In der vorliegenden Bachelorarbeit wird der Frage nachgegangen, warum das Masernvirus so gefährlich ist und wie einer Erkrankung vorgebeugt werden kann. Inwiefern bietet die Impfpflicht der Masern Stärken und Schwächen für die Bevölkerung? Um diese Fragen zu beantworten wird Literaturarbeit geleistet und aufbereitet. Darüber hinaus wird über Aspekte diskutiert, die die Impfentscheidung beeinflussen.
Vorab werden Einblicke in die Masernerkrankung, die Impfstoffe sowie in die im März 2020 eingeführte Masernimpfpflicht gegeben. Anschließend wird das 5C-Modell, welches von der WHO und Forschungsgruppen entwickelt wurde, erläutert. Dabei befasst sich das Modell mit den fünf psychologischen Gründen der Impfentscheidung. Anhand dessen werden die unterschiedlichen Sichtweisen von Impfbefürworter:innen, Impfskeptiker:innen und Impfgegner:innen beleuchtet. Folglich können Stärken und Schwächen der Masernimpfpflicht identifiziert sowie diskutiert werden. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Impfpflicht, da sie als effizienteste und kostengünstigste Präventionsmaßnahme im Umgang mit den ansteckenden Masernviren in Deutschland gilt.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Masernimpfpflicht in Deutschland ein wichtiges Instrument darstellt, um die Verbreitung des Virus zu stoppen und zu eliminieren. Darüber hinaus zeigen sich jedoch viele Impflücken, die es nicht durch Zwang, sondern durch Aufklärungsarbeit und geeigneten Interventionen zu schließen gilt. Noch kann sich das Virus überall dort ausbreiten, wo Menschen die Impfung verweigern. Somit bedarf es Vertrauen aufzubauen, die Risikowahrnehmung bezüglich der Impfung zu senken, Hürden abzubauen und die Informationssuche sowie den Solidaritätsgedanken zu stärken, sodass das Ziel eines masernfreien Landes erreicht werden kann. Durch eine ausreichende Herdenimmunität und eine Durchimpfungsrate von über 95% können Ausbrüche verhindert und die Menschen geschützt werden, welchen aus gesundheitlichen Gründen von einer Impfung abgeraten wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Masern - Die Erkrankung
- Symptome
- Epidemiologie
- Die Impfung gegen Masern
- Implementierung der Impfpflicht in Deutschland
- Überwachung von Impfstoffen
- Impfstrategie und Impfquote
- Stärken und Schwächen der Masernschutzimpfung
- Vertrauen
- Risikowahrnehmung
- Hürden
- Informationssuche
- Gesellschaftliches Verantwortungsgefühl
- Zusammenfassung
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage nach der Gefährlichkeit des Masernvirus und den Möglichkeiten der Prävention. Die Arbeit analysiert die Stärken und Schwächen der Masernimpfpflicht in Deutschland und untersucht die Faktoren, die die Impfentscheidung beeinflussen.
- Die Gefährlichkeit des Masernvirus
- Die Funktionsweise der Masernimpfung
- Die Implementierung der Masernimpfpflicht in Deutschland
- Die psychologischen Gründe der Impfentscheidung
- Die Stärken und Schwächen der Masernimpfpflicht
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Masern und der Impfpflicht ein und erläutert die Bedeutung der Arbeit.
- Masern - Die Erkrankung: Dieses Kapitel beleuchtet die Symptome, die Epidemiologie und die Impfung gegen Masern. Es gibt Einblicke in die Krankheit und die Möglichkeiten der Prävention.
- Implementierung der Impfpflicht in Deutschland: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Einführung der Masernimpfpflicht in Deutschland und erläutert die Überwachung von Impfstoffen sowie die Impfstrategie und Impfquote.
- Stärken und Schwächen der Masernschutzimpfung: Dieses Kapitel analysiert die Stärken und Schwächen der Masernschutzimpfung unter verschiedenen Gesichtspunkten wie Vertrauen, Risikowahrnehmung, Hürden, Informationssuche und dem gesellschaftlichen Verantwortungsgefühl.
Schlüsselwörter
Masern, Masernvirus, Masernimpfung, Impfpflicht, Impfentscheidung, Vertrauen, Risikowahrnehmung, Hürden, Informationssuche, Gesellschaftliches Verantwortungsgefühl, Prävention, Gesundheit, Epidemiologie, Impfstrategie, Impfquote, 5C-Modell, Stärken und Schwächen.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist das Masernvirus so gefährlich?
Masern sind hochgradig ansteckend und können zu schweren Komplikationen wie Lungenentzündungen oder Gehirnentzündungen führen, die lebensbedrohlich sein können.
Wann wurde die Masernimpfpflicht in Deutschland eingeführt?
Die Masernimpfpflicht trat im März 2020 in Kraft und gilt insbesondere für Kinder in Kitas und Schulen sowie für Personal in Gemeinschaftseinrichtungen.
Was ist das 5C-Modell der Impfentscheidung?
Es beschreibt fünf psychologische Gründe für die Entscheidung: Vertrauen (Confidence), Risikowahrnehmung (Complacency), Hürden (Constraints), Informationssuche (Calculation) und gesellschaftliche Verantwortung (Collective Responsibility).
Was sind die Stärken der Masernimpfpflicht?
Sie gilt als effiziente Präventionsmaßnahme, um die Herdenimmunität auf über 95% zu steigern und so das Virus langfristig zu eliminieren.
Gibt es Schwächen bei der Impfpflicht?
Eine Schwäche ist, dass Zwang allein Impflücken nicht schließt; es bedarf zusätzlicher Aufklärungsarbeit, um das Vertrauen zu stärken und Hürden abzubauen.
Was ist das Ziel der Herdenimmunität bei Masern?
Das Ziel ist es, Menschen zu schützen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, indem die Verbreitung des Virus in der Gesamtbevölkerung gestoppt wird.
- Quote paper
- Jule Biedermann (Author), 2022, Masernimpfpflicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1292730