Die Frage, ob der menschlichen Bevölkerung auf Erden Grenzen gesetzt sind, hat sich in den letzten 200 Jahren zu einem „wissenschaftlichen Dauerbrenner“ entwickelt. Thomas Malthus hat bereits Ende des 18. Jahrhunderts einen Diskurs über Bevölkerungswachstum -und dynamik in Gang gesetzt, der in seinem Grundgedanken bis heute noch Gültigkeit hat.
Diese Arbeit beschäftigt sich im ersten Abschnitt mit der „Bevölkerungsfalle“ von Malthus, wobei das Problem des Bevölkerungswachstums erläutert wird. Dennoch muss man diese Theorie kritisch von mehreren Seiten betrachten, da sich die Bevölkerung, u.a. bedingt durch den unterschiedlichen Lebensstandard, nicht in allen Teilen der Welt gleich entwickelt.1
Der zweite Teil der Arbeit setzt sich mit dem Modell des demografischen Übergangs auseinander. Weiterhin wird die veränderte Rolle der Familie und das Verhalten der Fertilitätsrate anhand der Theorie des Nobelpreisträgers Gary Becker betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die ,,Bevölkerungsfalle“ nach Malthus
- Die Bevölkerung
- Der demografische Übergang und die Sterblichkeit
- Die mikroökonomische Theorie der Geburtenrate anhand des Modells von Gary Becker
- Zusammenfassung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Belegarbeit befasst sich mit der „Bevölkerungsfalle“ nach Malthus und deren kritischen Betrachtung. Sie analysiert das Problem des Bevölkerungswachstums und untersucht die Gültigkeit der Malthusianischen Theorie im Kontext des demografischen Übergangs und der mikroökonomischen Theorie der Geburtenrate.
- Die „Bevölkerungsfalle“ nach Malthus
- Der demografische Übergang
- Die mikroökonomische Theorie der Geburtenrate
- Die kritische Betrachtung der Malthusianischen Theorie
- Die Rolle des Lebensstandards und der Familienstruktur
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Bevölkerungsentwicklung ein und stellt die Relevanz der Malthusianischen Theorie in der heutigen Zeit dar.
Das zweite Kapitel widmet sich der „Bevölkerungsfalle“ nach Malthus. Es erläutert die Grundgedanken der Malthusianischen Theorie, die von einem exponentiellen Bevölkerungswachstum und einer linearen Steigerung der Nahrungsmittelproduktion ausgeht. Die Theorie postuliert, dass die Bevölkerung irgendwann so stark zugenommen haben müsse, dass es auf der ganzen Welt nicht mehr ausreichend Platz für sie gäbe.
Das dritte Kapitel befasst sich mit der Bevölkerung und deren Entwicklung. Es analysiert den demografischen Übergang und die veränderte Rolle der Familie. Die mikroökonomische Theorie der Geburtenrate nach Gary Becker wird vorgestellt und in Bezug auf die Fertilitätsrate betrachtet.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Bevölkerungsfalle, das Bevölkerungswachstum, die Malthusianische Theorie, den demografischen Übergang, die Geburtenrate, die Sterberate, die mikroökonomische Theorie, die Familienstruktur und den Lebensstandard.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter der „Bevölkerungsfalle“ nach Malthus?
Malthus postulierte, dass die Bevölkerung exponentiell wächst, während die Nahrungsmittelproduktion nur linear steigt. Dies führe zwangsläufig zu Hunger und Krisen, sobald die Kapazitätsgrenze erreicht ist.
Was ist das Modell des demografischen Übergangs?
Es beschreibt den Wandel von hohen Geburten- und Sterberaten hin zu niedrigen Raten, der meist mit wirtschaftlicher Entwicklung und verbessertem Lebensstandard einhergeht.
Welchen Ansatz verfolgt Gary Becker zur Geburtenrate?
Gary Becker entwickelte eine mikroökonomische Theorie, bei der Kinder als „Konsumgüter“ betrachtet werden. Eltern wägen Kosten und Nutzen ab, was bei steigendem Einkommen oft zu weniger, aber „qualitativ hochwertiger“ ausgebildeten Kindern führt.
Warum wird die Theorie von Malthus heute kritisch gesehen?
Malthus unterschätzte den technologischen Fortschritt in der Landwirtschaft und den demografischen Wandel, bei dem Geburtenraten in entwickelten Gesellschaften stark sanken.
Welche Rolle spielt der Lebensstandard für das Bevölkerungswachstum?
Ein höherer Lebensstandard korreliert oft mit besseren Bildungschancen und einer geringeren Fertilitätsrate, was der Malthusianischen Theorie eines unkontrollierten Wachstums widerspricht.
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- Anja Behrens (Author), 2007, Die Bevölkerungskrise nach Malthus und deren kritische Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130133