Die Kurden sind das größte Volk der Welt ohne eigenen Staat. Im Krieg gegen den IS haben sie durch ihren Mut und ihre militärischen Erfolge internationale Aufmerksamkeit erlangt. Zeit, einen genaueren Blick darauf zu werfen, welche Rolle sie für einen friedlichen und demokratischen Nahen Osten spielen (können).
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Errungenschaften der Kurden
- Rojava, die Autonome Föderation Nordsyrien
- Demokratischer Konföderalismus
- Verlässlichste Partner des Westens
- Gleichberechtigung der Frau
- Autonome Region Kurdistan
- Regierungssystem nach europäischem Vorbild
- Verbot der Todesstrafe
- Internationale Beziehungen
- Bollwerk gegen den IS
- Rojava, die Autonome Föderation Nordsyrien
- Verfehlungen und Probleme der Kurden
- Vergehen in Syrien und im Irak
- Fehlende Unterstützung
- Kurdische Bevölkerung aufgeteilt
- Kurden im Iran
- Kurden in der Türkei
- Diversitäten unter den Kurden
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Aufsatz befasst sich mit der Frage, ob die Kurden im Nahen Osten eine dauerhafte Konfliktlösung bewirken können. Er analysiert die Errungenschaften der Kurden in Rojava und der Autonomen Region Kurdistan, um zu beleuchten, ob diese Modelle für die gesamte Region relevant sein könnten. Der Fokus liegt dabei auf dem demokratischen Konföderalismus, der Gleichberechtigung der Frau und der Rolle der Kurden als Partner des Westens im Kampf gegen den IS.
- Die Rolle der Kurden im Nahen Osten
- Der demokratische Konföderalismus als politisches Modell
- Gleichberechtigung der Frau in kurdischen Gebieten
- Die Kurden als Partner des Westens
- Herausforderungen und Konflikte in kurdischen Gebieten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Lage im Nahen Osten und zeigt die Herausforderungen auf, die die Region prägen. Sie stellt die Kurden als potenziellen Faktor für Veränderung vor und führt die Fragestellung des Aufsatzes ein. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den Errungenschaften der Kurden, insbesondere in Rojava und der Autonomen Region Kurdistan. Es analysiert den demokratischen Konföderalismus in Rojava und die Fortschritte in Bezug auf Gleichberechtigung der Frau in beiden Gebieten. Im dritten Kapitel werden die Verfehlungen und Probleme der Kurden beleuchtet. Die Aufteilung der kurdischen Bevölkerung in verschiedenen Staaten sowie die fehlende Unterstützung aus dem Westen werden hier thematisiert.
Schlüsselwörter
Kurden, Naher Osten, Konfliktlösung, Demokratischer Konföderalismus, Rojava, Autonome Region Kurdistan, Gleichberechtigung der Frau, Islamischer Staat (IS), Westliche Welt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der „Demokratische Konföderalismus“?
Es ist ein von Abdullah Öcalan entwickeltes politisches Modell, das auf Selbstverwaltung, Basisdemokratie, Frauenbefreiung und Ökologie ohne einen Nationalstaat setzt.
Welche Rolle spielen die Kurden im Kampf gegen den IS?
Kurdische Milizen (wie die YPG und Peschmerga) gelten als die verlässlichsten Bodenstreitkräfte des Westens im Kampf gegen den Islamischen Staat in Syrien und im Irak.
Wie steht es um die Gleichberechtigung der Frau in Rojava?
In den kurdischen Gebieten Nordsyriens (Rojava) gibt es eine strikte Frauenquote, Doppelspitzen in allen Ämtern und eigene Frauenverteidigungseinheiten (YPJ).
Warum haben die Kurden keinen eigenen Staat?
Die kurdische Bevölkerung ist auf vier Staaten (Türkei, Iran, Irak, Syrien) aufgeteilt, die eine Unabhängigkeit Kurdistans aus eigenen Machtinteressen verhindern.
Was unterscheidet Rojava von der Autonomen Region Kurdistan im Irak?
Während Rojava auf Basisdemokratie setzt, ist die Region im Irak eher nach europäischem Vorbild parlamentarisch organisiert, aber auch stark von familiären Machtstrukturen geprägt.
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- Tobias Wagner (Author), 2017, Die Kurden. Dauerhafte Konfliktlöser im Nahen Osten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1303787