Diese Falldokumentation beschreibt den Beratungsprozess eines Klienten, der nur wenig Deutsch spricht, sodass die Beratung in Polnisch stattgefunden hat. Die Arbeit analysiert diesen spezifischen Beratungskontext in seinen Einzelheiten, sodass ein übersichtlicher Gesamteindruck entstehen kann.
Diese Arbeit stützt sich auf die normative Handlungstheorie von Silvia Staub-Bernasconi, welche sich in drei Schritte zusammenfassen lässt: 1) Kenntnisnahme des Forschungsgegenstandes und hierzu möglicher "nomologischer Aussagen" zu einem sozialen Problem, 2) Formulierung "nomopragmatischer, handlungsorientierter Hypothesen" der zu erreichenden Zielzustände und 3) Formulierung professioneller Handlungsregeln und ihrer abschließenden Wirkungsbewertung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Angaben zum Fall (Zu-Beratende Person bzw. Gruppe)
- 2. Beschreibung des Anlasses und der Problemsituation
- 3. Situationseinschätzende Maßnahmen
- 4. Einschätzung des Bedarfs an psychosozialer Unterstützung
- 5. Verwendete Beratungsmodelle, durchgeführte Verfahren und psychosoziale Maßnahmen
- 6. Einbeziehung der sozialen Systeme und der Bezugspersonen der Zu-Beratenden
- 7. Umfang, Dauer und Ergebnis der unterstützenden Beratung und psychosozialer Begleitung
- 8. Vorläufige Auswertung der durchgeführten psychosozialen Beratung und Begleitung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Falldokumentation analysiert die spezifische Beratungssituation eines fremdsprachigen Klienten mit Alkoholproblemen. Sie verfolgt das Ziel, den Beratungsprozess im Detail zu beschreiben und zu analysieren, um einen umfassenden Einblick in die Herausforderungen und die erfolgreiche Umsetzung der psychosozialen Unterstützung zu geben.
- Herausforderungen der interkulturellen Kommunikation in der Suchtberatung
- Anwendung des normativen Handlungsmodells von Silvia Staub-Bernasconi
- Identifizierung des Bedarfs an psychosozialer Unterstützung
- Umsetzung von Beratungsmethoden und -strategien im spezifischen Kontext
- Einbeziehung des sozialen Umfelds und der Bezugspersonen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt den Fall vor und erläutert die Verwendung des normativen Handlungsmodells von Silvia Staub-Bernasconi als theoretisches Framework.
- Angaben zum Fall: Dieses Kapitel beschreibt die zu beratende Person, Herr A., seinen Alkoholkonsum und die relevanten Bezugspersonen. Es beleuchtet auch seine soziale Isolation und seine Motivation zur Veränderung.
- Beschreibung des Anlasses und der Problemsituation: Dieses Kapitel definiert die Problemsituation, die sowohl den Alkoholkonsum als auch die psychische Belastung von Herrn A. umfasst. Es beleuchtet auch seine Motivation, den Alkoholkonsum zu reduzieren, um anschließend eine Behandlung für seine Depressionen in Betracht zu ziehen.
- Situationseinschätzende Maßnahmen: Das Kapitel beschreibt die Maßnahmen, die zur Einschätzung der Situation von Herrn A. durchgeführt wurden, einschließlich der Erhebung relevanter Informationen über seinen Gesundheitszustand, seine Lebensumstände und seine Suchtgeschichte.
- Einschätzung des Bedarfs an psychosozialer Unterstützung: Dieses Kapitel analysiert den Bedarf von Herrn A. an psychosozialer Unterstützung und die Herausforderungen, die sich aus seiner Sprachbarriere und seinen sozialen Schwierigkeiten ergeben.
Schlüsselwörter
Die Falldokumentation befasst sich mit den Themen Suchtberatung, interkulturelle Kommunikation, Alkoholkonsum, psychosoziale Unterstützung, fremdsprachige Klienten, normative Handlungstheorie, soziale Isolation und die Einbeziehung des sozialen Umfelds.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Suchtberatung bei fremdsprachigen Klienten durchgeführt?
Die Beratung erfolgt idealerweise in der Muttersprache des Klienten (hier Polnisch), um Kommunikationsbarrieren abzubauen und eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung zu ermöglichen.
Was ist die normative Handlungstheorie nach Silvia Staub-Bernasconi?
Diese Theorie umfasst drei Schritte: Kenntnisnahme des sozialen Problems, Formulierung von handlungsorientierten Hypothesen zu Zielzuständen und die Aufstellung professioneller Handlungsregeln mit anschließender Wirkungsbewertung.
Welche Rolle spielt die soziale Isolation bei Suchterkrankungen?
Soziale Isolation ist oft sowohl Ursache als auch Folge von Sucht. Die Einbeziehung des sozialen Umfelds und der Bezugspersonen ist daher ein zentraler Bestandteil der psychosozialen Unterstützung.
Wie hängen Alkoholkonsum und Depressionen zusammen?
Oft besteht eine Komorbidität. Im beschriebenen Fall war das Ziel, zunächst den Alkoholkonsum zu reduzieren, um anschließend die zugrundeliegenden Depressionen effektiv behandeln zu können.
Was sind die größten Herausforderungen in der interkulturellen Suchtberatung?
Neben Sprachbarrieren stellen unterschiedliche kulturelle Verständnisse von Sucht, Schamgefühle und der erschwerte Zugang zum Hilfesystem große Herausforderungen dar.
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- Tansila Raja (Author), 2022, Suchtberatung und -vermittlung bei fremdsprachigen Klienten. Falldokumentation im Modul psychosoziale Beratung in spezifischen Kontexten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1298500