Die Hausarbeit stellt die Frage, welche Relevanz der Ethik innerhalb der empirischen Sozialforschung zuteil wird. Zur Beantwortung dieser Forschungsfrage werden zunächst die Begriffe Forschung und Ethik definiert und ihre Beziehung untereinander. Außerdem wird die Zeit von 1933-1945 beleuchtet, in der unethische Forschungspraxis verheerende Folgen für viele Menschen hatte. An einem Beispiel wird dies veranschaulicht.
Im Anschluss wird erklärt welche Rolle der Nürnberger Kodex im Jahr 1947 hatte und welche Ziele er verfolgte. Zentrale Aspekte aktueller ethischen Normen werden genannt und anhand von drei Wissenschaftsskandalen wird deutlich, welche Relevanz ihnen zukommt. In diesem Zusammenhang werden der Tea Room Trade von 1970, das Stanford-Prison-Experiment von 1971 und Das Milgram Experiment von 1963 vorgestellt. Nachdem wichtige Gründe zur Einhaltung ethischer Kodizes reflektiert und erläutert werden, stellt der letzte Abschnitt zentrale Inhalte eines Ethikantrags vor und erklärt die Aufgaben einer Ethikkommission.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung.
- 2 Ethik und Forschung
- 2.1 Verletzung forschungsethischer Grundsätze im Nationalsozialismus...
- 2.2 Der Nürnberger Kodex.
- 3 Zentrale Prinzipien der Forschungsethik........
- 3.1 Freiwilliges und informiertes Einverständnis
- 3.2 Vermeidung der Schädigung aller Beteiligten
- 3.3 Absicherung von Anonymitäts- und Vertraulichkeitszusagen....
- 4 Relevanz der Einhaltung forschungsethischer Richtlinien….......
- 4.1 Zentrale Inhalte eines Ethikantrags in der empirischen Sozialforschung...
- 5 Fazit
- Literaturverzeichnis...
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Relevanz von ethischen Prinzipien in der empirischen Sozialforschung. Dabei werden zunächst die Begriffe Forschung und Ethik definiert und ihre Beziehung zueinander erläutert. Anschließend wird die Zeit von 1933-1945 beleuchtet, in der unethische Forschungspraxis verheerende Folgen für viele Menschen hatte. Im Anschluss wird der Nürnberger Kodex und seine Rolle im Jahr 1947 behandelt.
- Verletzung forschungsethischer Grundsätze im Nationalsozialismus
- Der Nürnberger Kodex und seine Bedeutung
- Zentrale Prinzipien der Forschungsethik
- Relevanz der Einhaltung forschungsethischer Richtlinien
- Zentrale Inhalte eines Ethikantrags
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik der Forschungsethik ein und stellt die zentrale Frage nach der Relevanz von Ethik in der empirischen Sozialforschung. Die Arbeit skizziert die wichtigsten Themenbereiche und die Struktur der Argumentation.
2 Ethik und Forschung
Dieses Kapitel definiert die Begriffe Forschung und Ethik und beleuchtet deren enge Beziehung. Es wird die Zeit von 1933-1945 analysiert, in der unethische Forschungspraxis zu massiven Verbrechen gegen die Menschlichkeit führte. Der Nürnberger Kodex als ein wichtiges Instrument zur Sicherung ethischer Forschungspraktiken wird im Detail betrachtet.
3 Zentrale Prinzipien der Forschungsethik
Dieses Kapitel widmet sich den zentralen Prinzipien der Forschungsethik. Es werden wichtige ethische Richtlinien erläutert, die eine angemessene Behandlung von Studienteilnehmern gewährleisten sollen. Dabei wird insbesondere auf die Themen informierte Einwilligung, die Vermeidung von Schädigung und die Sicherung der Anonymität und Vertraulichkeit eingegangen.
4 Relevanz der Einhaltung forschungsethischer Richtlinien
Dieses Kapitel unterstreicht die Bedeutung der Einhaltung forschungsethischer Richtlinien. Es werden wichtige Gründe für die Einhaltung ethischer Kodizes genannt und die zentrale Rolle von Ethikantragen und Ethikkommissionen im Forschungsprozess hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen der Forschungsethik in der empirischen Sozialforschung. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Verletzung forschungsethischer Grundsätze im Nationalsozialismus, dem Nürnberger Kodex, den zentralen Prinzipien der Forschungsethik, der Relevanz der Einhaltung ethischer Richtlinien und den zentralen Inhalten eines Ethikantrags. Es werden wichtige Begriffe wie informierte Einwilligung, Anonymität, Vertraulichkeit, Schädigungsvermeidung, Ethikkommissionen und wissenschaftliche Integrität behandelt.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Ethik in der empirischen Sozialforschung so wichtig?
Ethik schützt die Würde und Unversehrtheit der Studienteilnehmer und sichert die wissenschaftliche Integrität der Forschungsergebnisse.
Was ist der Nürnberger Kodex und wie entstand er?
Der Kodex entstand 1947 als Reaktion auf die grausamen Menschenversuche im Nationalsozialismus und legte erstmals ethische Grundlagen für Forschung am Menschen fest.
Welche ethischen Grundsätze wurden im Nationalsozialismus verletzt?
Im Nationalsozialismus kam es zur massiven Missachtung der Freiwilligkeit, körperlichen Schädigung und zum Tod von Testpersonen ohne deren Einwilligung.
Was bedeutet „informierte Einwilligung“ (Informed Consent)?
Teilnehmer müssen vorab umfassend über Ziele, Risiken und Ablauf einer Studie informiert werden und dieser freiwillig zustimmen.
Welche bekannten Wissenschaftsskandale gab es in der Sozialforschung?
Die Arbeit nennt unter anderem das Milgram-Experiment, das Stanford-Prison-Experiment und den Tea Room Trade als Beispiele für ethische Grenzfälle.
Was ist die Aufgabe einer Ethikkommission?
Eine Ethikkommission prüft Forschungsanträge auf die Einhaltung ethischer Standards und den Schutz der Probanden, bevor eine Studie genehmigt wird.
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- Katja Bartels (Author), 2022, Forschungsethik in der empirischen Sozialforschung. Geschichte, Prinzipien, Relevanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1322085