Mit merkwürdiger Eloquenz und stringenter Beweisführung bringt die Mabādi’ ārā’ ahl al-madīna al-fādila von al-Fārābī die Erwartungen der Abbasiden meisterhaft zum Ausdruck und bereitet damit den Weg für eine neue Auffassung der idealen Stadt unter den muslimischen Gläubigen. Wie kräftig diese Auffassung sich bis heute in der islamischen Welt durchsetzen konnte, ist anhand der zahlreichen Konflikte zwischen Glaubensgemeinschaften im Nahen Osten deutlich zu spüren: Ob der Islam seine ursprüngliche Tendenz zum Egalitarismus wieder entdecken wird, ist eine Entwicklung, die von verschiedenen Faktoren, aber zuallererst von einem friedlichen konstruktiven Gespräch mit der abendländischen Kultur abhängig.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1 Die Mabādi' ārā' ahl al-madīna al-fādila von al-Fārābī
- 2 Der Einfluss Platons auf die Mabādi' ārā' ahl al-madīna al-fādila von al-Fārābī
- 3 Der Einfluss Aristoteles auf die Mabādi' ārā' ahl al-madīna al-fādila von al-Fārābī
- Schlusswort
- Bibliographie
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Konzeption der idealen Stadt nach dem muslimischen Philosophen al-Fārābī. Sie analysiert die Mabādi' ārā' ahl al-madīna al-fādila, ein Werk, das al-Fārābīs politische Philosophie und seine Auseinandersetzung mit den Ideen von Platon und Aristoteles beleuchtet.
- Die Mabādi' ārā' ahl al-madīna al-fādila als zentrale Schrift al-Fārābīs
- Der Einfluss Platons auf al-Fārābīs politische Philosophie
- Der Einfluss Aristoteles auf al-Fārābīs politische Philosophie
- Die Konzeption der idealen Stadt bei al-Fārābī
- Die Rolle des Imāms in der idealen Stadt
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt al-Fārābī als einen der bedeutendsten arabischen Philosophen des 10. Jahrhunderts vor und beleuchtet seinen Lebensweg und seine Bedeutung für die islamische Philosophie. Sie beschreibt den historischen Kontext, in dem al-Fārābī lebte und wirkte, insbesondere die Bedeutung von Bagdad als Zentrum der Wissenschaften und die politische Situation im abbasidischen Reich.
Das erste Kapitel befasst sich mit der Mabādi' ārā' ahl al-madīna al-fādila, einem zentralen Werk al-Fārābīs, das die Prinzipien der Einwohner der idealen Stadt beschreibt. Es beleuchtet die Entstehung und Überlieferung des Textes sowie die Struktur und den Inhalt der Schrift.
Das zweite Kapitel untersucht den Einfluss Platons auf die Mabādi' ārā' ahl al-madīna al-fādila. Es analysiert, wie al-Fārābī Platons Ideen in seine eigene politische Philosophie integriert und wie er diese auf die Konzeption der idealen Stadt anwendet.
Das dritte Kapitel widmet sich dem Einfluss Aristoteles auf die Mabādi' ārā' ahl al-madīna al-fādila. Es analysiert, wie al-Fārābī Aristoteles' politische Philosophie interpretiert und in seine eigene Konzeption der idealen Stadt einbezieht.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die ideale Stadt, al-Fārābī, Mabādi' ārā' ahl al-madīna al-fādila, Platon, Aristoteles, politische Philosophie, Islam, Philosophiegeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Wer war al-Fārābī?
Al-Fārābī war ein bedeutender muslimischer Philosoph des 10. Jahrhunderts, der als Brückenbauer zwischen griechischer Philosophie und islamischem Denken gilt.
Was ist die „ideale Stadt“ bei al-Fārābī?
Ein politisches Konzept (al-madīna al-fādila), in dem Gerechtigkeit und das Streben nach Glückseligkeit durch eine weise Führung ermöglicht werden.
Welchen Einfluss hatte Platon auf al-Fārābī?
Al-Fārābī übernahm Platons Idee des Philosophenkönigs und transformierte sie in das Konzept des idealen Imāms als Oberhaupt der Stadt.
Wie unterscheidet sich die ideale Stadt von anderen Stadtformen?
Im Gegensatz zu „unwissenden“ oder „verdorbenen“ Städten basiert die ideale Stadt auf wahren Überzeugungen und tugendhaftem Handeln.
Welche Rolle spielt Aristoteles in al-Fārābīs Werk?
Al-Fārābī integrierte aristotelische Logik und Ethik, um die metaphysischen Grundlagen seiner politischen Theorie zu untermauern.
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- Giacomo Francini (Author), 2009, Eine Utopie in der islamischen Welt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131298