783346809971
Language
German
Tags
Trauma Posttraumatische Belastungsstörung Jugendliche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gordon Kruse (Author), 2015, Posttraumatische Belastungsstörung bei Jugendlichen. Entwicklung einer Informationsbroschüre über Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1323468
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