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Die politischen Parteien des Kaiserreichs

Titel: Die politischen Parteien des Kaiserreichs

Hausarbeit , 2009 , 11 Seiten , Note: 1.2

Autor:in: Vincent Glittenberg (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit sollen die politischen Parteien im deutschen Kaiserreich nach der
Reichsgründung 1871beschrieben und untersucht werden, schwerpunktmäßig während
Bismarcks Kanzlerschaft. Um mich diesem komplexen Thema nähern zu können, werde
ich versuchen zu analysieren, ob die Parteien im Kaiserreich nur im Vorhof der Macht
existierten, oder ob sie sich zu tatsächlichen und einflussreichen politischen
Mitgestaltern entwickeln konnten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Historischer Kontext

Rolle und Organisation der Parteien

Generelle Defizite des Parteiensystems

Forschungsdebatte

Fazit und persönliche Schlussfolgerung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und politische Rolle der Parteien im deutschen Kaiserreich nach der Reichsgründung 1871, mit einem besonderen Fokus auf die Ära Bismarcks, um zu klären, ob sie lediglich eine Randrolle spielten oder als einflussreiche Mitgestalter agierten.

  • Analyse der historischen Genese politischer Parteien im Kaiserreich.
  • Untersuchung der organisatorischen Strukturen und soziologischen Basis der Hauptparteien.
  • Bewertung der strukturellen Defizite des Parteiensystems im autoritären Obrigkeitsstaat.
  • Diskussion der wissenschaftlichen Forschungsdebatte zur "schleichenden Parlamentarisierung".

Auszug aus dem Buch

Rolle und Organisation der Parteien

Die politischen Parteien der Kaiserzeit fanden in der Reichsverfassung keine Erwähnung, sondern beruhten auf dem Vereinsrecht. Bereits diese Tatsache weist auf die niedrige Bedeutung hin, die man den Parteien bei der Ausarbeitung der Verfassung beimaß. Doch diese Missachtung der Parteien mag auch damit zu relativieren sein, dass es noch keinen festen Parteienbegriff gab, man sprach stattdessen von Lagern und Richtungen, von politischen Freunden und Gegnern. Ausdrücklicher gegen den Parlamentarismus richtete sich hingegen das Verbot „jeder Besoldung oder Entschädigung“ für die Abgeordneten, auch wenn es letztendlich nur die Bindung dieser an die Parteien stärkte.

Von den 70er Jahren bis zum Kriegsausbruch konzentrierte sich die organisierte politische Tätigkeit in Deutschland auf fünf politische Parteien. Die Hauptrichtungen, die die deutsche Parteiengeschichte bestimmten, waren: Liberalismus, Konservatismus, politischer Katholizismus und Sozialismus. Der Großteil der Parteien war als Honorationspartei organisiert. Von den fünf wichtigen politischen Parteien, die ich im weiteren Verlauf vorstellen werde, waren in der Tat zunächst drei Parteien solchermaßen organisiert, nämlich die Deutsche konservative Partei, die Nationalliberale Partei sowie die Fortschrittspartei. Anders verhält es sich mit der katholischen Zentrumspartei und der sozialistischen, bzw. Sozialdemokratischen Partei.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Fragestellung bezüglich des politischen Einflusses der Parteien während Bismarcks Kanzlerschaft.

Historischer Kontext: Erläuterung der politischen Bewegungen seit dem Vormärz als notwendige Voraussetzung für das Verständnis der späteren Parteienlandschaft.

Rolle und Organisation der Parteien: Detaillierte Betrachtung der fünf maßgeblichen politischen Strömungen und ihrer jeweiligen Organisationsformen sowie Wählerbasis.

Generelle Defizite des Parteiensystems: Analyse der strukturellen Hindernisse, die eine parlamentarische Kooperation und Verantwortungsübernahme im Kaiserreich verhinderten.

Forschungsdebatte: Gegenüberstellung unterschiedlicher historischer Einschätzungen zur Entwicklung einer möglichen Parlamentarisierung vor 1914.

Fazit und persönliche Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse mit dem Befund, dass die Parteien trotz Politisierung den Sprung ins Zentrum der Macht nicht vollzogen haben.

Schlüsselwörter

Kaiserreich, Bismarck, Politische Parteien, Reichstag, Parlamentarismus, Autoritarismus, Zentrumspartei, Sozialdemokratie, Nationalliberale, Konservatismus, Honorationspartei, Politische Mitgestaltung, Machtverhältnisse, Historische Analyse, Reichsgründung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politische Rolle und den Einfluss der Parteien im Deutschen Kaiserreich nach 1871, insbesondere unter Berücksichtigung der Regierungszeit Bismarcks.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Organisationsformen der Parteien, ihr Verhältnis zum Obrigkeitsstaat, die sozialen Milieus ihrer Wählerschaft sowie die Frage nach einer tatsächlichen Parlamentarisierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob die Parteien im Kaiserreich lediglich eine Randexistenz im "Vorhof der Macht" führten oder ob sie sich als einflussreiche politische Akteure etablieren konnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, um die verschiedenen Strömungen und die fachwissenschaftliche Debatte zur Regierungsstruktur des Kaiserreichs aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Parteienlandschaft (Zentrum, SPD, Liberale, Konservative), die Analyse struktureller Defizite sowie die Auseinandersetzung mit der historischen Debatte zwischen "schleichender Parlamentarisierung" und "autoritärem Korporativismus".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind neben den Namen der Parteien insbesondere "Obrigkeitsstaat", "Parlamentarisierung" und "autoritärer Korporativismus".

Warum spielt der Begriff "Honorationspartei" eine so wichtige Rolle für das Verständnis des Kaiserreichs?

Dieser Begriff verdeutlicht, dass die Parteien jener Zeit oft keine Massenorganisationen waren, sondern von kleinen Zirkeln einflussreicher Persönlichkeiten dominiert wurden, was ihre begrenzte Reichweite erklärt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Zentrums?

Das Zentrum wird als eine sehr flexible und stabile Kraft beschrieben, die es schaffte, trotz ihrer unterschiedlichen sozialen Milieus eine homogene politische Rolle als Vertreter des politischen Katholizismus einzunehmen.

Inwiefern hat das Sozialistengesetz die SPD beeinflusst?

Obwohl das Gesetz die Partei repressiv bekämpfte, führte es laut Autor dazu, dass die SPD sich konsolidierte und gestärkt zur ersten echten Massenpartei Deutschlands entwickelte.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die politischen Parteien des Kaiserreichs
Hochschule
Sciences Po Paris, Dijon, Nancy, Poitier, Menton, Havre  (Sciences-Po Paris à Nancy)
Note
1.2
Autor
Vincent Glittenberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
11
Katalognummer
V130911
ISBN (eBook)
9783640609673
ISBN (Buch)
9783640610051
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Parteien Kaiserreichs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vincent Glittenberg (Autor:in), 2009, Die politischen Parteien des Kaiserreichs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130911
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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