Der wissenschaftliche Bericht setzt sich mit der Ökonomisierung des nicht-ökonomisch organisierten Gesellschaftsbereichs, der Bildung, auseinander. Es wird sich die Frage gestellt, was passieren würde, wenn die Koordination im Bildungssystem stärker durch Marktmechanismen und den Wettbewerb geregelt wird. In diesem Zusammenhang wird die Kontroverse diskutiert, ob eine Vermarktlichung der Bildung positiv oder negativ zu werten ist.
Die Ökonomisierung im Bildungssystem kennzeichnet sich durch typisch marktwirtschaftliche Merkmale, wie dem Gesetz der Effizienz, der Vermarktlichung durch Quasi-Märkte oder dem wirtschaftspolitischen Instrument der Subsidiarisierung. Das primäre Ziel der Ökonomisierung der Hochschulen zeigt sich in der Produktion von Humankapital. Dieser wissenschaftliche Bericht öffnet die Diskussion darüber, ob die marktwirtschaftliche Erweiterung mehr Flexibilität und Wohlstand schafft oder ob negative Folgen wie die Verstärkung von Ungleichheit und der Abbau von elementaren Werten wie Gleichheit und Freiheit droht.
Inhaltsverzeichnis
- Abstract
- Einleitung
- Ökonomisierung und Neoliberalismus – Eine Einordnung
- Die Rahmenbedingungen: Die Bildung und seine fehlende ökonomische Wirkmächtigkeit
- Die Struktur: Merkmale der Ökonomisierung der Bildung
- Das Produkt: Humankapital, inkorporiertes und institutionalisiertes Kulturkapital
- Wo führt die Ökonomisierung der Hochschulen hin?
- Quasi-Markt: Private Hochschule – Ein Exempel der ökonomisierten Hochschulbildung
- Was würde passieren? - Folgen und Effekte
- Reflexion – Ist die Ökonomisierung der Bildung positiv oder negativ zu bewerten?
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser wissenschaftliche Bericht analysiert die Ökonomisierung des Bildungsbereichs und untersucht die Folgen, die sich ergeben, wenn Marktmechanismen und Wettbewerb die Koordination im Bildungssystem stärker bestimmen. Der Bericht beleuchtet die kontroverse Diskussion über die positive oder negative Bewertung der Vermarktlichung der Bildung.
- Die Merkmale der Ökonomisierung im Bildungssystem
- Die Produktion von Humankapital als zentrales Ziel der Ökonomisierung von Hochschulen
- Die Folgen der Ökonomisierung auf Hochschulen
- Die Auswirkungen von Marktmechanismen und Wettbewerb auf die Bildung
- Die Bewertung der Ökonomisierung im Hinblick auf Gleichheit, Freiheit und Wohlstand
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Der Bericht stellt die Thematik der Ökonomisierung und des Neoliberalismus vor und erläutert die beiden Begriffe in ihrem Verhältnis zueinander. Der Fokus liegt auf der Ausbreitung der neoliberalen Logik in nicht-ökonomische Bereiche und der damit verbundenen Ökonomisierung von Bildung.
- Ökonomisierung und Neoliberalismus – Eine Einordnung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Ökonomisierung und Neoliberalismus und beleuchtet ihre Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede. Es wird die These aufgestellt, dass die beiden Begriffe sich gegenseitig bedingen und in einer festen Beziehung zueinander stehen.
- Ökonomisierung der Bildung: Dieses Kapitel beleuchtet die Rahmenbedingungen, die Struktur und das Produkt der Ökonomisierung der Bildung. Es untersucht die fehlende ökonomische Wirkmächtigkeit von Bildung und analysiert die Merkmale der Ökonomisierung, wie z. B. das Gesetz der Effizienz, die Vermarktlichung durch Quasi-Märkte und die Subsidiarisierung.
- Wo führt die Ökonomisierung der Hochschulen hin?: Dieses Kapitel beleuchtet das Beispiel der privaten Hochschule als ein Exempel der ökonomisierten Hochschulbildung. Es analysiert die potenziellen Folgen und Effekte der Ökonomisierung für Hochschulen und diskutiert die Frage, ob die Ökonomisierung langfristig zu mehr Flexibilität und Wohlstand führt oder zu negativen Folgen wie der Verstärkung von Ungleichheit und dem Abbau von Werten wie Gleichheit und Freiheit.
Schlüsselwörter
Ökonomisierung, Neoliberalismus, Bildung, Hochschule, Humankapital, Marktmechanismen, Wettbewerb, Vermarktlichung, Effizienz, Quasi-Märkte, Subsidiarisierung, Ungleichheit, Freiheit, Wohlstand.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Ökonomisierung im Bildungssystem?
Ökonomisierung bezeichnet die Einführung marktwirtschaftlicher Logiken in den Bildungsbereich, etwa durch Wettbewerb, Effizienzsteigerung und die Ausrichtung auf wirtschaftliche Verwertbarkeit.
Welche Rolle spielt der Neoliberalismus in dieser Entwicklung?
Der Neoliberalismus bildet den ideologischen Rahmen, der die Ausbreitung von Marktmechanismen in nicht-ökonomische Bereiche wie die Bildung fördert und staatliche Lenkung durch Wettbewerb ersetzt.
Was ist mit dem Begriff Humankapital gemeint?
Humankapital betrachtet Bildung als eine Investition in die Fähigkeiten von Individuen, um deren wirtschaftliche Produktivität und somit den gesellschaftlichen Wohlstand zu steigern.
Was sind Quasi-Märkte im Hochschulbereich?
Quasi-Märkte entstehen, wenn staatliche Institutionen unter marktähnlichen Bedingungen (z.B. Wettbewerb um Studenten oder Drittmittel) agieren, ohne vollständig privatisiert zu sein.
Welche negativen Folgen der Ökonomisierung werden diskutiert?
Kritiker befürchten eine Verstärkung sozialer Ungleichheit, den Abbau von Werten wie Freiheit und Gleichheit sowie eine einseitige Ausrichtung der Lehre auf rein wirtschaftliche Bedürfnisse.
- Quote paper
- Justus Aufderheide (Author), Ökonomisierung der Hochschulbildung. Was passiert, wenn die Koordination im Bildungssystem stärker durch Marktmechanismen und den Wettbewerb geregelt wird?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1290236