Diese Arbeit wird sich mit der Frage beschäftigen, ob sich zwischen der gegenwärtigen Jugendsprache und den antiken Stiltugenden der Rhetorik ein Bezug herstellen lässt, genauer noch, wie viel von dem differenzierten System der antiken Redekunst in dem heutigen Soziolekt der Jugend wiederzufinden ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung und Forschungsfrage
- Rhetorische Stiltugenden
- Unterrichtsplanung
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht, ob sich ein Bezug zwischen der gegenwärtigen Jugendsprache und den antiken Stiltugenden der Rhetorik herstellen lässt. Dabei werden die drei Stiltugenden aptum, perspecuitas und ornatus im Kontext der modernen Jugendsprache analysiert. Die Arbeit beleuchtet die Frage, inwiefern die differenzierte Systematik der antiken Redekunst in der heutigen Jugendsprache wiederzufinden ist.
- Verhältnis zwischen sprachlichen Mitteln und gesellschaftlichem Zweck
- Analyse der Stiltugenden aptum, perspecuitas und ornatus in Bezug auf die Jugendsprache
- Untersuchung der Geltung und Funktionen der Jugendsprache
- Kritik an der unzureichenden sozialen Differenzierung der Jugendsprache
- Die Rolle von Modewörtern und Neologismen in der Jugendsprache
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung und Forschungsfrage
Die Einleitung führt in die Thematik ein und stellt die Forschungsfrage in den Mittelpunkt, die sich auf die Verbindung zwischen antiken Stiltugenden und der modernen Jugendsprache konzentriert. Die Arbeit kritisiert Platons Versuch, die Rhetorik an moralische Kategorien zu binden, und untersucht die Rolle der Jugendsprache in der Gesellschaft.
Rhetorische Stiltugenden
Dieses Kapitel befasst sich mit den Stiltugenden aptum, perspecuitas und ornatus im Kontext der Jugendsprache. Die Analyse beleuchtet, wie diese Stiltugenden in der modernen Jugendsprache zum Ausdruck kommen und inwiefern sie sich von der traditionellen Rhetorik unterscheiden.
Schlüsselwörter
Jugendsprache, Rhetorik, Stiltugenden, aptum, perspecuitas, ornatus, Neologismen, Modewörter, Soziolinguistik, Sprachwandel.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die antiken Stiltugenden der Rhetorik?
Zu den zentralen Stiltugenden zählen Aptum (Angemessenheit), Perspicuitas (Klarheit), Brevitas (Kürze) und Ornatus (Schmuckhaftigkeit).
Wie lässt sich „Aptum“ in der Jugendsprache wiederfinden?
Aptum beschreibt die Angemessenheit der Sprache gegenüber der Situation. In der Jugendsprache zeigt sich dies durch eine strikte Abgrenzung gegenüber der Erwachsenenwelt und eine hohe gruppeninterne Passgenauigkeit.
Dient Jugendsprache der Klarheit (Perspicuitas)?
Innerhalb der Peergroup sorgt sie für schnelle, präzise Verständigung. Nach außen wirkt sie jedoch oft bewusst exkludierend und damit unklar für Außenstehende.
Welche Rolle spielen Neologismen in der Jugendsprache?
Neologismen und Modewörter fungieren als kreative Sprachmittel, die vergleichbar mit dem antiken „Ornatus“ (Schmuck) die Ausdruckskraft steigern und Identität stiften.
Ist Jugendsprache ein Zeichen von Sprachverfall?
Die Arbeit betrachtet Jugendsprache eher als dynamischen Soziolekt mit eigenen rhetorischen Regeln und Funktionen, nicht als bloßen Mangel an Sprachkompetenz.
- Quote paper
- Cathy Schoetter (Author), 2019, Die antiken Stiltugenden der Rhetorik im Vergleich mit der modernen Jugendsprache. Aptum, perspecuitas und brevitas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1301026