Das Hauptaugenmerk unserer Arbeit lag darin, den Unterschied zwischen der Wahrnehmung der Mitarbeiter*Innen der Firma Tönnies und der Unternehmenskultur in der Realität zu untersuchen. Im Zuge unserer Recherchen stellte sich heraus, dass zwischen der Website und der Wahrnehmung eine erhebliche Diskrepanz herrscht. Die Thematiken, welche auf der Unternehmenswebsite genannt werden, entsprechen nicht der Realität.
In den letzten Jahren hat Diversity Management als strategischer Managementansatz an Bedeutung gewonnen. Vielfalt am Arbeitsplatz gilt als fundamentaler Ansatz für eine moderne Unternehmensführung. Globalisierung und Migration führen zu einer wachsenden Vernetzung der Märkte und zu einem steigenden Wettbewerb. Negative Folgen wie Standortverlagerungen (Offshoring), die Auflösung von Unternehmen und damit einhergehenden Arbeitsplatzverlusten gelten als Folgen. Als besonders gefährdet gelten dabei Arbeitsplätze mit niedrigen Qualifikationsanforderungen. Jedoch ist nicht außer Acht zu lassen, dass Migration, bedingt durch Globalisierung, eine Bereicherung für Unternehmen darstellt. Erfolgreiches Diversity Management zielt dabei auf respektvollen Umgang zwischen den Mitarbeiter*Innen in allen Abteilungen und Ebenen des Unternehmens hin.
Die Umsetzung von Diversity Management gestaltet sich dabei oft als Herausforderung. Eine Vielzahl an Firmen nutzen den strategischen Managementansatz zur Steigerung ihrer Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations) und zielen auf eine positive Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden hin. Dabei ist klar zu erkennen, dass „Vielfalt am Arbeitsplatz“ im Trend steht und Firmen bewusst damit werben. Häufig sind jedoch Missstände und Diskriminierung, in Bezug zur Vielfalt im Unternehmen, anzutreffen. Solche Vorfälle lassen die Diskussion über Diversity Management an Relevanz gewinnen.
Der Widerspruch zwischen Unternehmensphilosophie, Öffentlichkeitsarbeit und der realen Arbeitswelt ist im Fallbeispiel des Familienunternehmens Tönnies Holding ApS & Co. KG vorzufinden. Der Schlachtbetrieb weist erhebliche Missstände im Umgang mit den Mitarbeiter*Innen auf. Dies steht in vollkommenem Widerspruch zur Öffentlichkeitsarbeit des Konzerns.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Rassismus & Diskriminierung am Arbeitsplatz
- Bedeutung von Rassismus und Diskriminierung am Arbeitsplatz
- Rassismus am Arbeitsplatz verhindern, durch Organisationsbewertungen
- Rassismus am Arbeitsplatz verhindern, durch einen sogenannten Aktionsplan
- Maßnahmen gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz
- Handlungsebenen bei der Beseitigung rassistischer Diskriminierung
- Diversity Management als Reaktion
- Nutzen von Diversity Management
- Unternehmenshierarchie bei Tönnies:
- Fallbeispiel Familienunternehmen Tönnies Holding ApS & Co. KG.
- Personalpolitik bei Tönnies
- Tönnies mediale Präsenz
- Unternehmenskultur bei Tönnies:
- Diversity Management am Fallbeispiel von Tönnies
- Fallbeispiele von Diskriminierung am Arbeitsplatz bei Tönnies
- Möglichkeiten, Diversity Management umzusetzen, im Vergleich zur Firma Tönnies.
- Wie geht es den Mitarbeiter*Innen dabei und was wünschen diese sich?
- Gegenbeispiel - Wie setzen andere Unternehmen Diversity Management um?
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Umsetzung von Diversity Management am Beispiel des Unternehmens Tönnies und untersucht die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Darstellung des Unternehmens und der Wahrnehmung der Mitarbeiter*Innen hinsichtlich Diskriminierung und Rassismus. Die Arbeit beleuchtet dabei die Bedeutung von Rassismus und Diskriminierung am Arbeitsplatz und die Notwendigkeit von strategischem Diversitätsmanagement. Ziel ist es, die Herausforderungen der Implementierung von Diversity Management aufzuzeigen und die Vorteile für Unternehmen hervorzuheben.
- Rassismus und Diskriminierung am Arbeitsplatz
- Diversity Management als strategischer Managementansatz
- Fallbeispiel Tönnies: Unterschiede zwischen Unternehmensphilosophie und Realität
- Möglichkeiten und Herausforderungen der Umsetzung von Diversity Management
- Positive und negative Auswirkungen von Diversität am Arbeitsplatz
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik von Diversity Management ein und zeigt die wachsende Bedeutung dieses Ansatzes für moderne Unternehmen auf. Im zweiten Kapitel werden Rassismus und Diskriminierung am Arbeitsplatz definiert und ihre Auswirkungen auf Einzelpersonen und Unternehmen beleuchtet. Zudem werden verschiedene Strategien zur Verhinderung von Rassismus am Arbeitsplatz vorgestellt. Im dritten Kapitel wird das Familienunternehmen Tönnies als Fallbeispiel herangezogen und die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Darstellung des Unternehmens und der Wahrnehmung der Mitarbeiter*Innen im Hinblick auf Diskriminierung und Rassismus beleuchtet. Das Kapitel untersucht die Unternehmenskultur, die Personalpolitik und die mediale Präsenz von Tönnies und analysiert die Umsetzung von Diversity Management im Unternehmen.
Schlüsselwörter
Diversity Management, Rassismus, Diskriminierung, Arbeitsplatz, Unternehmenskultur, Tönnies, Fallbeispiel, Public Relations, Personalpolitik, Mitarbeiter*Innen, Handlungsebenen, Organisationsbewertung, strategischer Managementansatz, Diversität.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptproblem beim Diversity Management bei Tönnies?
Es besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen der offiziellen Unternehmensphilosophie (Public Relations) und der tatsächlichen Wahrnehmung der Mitarbeiter. Während Vielfalt beworben wird, berichten Mitarbeiter von Missständen und Diskriminierung.
Warum nutzen Unternehmen Diversity Management oft nur für PR?
„Vielfalt am Arbeitsplatz“ steht im Trend. Viele Firmen nutzen den Ansatz zur Steigerung ihrer Öffentlichkeitsarbeit und zur positiven Kommunikation mit Kunden, ohne die nötigen internen Strukturen gegen Rassismus tatsächlich umzusetzen.
Welche Rolle spielt die Globalisierung für das Diversity Management?
Globalisierung und Migration führen zu vernetzten Märkten. Während dies einerseits Konkurrenzdruck erzeugt, stellt die Vielfalt der Belegschaft eine potenzielle Bereicherung dar, sofern sie respektvoll gemanagt wird.
Wie kann Rassismus am Arbeitsplatz effektiv verhindert werden?
Notwendig sind ehrliche Organisationsbewertungen, konkrete Aktionspläne und Maßnahmen auf verschiedenen Handlungsebenen, die über bloße Lippenbekenntnisse auf Websites hinausgehen.
Was wünschen sich die Mitarbeiter bei Tönnies laut der Studie?
Die Arbeit beleuchtet die Wünsche der Mitarbeiter nach einem respektvollen Umgang, dem Abbau hierarchischer Diskriminierung und einer Unternehmenskultur, die ihre Vielfalt tatsächlich wertschätzt statt sie nur medial zu inszenieren.
- Arbeit zitieren
- Laura Schmid (Autor:in), 2022, Diversity Management beim Unternehmen Tönnies. Widersprüche zwischen Unternehmensphilosophie, Öffentlichkeitsarbeit und der Wahrnehmung der Mitarbeiter*Innen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1282613