Trotz aller Fortschritte, die die deutsche Gesellschaft in Bezug auf Gleichstellung von Frauen und Männern bisher erreicht hat, gibt es immer noch Bereiche, in denen Frauen das Nachsehen haben. Die Frage nach gerechter Vergütung von Arbeit ist das prominenteste und aktuellste Beispiel von Ungleichbehandlung der Geschlechter. So hat Bundesministerin Schwesig erst zu Beginn dieses Jahres einen Gesetzentwurf zur sogenannten Entgelttransparenz vorgestellt. Ziel sei es, über mehr Transparenz Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, um die bestehende Gehaltslücke zu schließen. Wie wichtig die politische Weichenstellung für eine gerechtere Entlohnung von Frauen und Männern ist, beweist die Tatsache, dass seit über 15 Jahren der Lohnunterschied zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern konstant bei 20% liegt. Diesen Verdienstabstand bezeichnet man als Gender Pay Gap.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Potenzielle Ursachen des Gender Pay Gaps
- Niedrigerer Humankapitalbestand
- Diskriminierung durch den Arbeitgeber
- Geschlechtersegregation
- Forschungsergebnisse
- Gender Pay Gap im internationalen Vergleich
- Frauen in Führungspositionen
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit dem Gender Pay Gap, der Lücke zwischen dem durchschnittlichen Einkommen von Frauen und Männern. Sie analysiert die Ursachen dieses Phänomens und beleuchtet aktuelle Forschungsergebnisse, um die Problematik im Kontext von Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt zu betrachten.
- Analyse der potenziellen Ursachen des Gender Pay Gaps
- Untersuchung des Einflusses von Humankapital, Diskriminierung und Geschlechtersegregation auf das Einkommen von Frauen
- Präsentation von empirischen Daten und Forschungsergebnissen zum Gender Pay Gap
- Einordnung der Problematik im internationalen Vergleich
- Diskussion von Lösungsansätzen und zukünftigen Herausforderungen im Kampf gegen den Gender Pay Gap
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung präsentiert den Gender Pay Gap als ein aktuelles Problem der Gleichstellung von Frauen und Männern und liefert wichtige Zahlen und Statistiken zur Veranschaulichung des Phänomens.
- Potenzielle Ursachen des Gender Pay Gaps: Dieses Kapitel erörtert die verschiedenen Theorien, die versuchen, die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zu erklären. Es werden drei Hauptursachen näher betrachtet: niedrigerer Humankapitalbestand, Diskriminierung durch den Arbeitgeber und Geschlechtersegregation.
- Forschungsergebnisse: Hier werden aktuelle Forschungsergebnisse zum Gender Pay Gap vorgestellt, die sich auf internationale Vergleiche und die Situation von Frauen in Führungspositionen konzentrieren.
Schlüsselwörter
Gender Pay Gap, Einkommensungleichheit, Geschlechterungleichheit, Humankapital, Diskriminierung, Geschlechtersegregation, Führungspositionen, Gleichstellung von Frauen und Männern, Lohnlücke.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem Gender Pay Gap?
Der Gender Pay Gap bezeichnet den durchschnittlichen Verdienstunterschied zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern, der in Deutschland seit Jahren bei etwa 20% liegt.
Was sind die Hauptursachen für die Lohnlücke?
Als Hauptursachen gelten ein niedrigerer Humankapitalbestand (z. B. durch Erwerbsunterbrechungen), Diskriminierung durch Arbeitgeber und die Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt.
Was bedeutet Geschlechtersegregation im Kontext der Entlohnung?
Es beschreibt die Konzentration von Frauen in Berufen oder Branchen, die im Durchschnitt schlechter bezahlt werden als typische „Männerberufe“.
Wie wirkt sich Diskriminierung auf das Gehalt von Frauen aus?
Diskriminierung kann dazu führen, dass Frauen bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen oder seltener in Führungspositionen befördert werden.
Welche Rolle spielt die Politik beim Schließen der Gehaltslücke?
Durch Maßnahmen wie das Entgelttransparenzgesetz versucht die Politik, den Druck auf Arbeitgeber zu erhöhen und mehr Transparenz in die Lohnstrukturen zu bringen.
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- Anonym (Author), 2016, Ursachen und Folgen des Gender Pay Gaps, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289800