Die Arbeit stellt eine Klausur für die gymnasiale Oberstufe dar. Die Klausur ist thematisch angelehnt an eine der Aufgaben für das schriftliche Abitur der vergangenen Jahre. Die vorgelegte Arbeit enthält die überaus fruchtbare Aufgabenstellung und einen Lösungsvorschlag, der dem Prinzip "Beschreibung - Analyse - Interpretation" folgt. Albrecht Dürer ist nach wie vor Schwerpunktthema im Abitur im Fach Bildender Kunst des Landes Baden-Württemberg.
Lösungsvorschlag:
Die beiden Frauenportraits von Dürer und Botticelli stammen beide aus dem Zeitalter der Renaissance, die – in Italien wesentlich früher als in Deutschlands – den Beginn eines neuen Zeitalters voller Neugier auf die Natur und Interesse für die Wissenschaft einläutet. Beide Portraits zeigen Frauen, feinmalerisch gemalt, detailliert wiedergegeben. Dennoch lassen sich wesentliche Unterschiede feststellen, die nicht nur von den unterschiedlichen Mentalitäten ihrer Umgebungen, sondern auch von den Intention der Maler herrühren.
Zunächst werde ich Dürers „Bildnis der Elsbeth Tucher“ betrachten. Das Bild ist 1499 entstanden und nur 29*23 cm groß – ein sehr kleines Format, wenn man die feine Malweise berücksichtigt. Momentan befindet sich das Bild in der Gemäldegalerie in Kassel. Der Blick der nicht mehr ganz jungen Frau, die bis zur Brust dargestellt ist, geht am Betrachter vorbei nach links aus dem Bild heraus gerichtet. Ihr sehr markantes Gesicht wirkt leicht nachdenklich. Auffällig ist ihr der damaligen Mode entsprechendes großes Dekolleté, das hell über dem runden Ausschnitt ihres bräunlichen Kleides leuchtet. Der Saum am Halsausschnitt des Kleides ist mit Gold- und Spitzenborten gesäumt, das Kleid selbst scheint aus Samt zu sein. Unter dem Kleid verbirgt sich wohl, wie an den Schulter erkennbar, eine schwere, goldene und gewundene Kette, die auf einigen Reichtum der Portraitieren hinweist. Die Frau trägt eine voluminöse, cremefarbene Haube mit zartem, gitterartigen Muster – wohl aus Seide. Sie wird von einem goldenen Band gehalten. Diese Haube ist ein erster Hinweis darauf, dass die Frau wohl verheiratet ist – sie ist quasi - wie damals üblich - „unter der Haube“. usw
Inhaltsverzeichnis
1. Lösungsvorschlag
2. Bildnachweis
3. Link zu einer Seite über die Bildanalyse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, zwei bedeutende Frauenportraits der Renaissance – Dürers „Bildnis der Elsbeth Tucher“ und Botticellis „Portrait einer jungen Frau“ – einer vergleichenden kunsthistorischen Untersuchung zu unterziehen. Durch die Analyse formaler und inhaltlicher Aspekte sollen die unterschiedlichen künstlerischen Intentionen, die sozio-kulturellen Hintergründe der jeweiligen Epochen und die individuelle Herangehensweise der Maler herausgearbeitet werden.
- Formale Analyse der Bildkomposition und Maltechnik
- Untersuchung der ikonografischen Symbolik und Bedeutungsebenen
- Gegenüberstellung der kulturellen Mentalitäten in Deutschland und Italien
- Diskussion über den Status und die Intention der Künstler in der Renaissance
- Vergleich der Portraittraditionen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
Lösungsvorschlag
Die beiden Frauenportraits von Dürer und Botticelli stammen beide aus dem Zeitalter der Renaissance, die – in Italien wesentlich früher als in Deutschlands – den Beginn eines neuen Zeitalters voller Neugier auf die Natur und Interesse für die Wissenschaft einläutet. Beide Portraits zeigen Frauen, feinmalerisch gemalt, detailliert wiedergegeben. Dennoch lassen sich wesentliche Unterschiede feststellen, die nicht nur von den unterschiedlichen Mentalitäten ihrer Umgebungen, sondern auch von den Intention der Maler herrühren.
Zunächst werde ich Dürers „Bildnis der Elsbeth Tucher“ betrachten. Das Bild ist 1499 entstanden und nur 29*23 cm groß – ein sehr kleines Format, wenn man die feine Malweise berücksichtigt. Momentan befindet sich das Bild in der Gemäldegalerie in Kassel. Der Blick der nicht mehr ganz jungen Frau, die bis zur Brust dargestellt ist, geht am Betrachter vorbei nach links aus dem Bild heraus gerichtet. Ihr sehr markantes Gesicht wirkt leicht nachdenklich. Auffällig ist ihr der damaligen Mode entsprechendes großes Dekolleté, das hell über dem runden Ausschnitt ihres bräunlichen Kleides leuchtet. Der Saum am Halsausschnitt des Kleides ist mit Gold- und Spitzenborten gesäumt, das Kleid selbst scheint aus Samt zu sein. Unter dem Kleid verbirgt sich wohl, wie an den Schulter erkennbar, eine schwere, goldene und gewundene Kette, die auf einigen Reichtum der Portraitieren hinweist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lösungsvorschlag: Dieser Hauptteil beinhaltet eine detaillierte formale und inhaltliche Analyse sowie den systematischen Vergleich der beiden Portraits unter Berücksichtigung ihrer Entstehungskontexte.
2. Bildnachweis: Auflistung der verwendeten Bildquellen und Verweise auf digitale Repositorien.
3. Link zu einer Seite über die Bildanalyse: Weiterführende digitale Ressource zum Thema Bildanalyse.
Schlüsselwörter
Renaissance, Dürer, Botticelli, Elsbeth Tucher, Simonetta Vespucci, Portraitmalerei, Kunstgeschichte, Bildanalyse, Ikonografie, Ölmalerei, Humanismus, Auftragsportrait, Kulturvergleich, Maltechnik, Epochenstil
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen fundierten Lösungsvorschlag für eine kunsthistorische Klausur, die zwei berühmte Frauenportraits der Renaissance gegenüberstellt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Fokus stehen der Vergleich der Bildkomposition, die Bedeutung von Attributen und Symbolen sowie der Einfluss der gesellschaftlichen Umgebung auf die künstlerische Gestaltung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die vergleichende Analyse von Dürers und Botticellis Werken die unterschiedlichen kulturellen Ausprägungen der Renaissance in Deutschland und Italien aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine formale und inhaltliche Bildanalyse angewandt, die durch kunsthistorische Kontextualisierung ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung der Gemälde, der Analyse von Licht, Farbe, Duktus und Komposition sowie einer abschließenden vergleichenden Interpretation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Renaissance, Portraitmalerei, Ikonografie, Kunstvergleich, Dürer, Botticelli und ästhetische Intention.
Welche Rolle spielt der soziale Status für das Dürer-Portrait?
Das Portrait der Elsbeth Tucher wird als Auftragsarbeit interpretiert, das durch Kleidung, Schmuck und Symbole wie den Ehering den Reichtum und den Stand der Dargestellten betont.
Warum unterscheidet sich Botticellis Arbeitsweise von der Dürers?
Botticellis Werk wird als eher analytisch und idealisiert beschrieben, wobei er den Fokus stärker auf die ästhetische Wirkung der Schönheit legt als auf die detailreiche Wiedergabe gesellschaftlicher Konventionen.
- Quote paper
- Wildis Streng (Author), 2009, Vergleich von Albrecht Dürers "Bildnis der Elsbeth Tucher" mit Sandro Botticellis "Portrait einer jungen Frau" - Eine Klausur mit Lösungsvorschlag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131906