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Die neoklassizistische Epoche in der Musik. Ursprung und Merkmale

Titel: Die neoklassizistische Epoche in der Musik. Ursprung und Merkmale

Hausarbeit , 2022 , 11 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Max Becker (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Diese Arbeit soll die Epoche des Neoklassizismus in der Musik näher beleuchten, indem zunächst auf den historischen Hintergrund eingegangen wird, um später auf die Merkmale der Epoche sowie ihre wichtigsten Vertreter einzugehen. Der Neoklassizismus beschreibt eine Epoche, die sich im 18. Jahrhundert in der bildenden Kunst, der Literatur und der bildenden Kunst entwickelte. Die künstlerische Bewegung inspirierte sich vor allem an den vormaligen Idolen der römischen und griechischen Kultur.

In der Musik beschreibt der Neoklassizismus jedoch eine Bewegung, die sich erst am Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt und sich grob zwischen 1920 bis 1950 entfaltet. Der Beginn des 20. Jahrhunderts ist gezeichnet von den teils radikalen Erweiterungen innerhalb der Musik, ein Zeitalter, das später, nach dem gleichnamigen Aufsatz des Musikjournalisten Paul Bekkers, Neue Musik getauft wird. Die Neue Musik ist ein Sammelbegriff für ein Kollektiv an. Auch die Musik des Neoklassizismus orientiert sich an vorangegangenen Komponisten wie Mozart und Johann Sebastian Bach. Die neoklassischen Komponisten versuchen jedoch, frühere musikalische Prinzipien zu überdenken. Sie inspirieren sich nicht nur an Werken der Klassik, sondern verarbeiten auch Ideale aus dem Barock und der Renaissance.

Trotzdem ist der Begriff des Neoklassizismus in der Musikwissenschaft nicht unumstritten, da er nicht nur in seiner Bedeutungsvielfalt missverstanden werden kann, sondern sich auch durch die Merkmale dieser Epoche zahlreiche Überschneidungen mit anderen Musikepochen, wie die des Neobarock oder der Neuen Sachlichkeit, finden lassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Musikepoche des Neoklassizismus

2.1 Zum Begriff

2.2 Ursprung und Ziele des Neoklassizismus

2.3 musikalische Merkmale des Neoklassizismus

3. Der Neoklassizismus in musikalischen Werken

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Epoche des Neoklassizismus in der Musik des 20. Jahrhunderts, beleuchtet deren historische Hintergründe, begriffliche Kontroversen sowie die zentralen musikalischen Merkmale und deren Anwendung in bedeutenden Werken der Zeit.

  • Begriffliche Klärung und Abgrenzung des Neoklassizismus
  • Historischer Kontext und Entstehung als Reaktion auf die Spätromantik
  • Analyse musikalischer Kernmerkmale wie Rhythmus, Kontrapunkt und Form
  • Untersuchung der Rezeptionsweisen klassischer Vorbilder bei verschiedenen Komponisten

Auszug aus dem Buch

2.3 musikalische Merkmale des Neoklassizismus

Die Musik der Neoklassik orientiert sich an tradierten Musikelementen der Klassik und anderen Epochen, Ziel ist es, als Gegenreaktion auf die Emotionalität der Spätromantik, wieder Ausgewogenheit, Ordnung und Klarheit in die kompositorische Leistung zu bringen. Eine klare Form, ein klangliches Zentrum und ein melodisches Element sind wichtig für die Musik dieser Epoche. Oft wurden der klassischen Struktur moderne „chromatische Elemente“ hinzugefügt, sowie mit Dissonanzen und unterschiedlicher Rhythmik versehen.

Die drei musikalischen Elemente, die im Neoklassizismus Betonung fanden, waren „Rhythmus, Kontrapunkt und Tonalität“. Da die neoklassischen Komponisten zur Zeit des frühen 20. Jahrhunderts oftmals unter dem Einfluss des aufkommenden Jazz-Genres standen, wurden oft „additive Rhythmen und Synkopen“ in die Kompositionen eingeführt. „Beim additiven Rhythmus kontrastiert das rhythmische Gefühl mit der Taktung oder Messung der Musik, während die Synkope die Betonung einer Unterteilung eines Schlags ist“.

Der Kontrapunkt „bezeichnet zwei oder mehr Stimmen, die sich ergänzen, aber rhythmisch und melodisch unabhängig sind“ und wird besonders in den späteren Darstellungen von Strawinskys neoklassischen Werken eine Rolle spielen. Der deutsche Musikwissenschafter Rudolf Stephan (1925-2019) hat in seinem Aufsatz Der Neoklassizismus als Formalismus folgende Zusammenstellung rekurrenter Elemente neoklassischer Musik formuliert: I Verkürzen: Herausschneiden von Takten, Taktgruppen oder Abschnitten, Zusammenziehen von Takten, Weglassen von Stimmen; II Erweitern: Einfügen von Takten oder Taktgruppen, Dehnen von Takten, Hinzufügen von Stimmen; III Harmonik: Hinzufügen dissonierender Töne, Änderung des harmonischen Ganges, Stufenmischung, Orgelpunkte; IV Rhythmik: Hinzufügen von Akzenten, Streichen der Auftakte, Einebnung der Differenzen, Einführung von Taktwechseln; V Instrumentation: Einsatz unerwarteter Instrumente, Solo-Tutti-Kontrast; VI Form: Neuzusammenfügung der getrennten Teile, Änderung der formalen Funktion; VII Änderung des Charakters.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Epoche des Neoklassizismus ein, erläutert die terminologischen Schwierigkeiten sowie die Abgrenzung zu anderen Strömungen der Neuen Musik und skizziert das Vorgehen der Arbeit.

2. Die Musikepoche des Neoklassizismus: Dieses Kapitel liefert grundlegende Eckdaten zur Epoche, untersucht Begriffsdefinitionen, beleuchtet die historische Herkunft und Ziele sowie die maßgeblichen musikalischen Gestaltungsmerkmale.

2.1 Zum Begriff: Der Abschnitt widmet sich der begriffsgeschichtlichen Kontroverse und den terminologischen Unterschieden zwischen nationalen Traditionen, insbesondere im deutsch-französischen Vergleich.

2.2 Ursprung und Ziele des Neoklassizismus: Hier wird der Neoklassizismus als ästhetische Gegenbewegung zur emotional geladenen Spätromantik positioniert, mit einem Fokus auf Ordnung, Klarheit und strukturelle Ausgewogenheit.

2.3 musikalische Merkmale des Neoklassizismus: Dieser Teil analysiert die formalen und technischen Charakteristika wie additive Rhythmik, Kontrapunktik und Tonalität, basierend auf systematisierenden Ansätzen der Musikwissenschaft.

3. Der Neoklassizismus in musikalischen Werken: Das Kapitel vergleicht verschiedene künstlerische Ansätze im Umgang mit klassischen Modellen, von der ironisch-skeptischen Distanz über die Verfremdung bis hin zur respektvollen Hommage bei Igor Strawinsky.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Neoklassizismus aufgrund seiner heterogenen Ausprägungen als Epochenbegriff in der Musikwissenschaft weiterhin umstritten bleibt.

Schlüsselwörter

Neoklassizismus, Musik des 20. Jahrhunderts, Igor Strawinsky, Neue Musik, Spätromantik, Klassik, Kontrapunkt, Tonalität, Neue Sachlichkeit, Formalismus, Musikgeschichte, musikalische Moderne, Kompositionsprinzipien, musikalische Ästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Epoche des musikalischen Neoklassizismus, einer Strömung im frühen 20. Jahrhundert, die sich von den Idealen der Spätromantik abwandte und auf klassische Formprinzipien zurückgriff.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung der Epoche, die begriffliche Unschärfe und Umstrittenheit des Terminus, die musikalischen Merkmale dieser Stilrichtung sowie die unterschiedliche künstlerische Umsetzung bei ausgewählten Komponisten.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?

Ziel ist es, die Epoche des Neoklassizismus in der Musik näher zu beleuchten, den historischen Hintergrund darzustellen und ein Verständnis für die komplexen methodischen sowie ästhetischen Merkmale der neoklassischen Werke zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse, führt musikwissenschaftliche Definitionen zusammen und vergleicht verschiedene Positionen und Perspektiven auf den Neoklassizismus sowie spezifische Werkanalysen, beispielsweise von Igor Strawinsky.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Herkunft und den Absichten des Neoklassizismus, einer systematischen Zusammenstellung musikalischer Stilmerkmale sowie der Analyse, wie verschiedene Komponisten wie Schostakowitsch oder Strawinsky klassische Vorbilder in ihre zeitgenössische Musik integrierten.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Neoklassizismus, Neue Musik, musikalische Stilelemente, Spätromantik-Reaktion, Kontrapunktik, Tonalität und Werkanalyse charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Strawinskys Ansatz von dem anderer Komponisten wie Lourié?

Während Komponisten wie Lourié oder Schostakowitsch klassisches Material oft skeptisch, ironisch oder mittels Verfremdung technisieren, nutzt Strawinsky klassische Modelle eher im Sinne einer respektvollen Hommage an frühere Meister wie Bach.

Warum ist der Begriff „Neoklassizismus“ in der Musikwissenschaft so umstritten?

Der Begriff ist aufgrund seiner inhaltlichen Bedeutungsvielfalt, falscher Übersetzungen aus dem Französischen und zahlreicher Überschneidungen mit anderen Epochenbegriffen wie Neobarock oder Neue Sachlichkeit historisch und terminologisch schwer exakt einzugrenzen.

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Details

Titel
Die neoklassizistische Epoche in der Musik. Ursprung und Merkmale
Note
2,1
Autor
Max Becker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
11
Katalognummer
V1317781
ISBN (PDF)
9783346795519
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neoklassizismus neoklassizistisch Epoche Musik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Max Becker (Autor:in), 2022, Die neoklassizistische Epoche in der Musik. Ursprung und Merkmale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1317781
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Leseprobe aus  11  Seiten
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