Für das Internet-Marketing ergeben sich branchenspezifische
Unterschiede. Nach der Medienwirtschaft weist die Touristikbranche
den höchsten Nutzungsgrad des Internets für die elektronische
Abwicklung von Transaktionen auf (vgl. Fritz 2004 S.291). Kaum ein
anderes Produkt scheint so für den Online-Vertrieb geeignet zu sein wie eine Reise.
Im Zuge dieser Arbeit wird zunächst der Online-Reisemarkt
skizziert. Einige Besonderheiten werden herausgearbeitet, es wird ein Überblick über die Marktsituation gegeben und die Stellung der
verschiedenen Vertriebsformen Baustein-, Pauschalreisen und Last-
Minute in der Online-Reisebranche werden beispielhaft erläutert.
Anschließend wird auf einige Besonderheiten bezüglich des
Marketing-Mix im Online-Reisemarkt eingegangen.
Ferner sollen im Zuge dieser Arbeit folgende Fragen beantwortet werden: Warum ist das touristische Produkt so prädestiniert für den Online-Vertrieb? Aus welchen Akteuren setzt sich der Online Reisemarkt zusammen? Was für Neuerungen und Herausforderungen bringt das Internet in Bezug auf das Marketing der Reiseunternehmen mit sich?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Onlinemarkt für Reisen
2.1 Grundlagen des Reisemarktes
2.2 Die Anbieter – Reiseveranstalter und Reisemittler
2.3 Marktübersicht – Tendenzen & Entwicklungen
3. Beispiele zum Internet-Marketing in der Reisebranche
4. Fazit & Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die besonderen Anforderungen und Chancen des E-Commerce innerhalb der Tourismusbranche. Ziel ist es, die Rolle des Internets als zentralen Absatz- und Informationskanal zu analysieren, die Akteure des Marktes zu identifizieren und die Auswirkungen auf das moderne Marketing-Mix aufzuzeigen.
- Strukturanalyse des Online-Reisemarktes
- Differenzierung zwischen Reiseveranstaltern und Reisemittlern
- Marktentwicklungen und Prognosen zur Digitalisierung des Tourismus
- Einsatz innovativer Marketing-Instrumente wie Mass Customization und One-to-One-Marketing
Auszug aus dem Buch
3. Beispiele zum Internet-Marketing in der Reisebranche
Die Reisebranche eignet sich, wie anfangs erwähnt, ganz besonders dazu ihre Produkte im Internet zu vertreiben. Im Tourismus handelt es sich um Produkte, die bis zum Konsum nicht physisch präsent sein müssen. Außerdem setzt der Kaufentscheid eine Fülle von Informationen voraus und schließlich ist das Marktbild von einer Vielzahl von geographisch verstreuten Anbietern und Nachfragern geprägt. Leistungserstellung und Vertrieb sind also hochgradig koordinations- und informationsintensiv(vgl. Marti 2002 S.1).
Dies zeigt sich auch in der Nutzungsstruktur des Internets für Reisen. An erster Stelle wird das Internet für die Informationsrecherche über das Reiseziel und zum Preisvergleich genutzt. (Kubitz 2005 S.2). Die Akzeptanz, auch die Reise im Internet zu kaufen, steigt jedoch zusehens.
Als ein großes Risiko wird die neue Markttransparenz, die durch das Internet entsteht, gesehen. Dies zeigt sich in Äußerungen wie der Folgenden: "Jeder Wettbewerber ist nur einen Klick entfernt. Aus diesem Grund ist die Loyalität des Kunden eine der Hauptschwierigkeiten" (Tom Reiter- Opodo-Geschäftsführer, zitiert nach Naumann 2007). Dieser wohl eher pragmatischen Sichtweise ist jedoch gegenüberzustellen, „dass die Informationssuche des Konsumenten beim Kauf von Büchern, CDs und Reiseangeboten im Internet meist sehr begrenzt ist“ (Fritz 2006 S.14). Dieser Vorgang wird als Online- Cognitive oder Lock-In bezeichnet. Der Theorie nach drückt sich dieser in reduzierter Informationssuche aus und endet in limitierten und habituellen Kaufentscheidungen. Welche der beiden Sichtweisen Recht behält, kann hier nicht abschließend geklärt werden. Allerdings ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Internet neue Marketing-Instrumente zur Steigerung von Kundenloyalität und Markentreue hervorgebracht hat, wie das One-to-One-Marketing oder die Mass Customization.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Eignung der Tourismusbranche für den Online-Vertrieb und definiert die Zielsetzung sowie den Rahmen der Untersuchung.
2. Der Onlinemarkt für Reisen: Dieses Kapitel erläutert die Marktstruktur, unterscheidet zwischen Reiseveranstaltern sowie -mittlern und analysiert aktuelle Markttendenzen sowie Zuwachsraten.
3. Beispiele zum Internet-Marketing in der Reisebranche: Hier werden spezifische Marketing-Instrumente wie One-to-One-Marketing und Mass Customization im Kontext der Reisebranche diskutiert.
4. Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung des Internets für den Tourismus zusammen und weist auf offene Fragestellungen für zukünftige Betrachtungen hin.
Schlüsselwörter
E-Commerce, Online-Reisemarkt, Internet-Marketing, Reiseveranstalter, Reisemittler, Disintermediation, Mass Customization, One-to-One-Marketing, Kundenloyalität, Markttransparenz, Tourismusbranche, Direktvertrieb, Reisebranche, Online-Buchung, Reisevertrieb
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Besonderheiten und Herausforderungen des E-Commerce in der Tourismusbranche unter besonderer Berücksichtigung des Internets als Informations- und Absatzkanal.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten zählen die Marktstruktur der Reisebranche, die Rolle von Direktvertrieb und Intermediären sowie moderne Marketing-Methoden im digitalen Raum.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, den Status quo des Online-Reisemarktes zu skizzieren, Entwicklungen zu analysieren und Marketing-Strategien für die Branche zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Marktstudien und Branchenstatistiken, um die Entwicklungen beispielhaft zu erläutern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Aufbau des Reisemarktes, die verschiedenen Akteure, Markttendenzen und spezifische Marketing-Instrumente wie Mass Customization behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte umfassen E-Commerce, Online-Reisemarkt, Disintermediation, Mass Customization und Kundenloyalität.
Warum ist das touristische Produkt so besonders für das Internet geeignet?
Es handelt sich um ein Produkt, das bis zum tatsächlichen Konsum nicht physisch vorliegen muss und dessen Vertrieb hochgradig informationsintensiv ist, was digitale Kanäle prädestiniert.
Welche Herausforderungen müssen "Pure Click"-Unternehmen bewältigen?
Diese Unternehmen stehen vor der Herausforderung, trotz fehlender physischer Präsenz Vertrauen aufzubauen und Sicherheitsbedenken der Kunden durch starke Markenführung zu entkräften.
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- Daniel Stitz (Author), 2008, Online-Marketing im Tourismus: Baustein-, Pauschalreisen und Last-Minute Anbieter im WWW, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130406