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Bildungsungerechtigkeiten bei Kindern mit Migrationshintergrund. Hintergründe, Reduktionsmöglichkeiten und die Rolle der Sozialen Arbeit

Title: Bildungsungerechtigkeiten bei Kindern mit Migrationshintergrund. Hintergründe, Reduktionsmöglichkeiten und die Rolle der Sozialen Arbeit

Term Paper , 2022 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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Diese Hausarbeit befasst sich mit der Thematik der Bildungsungerechtigkeiten von Kindern mit Migrationshintergrund im Hinblick auf das deutsche Bildungssystem. Es gibt in Deutschland immer noch schwerwiegende Ungleichheiten in Bezug auf Bildungschancen. Diese Ungleichheiten und der damit verbundene soziale Ausschluss werden in dieser Ausarbeitung näher beschrieben. Folgende Fragestellung soll deshalb beantwortet werden: Welche Bildungsungerechtigkeiten erleben Kinder mit Migrationshintergrund und inwieweit kann die Soziale Arbeit diesen entgegenwirken?

Zunächst werden Begrifflichkeiten, die für das Verständnis des Themas von Belangen sind, näher erläutert. Zu diesen Begriffen zählen: Die Migration und der Migrationshintergrund, Chancen(un)gerechtigkeiten und Chancen(un)-gleichheiten, die soziale Ungleichheit, der soziale Ausschluss und die institutionelle Diskriminierung. Darauffolgend wird das deutsche Bildungssystem dargestellt und beschrieben, was unter Bildungsungerechtigkeiten verstanden wird.

Danach wird thematisiert, welche Bildungsungerechtigkeiten Kinder mit Migrationshintergrund erleben und welche Gründe es dafür gibt. Die Gründe werden in die soziale Herkunft, die sprachlichen Herausforderungen und die frühe Selektion unterteilt. Anschließend folgt die Veränderung der Bildungsungerechtigkeiten im Laufe der Zeit.

Des Weiteren werden die allgemeinen Reduktionsmöglichkeiten von Bildungsungerechtigkeiten, insbesondere am Beispiel der Migration, dargestellt. Wichtig ist zudem die Rolle der Sozialen Arbeit und, wie diese die Bildungsungerechtigkeiten minimieren kann. Es folgt ein Fazit, in dem unter anderem die oben genannte Fragestellung beantwortet wird. Die Hausarbeit wird mit einem kleinen Ausblick abgeschlossen, in welchem weitere Denkanstöße beschrieben werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Begriffsbestimmungen

1.1 Migration und Migrationshintergrund

1.2 Chancen(un)gerechtigkeiten und Chancen(un)gleichheiten

1.3 Soziale Ungleichheit

1.4 Sozialer Ausschluss

1.5 Institutionelle Diskriminierung

2. Ein Überblick zu dem deutschen Bildungssystem

2.1 Bildungsungerechtigkeiten

3. Bildungsungerechtigkeiten und mögliche Gründe dafür am Beispiel der Migration

3.1 Die Rolle der sozialen Herkunft

3.2 Sprachliche Herausforderungen

3.3 Frühzeitige Selektion

4. Veränderungen im Laufe der Zeit

5. Reduktionsmöglichkeiten von Bildungsungerechtigkeiten

5.1 Reduktionsmöglichkeiten von Bildungsungerechtigkeiten am Beispiel Migration

6. Die Rolle der Sozialen Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bildungsungerechtigkeiten, denen Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem ausgesetzt sind, und analysiert die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, diesen Benachteiligungen entgegenzuwirken.

  • Analyse von Ursachen für Bildungsbenachteiligung (soziale Herkunft, Sprache).
  • Kritische Betrachtung der selektiven Strukturen im deutschen Schulsystem.
  • Untersuchung des Konzepts der institutionellen Diskriminierung.
  • Diskussion von Reduktionsmöglichkeiten durch vorschulische Förderung und Elternarbeit.
  • Erläuterung der Rolle und Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Rolle der sozialen Herkunft

Menschen mit Migrationshintergrund müssen sich häufig mit Stigmatisierungen und Zuschreibungen von bestimmten Eigenschaften auseinandersetzen. „So wird argumentiert, dass der Schulerfolg eines Kindes von den in der Herkunftsfamilie verfügbaren ökonomischen, kulturellen und sozialen Kapitalien abhängt. Je höher die Verfügbarkeit dieser Kapitalien in der Herkunftsfamilie, desto höher sind die Chancen und Möglichkeiten auf eine erfolgreiche Bildungslaufbahn.“ (Geisen et al. 2013: 74) Diese Kapitalformen wurden von Pierre Bourdieu herausgearbeitet. Zu dem ökonomischen Kapital zählen die finanziellen Mittel, die ein Mensch zur Verfügung hat. Zusammengefasst sind das die materiellen Besitztümer, sprich beispielsweise das Einkommen und der Grundbesitz. Das kulturelle Kapital lässt sich in drei Einheiten unterteilen. Zum einen gibt es das inkorporierte Kulturkapital. Bei diesem Kapital geht es um die Bildung und das Wissen, jedoch nicht ausschließlich das in der Schule erworbene Wissen und die Bildung, sondern ebenso das durch beispielsweise die Erziehung erworbene. Dieses Kapital erfordert Zeit und Geduld für die Erwerbung. Zum anderen gibt es das objektivierte Kulturkapital. Das sind die Besitztümer, über die ein Mensch verfügt, wie zum Beispiel Bücher oder Instrumente. Diese sind auf andere übertragbar und leicht zu erwerben, jedoch erst von Bedeutung, wenn der Mensch über inkorporiertes Kapital verfügt. Zuletzt existiert noch das institutionalisierte Kulturkapital. Hiermit sind erworbene (schulische) Titel gemeint. Durch diese Titel kann sich der Mensch ökonomisches Kapital sichern, da die Titel anerkannt sind und er somit besseren Zugang zum Arbeitsmarkt erlangt. Die dritte Kapitalform stellt das soziale Kapital dar. Soziale Kontakte verschaffen einer Person gewisse Vorteile. Dieses Kapital steht in Abhängigkeit zu der Herkunft der Familie und erfordert eine beständige Beziehungsarbeit, damit das soziale Kapital erhalten bleibt. Bourdieu ergänzt diese drei Kapitalformen um das symbolische Kapital, welches für die Chancenungerechtigkeiten von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem durchaus von Relevanz ist. Bei dieser Art von Kapital geht es um das Ansehen einer Person, welches sie aus den davor gewonnen Kapitalien erwerben kann (vgl. Burzan 2004: 138 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffsbestimmungen: Einführung in zentrale Fachbegriffe wie Migration, soziale Ungleichheit, Ausschluss und institutionelle Diskriminierung, die für das Verständnis der Arbeit notwendig sind.

2. Ein Überblick zu dem deutschen Bildungssystem: Darstellung der rechtlichen Grundlagen von Bildung sowie eine kritische Hinterfragung der pro forma Chancengleichheit.

3. Bildungsungerechtigkeiten und mögliche Gründe dafür am Beispiel der Migration: Analyse der Ursachen für Bildungsbenachteiligungen, unterteilt in soziale Herkunft, sprachliche Herausforderungen und die frühe Selektion.

4. Veränderungen im Laufe der Zeit: Betrachtung der historischen Entwicklung der Bildungssituation von Migrantenkindern, gestützt durch PISA-Ergebnisse und statistische Daten.

5. Reduktionsmöglichkeiten von Bildungsungerechtigkeiten: Aufzeigung politischer und pädagogischer Lösungsansätze, insbesondere durch frühkindliche Förderung und Elternarbeit.

6. Die Rolle der Sozialen Arbeit: Untersuchung der spezifischen Aufgaben und Handlungsmodelle der Sozialen Arbeit zur Unterstützung von Migranten und zur Förderung von Chancengerechtigkeit.

Schlüsselwörter

Bildungsungerechtigkeit, Migration, Migrationshintergrund, Soziale Arbeit, Chancengerechtigkeit, Soziale Herkunft, Institutionelle Diskriminierung, Bildungssystem, Frühkindliche Förderung, Integration, Sprachbarrieren, Soziale Ungleichheit, Bourdieu, Selektion, Bildungsaufstieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die systemischen und sozialen Benachteiligungen von Kindern mit Migrationshintergrund innerhalb des deutschen Bildungswesens.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen der sozialen Herkunft, die Bedeutung sprachlicher Fähigkeiten sowie die Kritik an der frühzeitigen Selektion durch das Schulsystem.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab zu klären, welche spezifischen Bildungsungerechtigkeiten Kinder mit Migrationshintergrund erleben und welchen Beitrag die Soziale Arbeit zur Minderung dieser Probleme leisten kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf Literaturanalyse, der Erörterung soziologischer Kapitaltheorien (nach Bourdieu) und der Auswertung statistischer Daten basiert.

Was wird im Hauptteil detailliert besprochen?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen für Bildungsbenachteiligung, geht auf die Rolle der Eltern ein, betrachtet historische Veränderungen der Leistungen und diskutiert Interventionsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind Bildungsungerechtigkeit, soziale Herkunft, institutionelle Diskriminierung, Integration, Chancengerechtigkeit und Soziale Arbeit.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Formen der Diskriminierung?

Die Arbeit differenziert zwischen direkter institutioneller Diskriminierung durch explizite Regeln und indirekter Diskriminierung, die trotz neutraler Regeln aufgrund struktureller Rahmenbedingungen entsteht.

Welche Rolle spielt die vorschulische Bildung für den weiteren Lebensweg?

Die vorschulische Bildung, insbesondere der Besuch von Kindertagesstätten, wird als zentrales Instrument benannt, um sprachliche Defizite zu schmälern und kognitive sowie soziale Kompetenzen frühzeitig zu fördern.

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Details

Title
Bildungsungerechtigkeiten bei Kindern mit Migrationshintergrund. Hintergründe, Reduktionsmöglichkeiten und die Rolle der Sozialen Arbeit
College
Protestant University of Applied Sciences Darmstadt
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
23
Catalog Number
V1315952
ISBN (PDF)
9783346798756
ISBN (Book)
9783346798763
Language
German
Tags
bildungsungerechtigkeiten kindern migrationshintergrund hintergründe reduktionsmöglichkeiten rolle sozialen arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Bildungsungerechtigkeiten bei Kindern mit Migrationshintergrund. Hintergründe, Reduktionsmöglichkeiten und die Rolle der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1315952
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