Das Ziel dieser Arbeit war es, durch eine systematische Literaturzusammenfassung herauszustellen, wie Geschäftsführer mit ihren Unternehmensbeteiligungen handeln und welche Motive sie dabei bewegen. Darüber hinaus sollte die Signalwirkung, die von dem Insiderhandel ausgeht, an den Finanzmärkten analysiert werden.
Die finanzielle Beteiligung von Geschäftsführern an ihrem Unternehmen ist nicht unumstritten. Zwar bieten sich Leistungsanreize von denen im Idealfall, Shareholder und Geschäftsführer gleichermaßen profitieren, jedoch kann eine hohe finanzielle Beteiligung am Unternehmen auch zu Machtmissbrauch oder Marktmanipulationen beitragen.
Um ein grundlegendes Verständnis der Thematik zu schaffen, wurde zunächst die Motivation hinter der Beteiligung der Geschäftsführung, sowie die Bewertung von Aktien und Optionen aufgegriffen. Darüber hinaus wurden zeitliche Restriktionen und die Signalwirkung des Insiderhandels theoretisch betrachtet. Zur Identifikation relevanter Literatur wurde die Datenbank Web of Science genutzt. Die Suchergebnisse wurden anhand einer zuvor gewählten Liste von 50 themenrelevanten, wissenschaftlichen Fachzeitschriften gefiltert. Insgesamt wurden 41 Forschungsbeiträge aus 13 Fachzeitschriften aufgegriffen. Die Literatur wurde anschließend nach Themenschwerpunkten gegliedert. Hierbei offenbarten sich aus der Literatur fünf Perspektiven: (1) Opportunismus der Geschäftsführer, (2) Risikoabsicherung, (3) Ausübung der Aktien-Optionen, (4) Handelszeitpunkte der Aktien und (5) Signalwirkung des Insiderhandels.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1 Problemstellung
- 1.2 Fragestellung der Arbeit
- 2. Theoretischer Hintergrund
- 2.1 Prinzipal-Agenten-Theorie
- 2.2 Bewertung von Aktien-Optionen
- 2.3 Laufzeit und Sperrfrist
- 2.4 Signalwirkung von Insiderhandel an den Kapitalmärkten
- 3. Methode
- 3.1 Methodik der Literatursuche
- 3.2 Ausschlusskriterien für Literatur
- 3.3 Einbezogene Quellen
- 4. Ergebnisse
- 4.1 Unternehmerisches Fehlverhalten und Opportunismus
- 4.2 Absicherung gegenüber unternehmensspezifischem Risiko
- 4.3 Ausübung von Aktien-Optionen
- 4.4 Handelszeitpunkte der Unternehmensbeteiligungen
- 4.5 Signalwirkung der Insider-Transaktionen
- 5. Zusammenfassende Schlussbetrachtung
- 5.1 Diskussion
- 5.2 Fazit
- 5.3 Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem Thema der finanziellen Beteiligung von Geschäftsführern an ihrem Unternehmen und untersucht, wie diese mit ihren Unternehmensbeteiligungen handeln und welche Motive sie dabei bewegen. Darüber hinaus analysiert sie die Signalwirkung des Insiderhandels an den Finanzmärkten. Ziel der Arbeit ist es, durch eine systematische Literaturzusammenfassung ein umfassendes Verständnis der Thematik zu schaffen.
- Motivation der Beteiligung der Geschäftsführung
- Bewertung von Aktien und Optionen
- Zeitliche Restriktionen im Zusammenhang mit Insiderhandel
- Signalwirkung von Insiderhandel
- Zusammenhänge zwischen Insiderhandel und Unternehmensperformance
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung: Die Einleitung stellt die Problemstellung dar, die sich aus der Ambivalenz der finanziellen Beteiligung von Geschäftsführern ergibt. Hierbei werden sowohl die Vorteile von Leistungsanreizen als auch die Gefahren von Machtmissbrauch und Marktmanipulationen beleuchtet. Die Fragestellung der Arbeit wird definiert, die sich auf die Handlungsweisen von Geschäftsführern im Umgang mit ihren Unternehmensbeteiligungen und die zugrundeliegenden Motive konzentriert. Des Weiteren wird die Signalwirkung des Insiderhandels an den Finanzmärkten als Forschungsgegenstand benannt.
- Kapitel 2: Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel legt den theoretischen Rahmen für die Untersuchung. Es behandelt die Prinzipal-Agenten-Theorie als grundlegendes Modell für die Analyse der Beziehung zwischen Unternehmenseigentümern und Geschäftsführern. Außerdem werden die Bewertung von Aktien-Optionen, die zeitlichen Restriktionen im Zusammenhang mit Insiderhandel und die Signalwirkung von Insiderhandel an den Kapitalmärkten theoretisch betrachtet.
- Kapitel 3: Methode: In diesem Kapitel wird die Methodik der Literatursuche detailliert beschrieben. Die Datenbank Web of Science wurde genutzt, um relevante Literatur zu identifizieren. Die Suchergebnisse wurden mithilfe einer Liste von themenrelevanten, wissenschaftlichen Fachzeitschriften gefiltert. Insgesamt wurden 41 Forschungsbeiträge aus 13 Fachzeitschriften in die Analyse einbezogen.
- Kapitel 4: Ergebnisse: Die Ergebnisse der Literaturrecherche werden in diesem Kapitel präsentiert und in fünf Themenschwerpunkte gegliedert: (1) Opportunismus der Geschäftsführer, (2) Risikoabsicherung, (3) Ausübung von Aktien-Optionen, (4) Handelszeitpunkte der Aktien und (5) Signalwirkung des Insiderhandels. Für jeden Schwerpunkt wird eine detaillierte Analyse der relevanten Literatur durchgeführt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themen der finanziellen Beteiligung von Geschäftsführern, Insiderhandel, Unternehmensperformance, Prinzipal-Agenten-Theorie, Aktien-Optionen, Risikoabsicherung, Signalwirkung, Opportunismus und Marktmanipulation. Die Forschungsarbeit stützt sich auf empirische Studien und theoretische Modelle, um die Handlungsweisen von Geschäftsführern im Umgang mit ihren Unternehmensbeteiligungen und die Auswirkungen auf den Aktienmarkt zu untersuchen.
Häufig gestellte Fragen
Warum beteiligen sich Geschäftsführer finanziell an ihrem eigenen Unternehmen?
Finanzielle Beteiligungen dienen primär als Leistungsanreiz, um die Interessen der Geschäftsführer mit denen der Shareholder zu harmonisieren (Prinzipal-Agenten-Theorie). Es soll die Motivation steigern, den Unternehmenswert langfristig zu erhöhen.
Was versteht man unter der Signalwirkung von Insiderhandel?
Transaktionen von Geschäftsführern senden Signale an den Kapitalmarkt. Aktienkäufe werden oft als Zeichen für eine positive Zukunftserwartung gewertet, während Verkäufe als Warnsignal für eine Überbewertung oder künftige Probleme interpretiert werden können.
Welche Risiken birgt eine hohe finanzielle Beteiligung der Geschäftsführung?
Neben den positiven Anreizen kann eine hohe Beteiligung auch zu opportunistischem Verhalten, Machtmissbrauch oder Marktmanipulationen führen, wenn Geschäftsführer versuchen, den Aktienkurs kurzfristig zu ihrem Vorteil zu beeinflussen.
Was sind die fünf zentralen Perspektiven der Literatur zum Insiderhandel?
Die Forschung unterscheidet meist zwischen: (1) Opportunismus, (2) Risikoabsicherung, (3) Ausübung von Aktienoptionen, (4) spezifischen Handelszeitpunkten und (5) der Signalwirkung der Transaktionen.
Welche Rolle spielen Sperrfristen beim Aktienhandel von Managern?
Sperrfristen und zeitliche Restriktionen sollen verhindern, dass Geschäftsführer kurzfristige Kursschwankungen ausnutzen oder unmittelbar vor der Veröffentlichung wichtiger Unternehmensnachrichten handeln.
- Quote paper
- Felix Knoll (Author), 2022, Wann handeln Geschäftsführer mit ihren Unternehmensbeteiligungen? Eine systematische Literaturzusammenfassung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1321664