In der Seminararbeit werden die Neuerungen durch die Verabschiedung des Pflegeberufegesetzes mit besonderem Augenmerk auf die praktische Ausbildung beleuchtet. Es wird erörtert, welche Aufgaben und Pflichten Praxisanleitende unter Betrachtung der gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen haben.
Anforderungen und Erwartungen an den Pflegeberuf entwickeln sich fortlaufend weiter. Ausschlaggebend hierfür sind stetige Erkenntnisgewinne in der Pflegewissenschaft, der medizinische Fortschritt und die Weiterentwicklung der Gesundheits- und Sozialgesetzgebung.
Der Pflegeberuf ist geprägt von einem breiten Tätigkeitsfeld und beträchtlichen Möglichkeiten der Spezialisierung. Der demografische Wandel und die damit einhergehende Zunahme multimorbider hochaltriger Menschen und die Verkürzung der Liegezeiten im Krankenhaus erfordern Qualifikationen, welche über die spezifischen Merkmale eines Versorgungsbereich hinaus gehen.
Der Pflegeberuf stellt ein hochkomplexes Setting dar, geprägt von enormer Verantwortung und Selbstständigkeit. Prinzipiell ändert sich an dem Aufgabenprofil der Pflegenden wenig, dennoch ist die Weiterentwicklung der Pflegeausbildung unumgänglich, um den aktuellen Herausforderungen gerecht werden zu können. Die generalistische Pflegeausbildung, welche seit dem 1. Januar 2020 auf der Grundlage des Pflegeberufegesetz (PflBG) verabschiedet wurde, soll hochqualifiziertes Personal hervorbringen, um die Veränderungen der Gesellschaft bewältigen zu können.
Die Umsetzung der generalistischen Ausbildung mit dem PflBG forderte eine Mobilisierung aller Reserven und stellt alle Einrichtungen des Gesundheitssystems vor organisatorische Herausforderungen. Für alle an der Ausbildung Beteiligten, wie beispielsweise die Pflegeschulen und die Ausbildungsträger, vollzieht sich ein Prozess des Umdenkens und Anpassens. Im PflBG kommt der Praxisanleitung eine neue und besondere Bedeutung zu. Die Praxisanleitung ist im Laufe der vergangenen Jahre immer wichtiger geworden und erhält dementsprechend auch einen steigenden Stellenwert in der Pflegeausbildung. Dies wird nun auch in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) des PflBG deutlich erkennbar.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Pflegeausbildung im Wandel
- Das Pflegeberufegesetz
- Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen
- Die praktische Ausbildung
- Die Rolle der Praxisanleitenden im Pflegeberuf
- Aufgabenprofil der Praxisanleitenden
- Qualifizierung der Praxisanleitenden
- Herausforderungen aus Sicht der Schulen und der praktischen Ausbildung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit analysiert die Neuerungen des Pflegeberufegesetzes (PfIBG) mit Fokus auf die praktische Ausbildung. Ziel ist es, die Aufgaben und Pflichten von Praxisanleitenden (PAL) im Kontext der neuen gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen zu beleuchten.
- Entwicklung des Pflegeberufes in Deutschland
- Gesetzliche Rahmenbedingungen des PfIBG
- Rolle der Praxisanleitenden in der Pflegeausbildung
- Aufgaben- und Tätigkeitsfelder von Praxisanleitenden
- Herausforderungen der neuen Gesetzgebung für Pflegeschulen und praktische Ausbildung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Analyse der Entwicklung des Pflegeberufes in Deutschland, um die aktuellen Herausforderungen und den Bedarf an einer Reform der Pflegeausbildung zu beleuchten. Anschließend wird das Pflegeberufegesetz (PfIBG) vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf den neuen Rahmenbedingungen für die praktische Ausbildung liegt. Dabei wird die Bedeutung der Praxisanleitenden (PAL) hervorgehoben und ihre neue Rolle im Kontext der generalistischen Pflegeausbildung erläutert. Die Arbeit untersucht auch die Aufgaben und Pflichten von PAL sowie die dafür notwendigen Qualifikationen.
Im weiteren Verlauf werden die Herausforderungen diskutiert, die sich aus der neuen Gesetzgebung für Pflegeschulen und die praktische Ausbildung ergeben. Dabei werden die perspektivischen Herausforderungen für die Praxisanleitenden in den Fokus gestellt, die durch die veränderte Gesetzgebung entstanden sind.
Schlüsselwörter
Pflegeberufegesetz, Pflegeausbildung, Praxisanleitung, Praxisanleitende, generalistische Ausbildung, Aufgabenprofil, Qualifikation, Herausforderungen, Pflegeschulen, praktische Ausbildung.
Häufig gestellte Fragen
Was ändert sich für die Praxisanleitung durch das neue Pflegeberufegesetz (PflBG)?
Die Praxisanleitung erhält einen deutlich höheren Stellenwert und eine neue gesetzliche Bedeutung, die nun auch in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) festgeschrieben ist.
Was ist das Ziel der generalistischen Pflegeausbildung?
Sie soll hochqualifiziertes Personal hervorbringen, das über die Grenzen spezifischer Versorgungsbereiche (Kranken-, Alten-, Kinderkrankenpflege) hinweg flexibel einsetzbar ist.
Welche Aufgaben haben Praxisanleitende heute?
Zu ihrem Profil gehören die schrittweise Heranführung der Auszubildenden an die pflegerischen Aufgaben, die Planung der praktischen Einsätze und die Durchführung von Leistungskontrollen.
Welche Qualifikationen benötigen Praxisanleitende?
Neben der beruflichen Erfahrung ist eine spezifische pädagogische Zusatzqualifikation sowie eine kontinuierliche jährliche Fortbildung gesetzlich vorgeschrieben.
Vor welchen Herausforderungen stehen die Pflegeeinrichtungen?
Die Umsetzung der neuen Ausbildung erfordert organisatorische Umstellungen, ein Umdenken bei allen Beteiligten und die Mobilisierung personeller Reserven für die Anleitung.
Warum war eine Reform der Pflegeausbildung notwendig?
Der demografische Wandel, die Zunahme multimorbider Patienten und der medizinische Fortschritt erfordern modernere und breiter gefächerte Kompetenzen in der Pflege.
- Quote paper
- Lore Krüger (Author), 2022, Praxisanleitende im Pflegeberufegesetz. Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1321962