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Interkulturelle Mediation

Was es zu beachten gilt und wie sie trotzdem gelingen kann

Title: Interkulturelle Mediation

Term Paper , 2008 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Felix Block (Author)

Communications - Intercultural Communication
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In Teams und Arbeitsgruppen kann es in allen Phasen der Teamentwicklung zu offenen Konflikten kommen. In Teams, deren Mitglieder aus unterschiedlichen Kulturen stammen, ist die Konfliktgefahr noch größer, denn zur persönlichen und fachlichen Ebene stößt hier auch noch die kulturelle.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, die Mediation als Verfahren der Konfliktbearbeitung für internationale Teams vorzustellen. Da die Forschung im Bereich der interkulturellen Mediation für Teams im Unternehmenssektor noch in den Anfängen steckt, wird hierbei der Schwerpunkt auf den Herausforderungen an interkulturelle Mediation im Allgemeinen liegen. Der Aspekt der Teamentwicklung wird anhand eines Konfliktbeispiels in die Arbeit mit eingehen, das zur Untermalung der Ergebnisse immer wieder herangezogen wird.
Zunächst wird das Mediationsverfahren für monokulturelle Kontexte kurz umrissen. In einem zweiten Teil geht es um die Frage, wann eine Mediation oder der ihr zugrunde liegende Konflikt als „interkulturell“ bezeichnet werden kann. Maßgeblich für eine Antwort ist hierbei das Verständnis von Kultur, welches – je nach Betrachter - sehr unterschiedlich ausfällt. Im darauffolgenden Punkt werden dann Problemstellungen an die interkulturelle Mediation anhand des Konfliktbeispiels aus einem internationalen Team in der Altenpflege näher betrachtet. Abschließend werden die Anforderungen an den interkulturellen Mediator zusammengefasst und mit der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg ein konkretes Modell für die Mediation im interkulturellen Kontext dargestellt und einer kritischen Betrachtung unterzogen. Den Abschluss der Arbeit bilden eine Zusammenfassung und ein kurzer Ausblick zur weiteren Entwicklung dieser Konfliktmanagement-Methode.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Themenwahl und Ablauf der Arbeit

I. Mediation in der westlichen Welt

1. Herkunft und heutige Anwendungsgebiete

2. Ablauf des Verfahrens

II. Interkulturelle Mediation

1. Probleme der Begrifflichkeit

1.1 Interkulturelle Mediation – ein Verfahren?

1.2 Kulturdefinition nach deterministischem Ansatz

1.3 Kulturdefinition nach konstruktivistischem Ansatz

2. Fallbeispiel

3. Kulturbedingte Einflussfaktoren auf Konflikt und Mediation

3.1 Kulturelle Orientierungen

3.2 Machtungleichgewichte

3.3 Sprache und Übersetzung

3.4 Gruppenbildung, Konfliktstile und das Verständnis von Führung

3.5 Vorturteile und Stereotype

3.6 Kulturalisierung

3.7 Kultur als Strategie

3.8 Emotionen und kulturelle Körpersemantiken

4. Wege zur gelungenen Mediation im interkulturellen Kontext

4.1 Anforderungen an den Mediator

4.2 Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg

Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Anwendungsmöglichkeiten der Mediation als Instrument zur Konfliktbearbeitung in internationalen Teams. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse kultureller Einflussfaktoren und der Frage, wie Mediatoren durch spezifische Kommunikationsmodelle wie die Gewaltfreie Kommunikation zur Lösungsfindung beitragen können.

  • Grundlagen der Mediation in westlichen Kontexten
  • Differenzierung zwischen deterministischen und konstruktivistischen Kulturverständnissen
  • Analyse kulturell bedingter Einflussfaktoren auf Teamkonflikte
  • Die Rolle und Anforderungen an den Mediator in interkulturellen Situationen
  • Anwendbarkeit der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg

Auszug aus dem Buch

3.1 Kulturelle Orientierungen

Einen entscheidenden Beitrag zur Eskalation dieses Teamkonflikts spielen die unterschiedlichen Werthaltung bezüglich des Umgangs mit alten Personen und dem damit einhergehenden Verständnis von Pflege. Die offiziellen Leitsätze zur Pflege in diesem Heim basieren auf dessen christlicher Grundhaltung: Die Pflege gilt als zielgerichtetes, bedarfsorientiertes Handeln, welche durch Selbstbestimmung und (Re)Aktivierung der Bewohner gekennzeichnet ist. „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist der Ansatz, der im Haus praktiziert wird. Diesem Pflegeverständnis folgt die Mehrzahl der Mitarbeiter und spiegelt die von den Deutschen vertretene Haltung wieder. Der osteuropäische Umgang mit alten Menschen ist deutlich anders orientiert. So sagte eine polnische Mitarbeiterin im Vorgespräch: „Alte Menschen genießen die größte Hochachtung in einer kultivierten Gesellschaft. Bei uns in Polen wurde meine Großmutter gesiezt (…). Als sie in zunehmendem Alter auf fremde Hilfe angewiesen war, gab man ihr alles. Sie wurde umhegt und umpflegt, sie hat das einfach verdient. (…) sie hat das Recht darauf verwöhnt zu werden. Eine andere Art ist unangemessen für alte Menschen“ (ebd., S. 311).

Diese Art der Pflege wurde von der deutschen Stationsleitung im negativen Sinne als Bemutterung aufgefasst und stand im Widerspruch zu den Leitlinien des Hauses. Problematisch war hier, dass dieser Pflegestil unter der griechischen Leitung akzeptiert worden war und die Polen und Russen somit keinen Grund sahen, diesen Punkt genauer zu reflektieren. Im Zuge der Neuausrichtung der Station wurden diese Unterschiede allerdings deutlich und man kritisierte die Osteuropäer, die sich, in den Augen der Deutschen, trotz einer Menge an Arbeit an unnötigen Kleinigkeiten aufhielten. Diese fühlten sich daraufhin ständig in Frage gestellt, womit die Basis für weitere Konflikte gelegt worden war.

Zusammenfassung der Kapitel

Themenwahl und Ablauf der Arbeit: Einleitung in die Problematik von Konflikten in internationalen Teams und Skizzierung des methodischen Vorgehens der Arbeit.

I. Mediation in der westlichen Welt: Definition und historische Herkunft der Mediation sowie ihre Etablierung als standardisiertes Verfahren zur Konfliktlösung.

II. Interkulturelle Mediation: Kritische Auseinandersetzung mit Begrifflichkeiten, Kulturmodellen und den spezifischen Herausforderungen im interkulturellen Kontext.

Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über die Eignung der Mediation in interkulturellen Teams und Einschätzung der zukünftigen Bedeutung im Zuge der Globalisierung.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Mediation, Konfliktbearbeitung, Teamentwicklung, Kulturdeterminismus, Kulturkonstruktivismus, Gewaltfreie Kommunikation, Marshall Rosenberg, Machtungleichgewichte, Gruppenbildung, Kulturalisierung, Kommunikationsstile, interkulturelle Kompetenz, Altenpflege, Identität, Konflikteskalation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen und der praktischen Anwendung von Mediation in interkulturellen Teams, insbesondere im Unternehmenssektor.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt unter anderem Kulturdefinitionen, den Einfluss von Werthaltungen auf Konflikte, Machtasymmetrien, sprachliche Barrieren und Kommunikationsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das klassische Mediationsverfahren an interkulturelle Kontexte angepasst werden kann, um eine erfolgreiche Konfliktlösung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse sowie eine Fallstudie aus einem Altenpflegeheim, die als Grundlage für die Untersuchung der Praxisrelevanz dient.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Einflussfaktoren auf Konflikte – wie unterschiedliche Werte, Machtverhältnisse und Sprache – analysiert und das Modell der Gewaltfreien Kommunikation als Lösungsansatz kritisch bewertet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Interkulturelle Mediation, Gewaltfreie Kommunikation, Kulturkonflikte und interkulturelle Kompetenz.

Warum spielt das im Text genannte Fallbeispiel eine so zentrale Rolle?

Das Fallbeispiel verdeutlicht die theoretischen Konzepte wie Individualismus versus Kollektivismus in einem realen Teamkonflikt und macht die Auswirkungen kultureller Unterschiede auf den Arbeitsalltag greifbar.

Welche Rolle spielt die Gewaltfreie Kommunikation laut dem Autor?

Sie wird als nützliches Modell zur Vermeidung von Fehlinterpretationen bewertet, erfordert jedoch eine sensible Anwendung, da auch dieses Modell selbst kulturell geprägt sein kann.

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Details

Title
Interkulturelle Mediation
Subtitle
Was es zu beachten gilt und wie sie trotzdem gelingen kann
College
http://www.uni-jena.de/  (Fachgebiet für Interkulturelle Wirtschaftskommunikation)
Course
Interkulturelle Teamentwicklung
Grade
1,3
Author
Felix Block (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V131709
ISBN (eBook)
9783640373628
ISBN (Book)
9783640373338
Language
German
Tags
Interkulturelle Mediation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Block (Author), 2008, Interkulturelle Mediation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131709
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