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Die Darstellung von Gender in den digitalen Bildkulturen am Beispiel von Petra Collins. Werden wir noch Cyborgs?

Title: Die Darstellung von Gender in den digitalen Bildkulturen am Beispiel von Petra Collins. Werden wir noch Cyborgs?

Term Paper , 2022 , 16 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Anonym (Author)

Gender Studies
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Donna Haraways "Cyborg Manifesto" gilt als eines der wichtigsten feministischen Werke des 20. Jahrhunderts. Unzählige Male reproduziert und zitiert, ist es zum Kultschriftstück des heutigen Feminismus geworden. In ihrer Utopie nutzt sie die Cyborg als Bild für eine Überwindung von Gender. Die Auflösung der Dichotomie von weiblich und männlich soll für das Erreichen von Gleichberechtigung sorgen. Trotzdem oder deshalb sehen wir in der feministischen Kunst der vierten Welle immer wieder die Darstellung von Gender. Der Vormarsch von digitalen Bildkulturen im Netz hat einen ungeahnten Kampf um den weiblichen Körper entfacht. Diese Arbeit möchte einen genaueren Blick darauf werfen, wie sich Künstlerinnen der neuen Generation im Hinblick auf Gender darstellen. Um dem Umfang der Hausarbeit gerecht zu werden, konzentriere ich mich dabei auf wenige Arbeiten der Künstlerin Petra F. Collins. Sie ist eine der wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation, die es auf und mit der Plattform Instagram zu Erfolg gebracht hat. Instagram symbolisiert dabei wie keine andere die Plattform, die Visualisierung des Social Webs.

Der aktuelle Netzfeminismus ist so vielseitig wie auch der Feminismus der letzten Wellen es schon war. Es wird nicht mit einer Sprache gesprochen, sondern die von Haraway herbeigewünschte Vielzüngigkeit ist im Netz Realität. Immer wieder werden die Arbeiten von Künstlerinnen wie Collins auch von Feministinnen kritisiert und angegriffen. Wie Gender, und vor allem auch Weiblichkeit, visuell dargestellt wird (und werden darf), ist Teil vieler Kontroversen und Diskussionen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Donna Haraways Cyborg Manifesto

Instagram und Gender im Internet

Petra Collins

Bildbeispiele

Conclusio

Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Darstellung von Gender in digitalen Bildkulturen unter Bezugnahme auf Donna Haraways Utopie des Cyborgs. Ziel ist es, am Beispiel der Fotografin Petra Collins aufzuzeigen, wie Künstlerinnen der neuen Generation soziale Geschlechterrollen durch ihren eigenen Blick im sozialen Netz thematisieren und neu verhandeln.

  • Analyse des "Cyborg Manifesto" als theoretische Grundlage für die Überwindung binärer Geschlechterkategorien.
  • Untersuchung von Gender-Strukturen und Machtverhältnissen auf der Plattform Instagram.
  • Künstlerische Strategien von Petra Collins als Antwort auf den strukturell männlich geprägten "male gaze".
  • Diskussion über die Rolle digitaler Bildkulturen zwischen Selbstermächtigung und algorithmischer Überwachung.

Auszug aus dem Buch

Bildbeispiele

Gerade als Petra Collins begann erstes Aufsehen in der Kunstwelt zu erwecken und ihre künstlerische Karriere als Fotografin begann, macht sie mit einem ihrer Werke besonderes Aufsehen dadurch, dass es nicht gezeigt wurde.

Das Bild zeigt uns einen Ausschnitt eines vermeintlich weiblichen, jungen Körpers. Der Ausschnitt beginnt oberhalb des Bauchnabels und endet knapp oberhalb der Knie. Der Unterkörper ist mit einer hellgrünen Bikinihose bekleidet. Am oberen Saum sowie an den Beinausschnitten ist dunkle Intimbehaarung zu sehen. Der Hintergrund besteht aus goldenem glänzenden Material, das an Lametta erinnert. Das Bild scheint digital bearbeitet zu sein mit goldenen Sternen, die über den Körper der Protagonistin gelegt sind. Die Farbgebung ist in einem monochromen Grünstich getaucht. Das gibt dem Bild einen surrealen, traumartigen Look. Das Bild zeigt einen gewissen Grad an Nacktheit jedoch ohne eine sexualisierten Kontext zu geben. Die Farbgebung und der Hintergrund geben dem Bild etwas naives und kindliches, das einen möglichen sexuellen Bezug auflöst. Der Ausschnitt, der das Gesicht und damit auch die Identität des Models verbirgt deutet an, dass wir hier etwas verletzliches sehen. Im Gegensatz dazu stehen die goldene Farbe des Hintergrundes und die funkelnden Sterne, die etwas glamouröses in das Bild bringen.

Kurz nach der Veröffentlichung des Bildes auf dem Instagram Kanal der Künstlerin wurde dieser gesperrt. Das Bild wurde mit dem Hashtag Bikini veröffentlicht, wie bereits 5.883.628 Bilder davor. Der Unterschied zu den anderen Bildern auf der Plattform scheint der zu sein, dass auf diesem Intimbehaarung zu sehen ist. Der Account der Künstlerin wurde nach einiger Zeit wieder freigeschaltet, das Bild jedoch wurde dauerhaft entfernt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Relevanz von Donna Haraways Cyborg Manifesto für den zeitgenössischen Feminismus und Eingrenzung der Fragestellung auf die Arbeiten von Petra Collins.

Donna Haraways Cyborg Manifesto: Theoretische Auseinandersetzung mit der Cyborg-Metapher als Mittel zur Auflösung binärer Dichotomien wie Mann/Frau oder Natur/Kultur.

Instagram und Gender im Internet: Analyse der geschlechtsspezifischen Dynamiken im Netz und der Funktionsweise von Instagram als stark visuelles Medium mit gesellschaftlichen Machtstrukturen.

Petra Collins: Vorstellung der Künstlerin Petra Collins als Vertreterin einer neuen, digital geprägten feministischen Kunstströmung.

Bildbeispiele: Konkrete Analyse von drei Werken der Künstlerin unter Berücksichtigung von Inszenierung, Nacktheit und dem Umgang mit Plattform-Zensur.

Conclusio: Zusammenfassende Reflexion darüber, wie Künstlerinnen wie Collins durch die Aneignung des eigenen Bildes den Mythos der Cyborg in die Realität überführen können.

Ausblick: Abschließende Betrachtung, die betont, dass die Arbeit lediglich einen kleinen Einblick in die komplexen und kontroversen Debatten um digitale Weiblichkeit geben kann.

Schlüsselwörter

Cyborg Manifesto, Donna Haraway, Gender, digitaler Feminismus, Petra Collins, Instagram, male gaze, weiblicher Körper, digitale Bildkultur, Netzfeminismus, Künstliche Identität, Selbstbestimmung, Dichotomie, visuelle Repräsentation, Cyberfeminismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung von Geschlechterrollen in digitalen Bildkulturen und wie Künstlerinnen diese im Kontext sozialer Medien und feministischer Theorien neu verhandeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die theoretischen Überlegungen Donna Haraways zum Cyborg, die Machtmechanismen auf Plattformen wie Instagram sowie die künstlerische Praxis von Petra Collins.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie junge feministische Künstlerinnen durch die gezielte Inszenierung des weiblichen Körpers das männlich dominierte Narrativ in digitalen Räumen aufbrechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt medientheoretische Analysen, insbesondere den Cyberfeminismus, kombiniert mit einer kunsttheoretischen Untersuchung ausgewählter Fotografien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Haraways "Cyborg Manifesto", eine medienkritische Analyse von Instagram und eine praxisnahe Fallstudie zu Werken von Petra Collins.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Cyborg, Gender, digitaler Feminismus, männlicher Blick (male gaze) und die mediale Inszenierung des weiblichen Körpers.

Warum spielt die Plattform Instagram eine so zentrale Rolle in der Arbeit?

Instagram wird als besonders einflussreiches visuelles Medium identifiziert, das durch eigene Regeln und Algorithmen maßgeblich mitbestimmt, wie Weiblichkeit und Körper im digitalen Raum sichtbar gemacht werden.

Welche Bedeutung kommt der Zensur im Kontext der analysierten Bilder zu?

Die Zensur durch Instagram dient als Beispiel für die patriarchale Deutungshoheit über den weiblichen Körper, da Faktoren wie Körperbehaarung zur Entfernung von Bildern führen können, obwohl diese in einem künstlerischen Kontext stehen.

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Details

Title
Die Darstellung von Gender in den digitalen Bildkulturen am Beispiel von Petra Collins. Werden wir noch Cyborgs?
College
University of Marburg
Grade
2.0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
16
Catalog Number
V1314715
ISBN (PDF)
9783346792365
ISBN (Book)
9783346792372
Language
German
Tags
Instagram Feminismus digitale Bildkulturen Gender Kunst Fotografie Harraway Cyborgs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Die Darstellung von Gender in den digitalen Bildkulturen am Beispiel von Petra Collins. Werden wir noch Cyborgs?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1314715
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