In dieser Arbeit geht es zunächst um die Erläuterung des Begriffs der Medienkindheit. Anschließend wird die Stellung der Medien in der Lebenswelt von Kindern thematisiert. Hierbei geht es zu aller erst, um verschiedene Positionen/Grundhaltungen in der Mediennutzung für Kinder. Dann folgt eine kurze Erklärung von Kindermedien. In Folge dessen wird die KIM-Studie 2016 erläutert, um den Stellenwert von Medien in der Lebenswelt von Kindern darzustellen.
In diesem Sinne werden die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie, angesichts der Medienausstattung, der Medienbeschäftigung, Fernseher und YouTube, der Internetnutzung, Handy und Smartphones und digitalen Spielen dargestellt. Im nächsten Kapitel geht es um eine sich wandelnde Kindheit. In diesem Kapitel liegt der Schwerpunkt auf der mediatisierten Kindheit und den damit einhergehenden Entgrenzungen. Im fünften Kapitel wird die Medienerziehung erklärt. Es werden Schwerpunkte und mögliche Konzepte in den Bereichen der Familie, des Kindergartens, der Schule und des Sachunterrichts herausgearbeitet.
Im Kapitel der Medienerziehung in der Familie wird der Fokus auf mögliche medienerzieherische Aufgaben der Eltern gelegt, um die Chancen und Risiken der neuen digitalen Interaktionsformen zu erkennen. Im Bereich der Medienerziehung im Kindergarten geht es darum, was Erzieher:innen verbessern können. Das Kapitel der Medienerziehung in der Schule fokussiert sich auf zu bewältigende Aufgaben in der Schule, um die Medien integrativ zu nutzen. Im Bereich der Medienerziehung des Sachunterrichts werden primär Kompetenzziele des Perspektivrahmens Sachunterricht genannt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Medienkindheit
3.Stellung der Medien in der Lebenswelt von Kindern
3.1 Kindermedien
3.2 Medienausstattung und Medienbesitz
3.3 Freizeitaktivitäten und Medienbeschäftigung
3.4 Fernsehen und YouTube
3.5 Internetnutzung
3.6 Handy und Smartphone
3.7 Digitale Spiele
4. Veränderte Kindheit
4.1. mediatisierte Kindheit und Entgrenzung
5. Medienerziehung
5.1 Medienerziehung in der Familie
5.2 Medienerziehung im Kindergarten
5.3 Medienerziehung in der Schule
5.3.1 Im Sachunterricht
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der zunehmenden Digitalisierung auf die kindliche Lebenswelt. Ziel ist es, zu analysieren, wie Kinder neue digitale Kommunikations- und Interaktionsformen nutzen und welche Rolle dabei die formale sowie informelle Medienerziehung spielt.
- Stellenwert von Medien in der kindlichen Freizeitgestaltung
- Analyse der KIM-Studie zum Mediennutzungsverhalten
- Konzept der „Medienkindheit“ und mediatisierte Lebenswelten
- Ansätze zur Medienerziehung in Familie, Kindergarten und Schule
Auszug aus dem Buch
3.Stellung der Medien in der Lebenswelt von Kindern
In der Öffentlichkeit, sowie in der Fachliteratur ist der Stellenwert von Medien umstritten. Es herrscht ein Zwiespalt zwischen den Weltbildern. Einige sehen die Mediennutzung als Chance für die individuelle Entwicklung an, andere betonen ihre Skepsis. Man kann aber in der Mediensozialisationstheorie und in medienpädagogischen Theorien zwischen drei Grundhaltungen unterscheiden: die kulturpessimistische Position, die medieneuphorische Position und die kritisch-optimistische Position (vgl. Süss, Lampert, Trültzsch-Wijnen 2018, S. 20).
Die kulturpessimistische Position geht davon aus, dass die psychosoziale Entwicklung der Kinder durch Medien gefährdet wird. Es wird zudem davon ausgegangen, dass die Medien nichts positives zu dieser Entwicklung beitragen können. In dieser Position werden jeweils die aktuellen Leitmedien betrachtet. So bilden Bewegungen gegen die Einführung von digitalen Medien wie Computer an Schulen, Formen des Kulturpessimismus. Empirische Befunde der Medienwirkungsforschung werden aus dieser Perspektive nur eingeschränkt betrachtet und teilweise ignoriert. So wird oftmals davon ausgegangen, dass bereits ein Schädigungspotenzial des jeweiligen Mediums herrsche (vgl. ebd. 2018, S. 20ff).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Medien in der heutigen Lebenswelt von Kindern ein und stellt die forschungsleitenden Fragen sowie den Aufbau der Arbeit vor.
2. Medienkindheit: Hier wird der Begriff der „Medienkindheit“ definiert, der den Alltag von Kindern als stark durch Medien geprägt beschreibt.
3.Stellung der Medien in der Lebenswelt von Kindern: Das Kapitel differenziert zwischen verschiedenen medienpädagogischen Grundhaltungen und analysiert spezifische Nutzungsdaten zu Endgeräten und Internetaktivitäten.
4. Veränderte Kindheit: Es wird erörtert, wie Mediatisierung die Grenzen zwischen verschiedenen Lebensbereichen aufhebt und die Sozialisation der „Digital Natives“ verändert.
5. Medienerziehung: Dieses Kapitel beleuchtet Ansätze und Herausforderungen der Medienpädagogik im familiären Kontext, in Kindertageseinrichtungen sowie im schulischen Umfeld.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung einer frühzeitigen und integrativen Medienerziehung.
Schlüsselwörter
Medienkindheit, Digitalisierung, Medienerziehung, Medienkompetenz, KIM-Studie, Mediatisierung, Internetnutzung, Heranwachsende, Sozialisation, Medienpräsenz, Bildungsungleichheit, Sachunterricht, digitale Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Aufwachsen von Kindern in einer durch digitale Medien geprägten Lebenswelt und wie diese den Alltag sowie die Sozialisation beeinflussen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit deckt die Medienausstattung von Haushalten, die Nutzungsgewohnheiten von Kindern, das Konzept der „Medienkindheit“ sowie erziehungswissenschaftliche Ansätze zur Medienkompetenz ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu ergründen, wie sich Kinder in der digitalen Welt orientieren können und welche elterlichen sowie schulischen Strategien für eine kompetente Mediennutzung notwendig sind.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert und zentrale empirische Studien wie die KIM-Studie 2016 einbezieht, um den aktuellen Stand der Mediennutzung abzubilden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Mediennutzung, die Theorie der „Medienkindheit“ sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Medienerziehung in Familie und Schule.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?
Wichtige Begriffe sind Medienkindheit, Mediatisierung, digitale Teilhabe, Medienkompetenz und pädagogische Herausforderungen.
Wie haben sich die Freizeitaktivitäten von Kindern durch Medien verändert?
Digitale Medien haben klassische Aktivitäten ergänzt; Fernsehen bleibt das meistgenutzte Medium, gefolgt von Smartphone-Nutzung und Online-Spielen, was die Struktur der Freizeitgestaltung maßgeblich beeinflusst.
Was bedeutet der Begriff „Mediatisierung“ im Kontext dieser Arbeit?
Mediatisierung beschreibt, dass Medien nicht mehr nur Ergänzung, sondern ein integraler Bestandteil aller Lebensbereiche geworden sind, wodurch auch die Grenzen zwischen analogem und digitalem Alltag entfallen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Medienkindheit. Kinder und ihr Umgang mit neuen digitalen Kommunikations- und Interaktionsformen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1283048