Im Berufsfeld eines Rechtsanwaltsfachangestellten gehört laut Verordnung über die Berufsausbildung zum Rechtsanwaltsfachangestellten u. a.die bargeldlose Zahlung, sprich der Zahlungsverkehr (§ 4 Nr.2g, Ausbildungsrahmenplan).
In diesem Aufgabenfeld ist dem Auszubildenden der gesamte Verlauf sowie der Zusammenhang der unbaren Zahlung zu erklären, damit sodann eine selbständige Durchführung vorgenommen werden kann.
Es ist wichtig, dass der Umgang mit der Überweisung richtig erfasst wird, da die Überweisung die Grundlage der Zahlungsvorgänge einer Kanzlei im Zusammenwirken mit Kreditinstituten, Mandanten u. gegnerischen Parteien ist.
In der Kanzlei werden Überweisungsträger fast ausschließlich maschinell durch den Einsatz der EDV ausgefüllt. Bei der heutigen Unterweisung soll dem Auszubildenen das manuelle Bearbeiten bzw. Ausfüllen eines Überweisungsformulars vermittelt werden.
Das Bearbeiten eines Überweisungsträgers knüpft auch an den privaten Alltag des Auszubildenden an. Sicher ist er schon einmal mit einem Überweisungsformular vertraut gemacht worden.
Diese Vorkenntnisse können bereits als Motivation genutzt werden.
Inhaltsverzeichnis
- I. Vorbemerkung:
- 1) Adressatenanalyse
- 2) Einordnung des Themas
- 3) Sachanalyse
- 4) Lernort
- 5) Lernzielangaben
- 6) Methodenwahl
- 7) Medien bzw. Hilfsmittel
- II. Verlaufsplan: Modifizierte 4-Stufen-Methode
- 1. Vorbereiten
- 2. Vormachen u. Nachmachen
- 3. Übungsphase
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Unterweisungsentwurf zielt darauf ab, einem Auszubildenden zum Rechtsanwaltsfachangestellten das Bearbeiten und Ausfüllen eines Überweisungsträgers zu vermitteln.
- Der Entwurf behandelt die Bedeutung von bargeldlosen Zahlungen im Berufsfeld des Rechtsanwaltsfachangestellten.
- Er analysiert die Sachkenntnis, die zur korrekten Bearbeitung eines Überweisungsträgers notwendig ist.
- Der Entwurf beschreibt den Aufbau und die einzelnen Felder des Überweisungsträgers.
- Die Anwendung der erworbenen Kenntnisse durch eine Übungsaufgabe steht im Fokus.
Zusammenfassung der Kapitel
- I. Vorbemerkung: Dieses Kapitel stellt den Adressaten der Unterweisung vor, ordnet das Thema "Überweisungsträger" im Berufsfeld des Rechtsanwaltsfachangestellten ein und analysiert die sachlichen Grundlagen der Überweisung.
- II. Verlaufsplan: Hier wird der Ablauf der Unterweisung anhand der modifizierten 4-Stufen-Methode dargestellt. Der Prozess beinhaltet Vorbereiten, Vormachen und Nachmachen sowie eine anschließende Übungsphase.
Schlüsselwörter
Der Unterweisungsentwurf fokussiert auf die Themen Überweisungsträger, bargeldlose Zahlungen, Rechtsanwaltsfachangestellte, Ausbildung, Sachanalyse, Lernziele und Methodenwahl.
Häufig gestellte Fragen
Warum müssen Rechtsanwaltsfachangestellte Überweisungsträger manuell ausfüllen können?
Obwohl dies heute meist per EDV geschieht, ist das manuelle Verständnis die Grundlage, um Zahlungsabläufe mit Banken, Mandanten und Gegnern fehlerfrei zu erfassen und zu kontrollieren.
Was ist die "4-Stufen-Methode" in der Ausbildung?
Es ist ein klassisches Unterweisungsverfahren bestehend aus: 1. Vorbereiten, 2. Vormachen, 3. Nachmachen und 4. Üben/Abschließen.
Welche Daten sind für einen korrekten Überweisungsträger zwingend erforderlich?
Dazu gehören der Name des Empfängers, die IBAN (früher Kontonummer/BLZ), der Betrag, die Währung, der Verwendungszweck sowie Name und Unterschrift des Zahlenden.
Wie hilft die Adressatenanalyse bei der Unterweisung?
Sie ermöglicht es dem Ausbilder, den Wissensstand des Auszubildenden (z. B. Vorkenntnisse aus dem privaten Alltag) einzuschätzen und die Lehrmethode individuell anzupassen.
Welche Rolle spielt der Zahlungsverkehr im Ausbildungsrahmenplan?
Laut Verordnung (§ 4 Nr. 2g) gehört die Abwicklung bargeldloser Zahlungen zu den Kernkompetenzen, die ein Rechtsanwaltsfachangestellter selbstständig beherrschen muss.
- Quote paper
- Silke Merz (Author), 2001, Bearbeiten bzw. Ausfüllen- u. Verwenden eines Überweisungsträgers (Unterweisung Rechtsanwaltsfachangestellte / -r), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13180