In dieser Arbeit wird das Verhältnis zwischen Sprache, rhetorischen Fähigkeiten und Wahrheit untersucht. Mit Platons Dialogen beginnend wird die Entwicklung dargestellt, die von der Antike bis in die Gegenwart das Verständnis davon prägte, was einen guten Redner ausmacht und wie viel Wahrheit von denen vermittelt wird, denen die Menschen am meisten Gehör schenken.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Cicero und der „alte Streit zwischen Philosophie und Rhetorik”
- Die Rhetorik bei Platon
- Platons Gorgias
- Platons Phaidros
- Ciceros Vorstellung des vollkommenen Redners
- Friedrich Nietzsche: Wahrheit, Rhetorik, Metaphern
- Rhetorik und Wahrheit in der Gegenwart
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die komplexe Beziehung zwischen Rhetorik und Wahrheit, indem sie einen historischen Blick auf den „alten Streit zwischen Philosophie und Rhetorik” wirft und aktuelle Debatten um Wahrheit und Falschmeldung beleuchtet. Dabei werden die Ansichten von Cicero, Platon, Nietzsche und anderen Denkern analysiert, um die historische Entwicklung des Verhältnisses zwischen Rhetorik und Wahrheit aufzuzeigen.
- Die historische Entwicklung des Konflikts zwischen Rhetorik und Philosophie
- Die Rolle der Rhetorik in der Überzeugung und Meinungsbildung
- Die Bedeutung von Wahrheit und Falschmeldung in der heutigen Zeit
- Die Frage nach der Gültigkeit von Wahrheit in der Postmoderne
- Die Eigenschaften und Kompetenzen des „vollkommenen Redners”
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und den Hintergrund der Arbeit dar, indem sie die Assoziationen mit dem Begriff „Rhetorik” sowie die Herausforderungen im Umgang mit „Fake News” beleuchtet. Kapitel 2 analysiert Ciceros Vorstellung des „alten Streits” zwischen Philosophie und Rhetorik und beleuchtet die These, dass Rhetorik unabhängig von der Wahrheit als Mittel zur Überzeugung genutzt werden kann. Kapitel 3 befasst sich mit Platons Kritik an der Rhetorik in den Dialogen Gorgias und Phaidros. Kapitel 4 untersucht Ciceros Vorstellung des vollkommenen Redners und seine Argumentation für die Universalgelehrtheit.
Schlüsselwörter
Rhetorik, Wahrheit, Philosophie, Cicero, Platon, Fake News, Überzeugung, Meinungsbildung, „alter Streit”, Universalgelehrtheit, Rhetorische Fähigkeiten.
Häufig gestellte Fragen
Besteht ein Konflikt zwischen Rhetorik und Wahrheit?
Ja, dieser „alte Streit“ zwischen Philosophie (Suche nach Wahrheit) und Rhetorik (Kunst der Überzeugung) wird seit der Antike diskutiert, da Rhetorik auch zur Manipulation genutzt werden kann.
Was dachte Platon über die Rhetorik?
In seinen Dialogen (Gorgias, Phaidros) kritisierte Platon die Rhetorik oft als bloße Schmeichelei, forderte aber im Phaidros eine Rhetorik, die auf philosophischer Wahrheit basiert.
Wie definierte Cicero den „vollkommenen Redner“?
Für Cicero war der ideale Redner ein Universalgelehrter, der sowohl über rhetorische Brillanz als auch über tiefes philosophisches und historisches Wissen verfügt.
Was sagt Friedrich Nietzsche zum Verhältnis von Wahrheit und Sprache?
Nietzsche betrachtete Wahrheit als ein „bewegliches Heer von Metaphern“ und betonte, dass Sprache an sich rhetorisch und konstruiert sei.
Welche Relevanz hat das Thema für die heutige Zeit?
In Zeiten von „Fake News“ und postmoderner Beliebigkeit ist die Frage, wie viel Wahrheit hinter öffentlicher Rede steckt, aktueller denn je.
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- Tim Reinbacher (Author), 2019, Über die Relation von Rhetorik und Wahrheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1315330