Das Kernproblem jeder Transportplanung ist in jedem Unternehmen mit verschiedenen Produktions- und Verkaufsstätten1 die Verteilung der produzierten Einheiten in den einzelnen Verkaufsorten. Es ist festzulegen, welcher Produktionsstandort welches Abnehmerzentrum mit welcher Menge des Produkts beliefert.
Im Mittelpunkt der Transportplanung steht die Wahl der Transportwege und die Bestimmung der jeweiligen Transportmengen, aus denen dann die einzelnen Touren entstehen.2 Bei der Tourenplanung sind Entscheidungen über die aggregierten Transportströme zu treffen.
Eine Koordination der Transportströme ist nach zwei Kriterien möglich und mit der Planung vorzunehmen. Als erstes kann eine feste Zuordnung von Abnehmerzentren zu Produktionsstätten erfolgen, was zu geringem Koordinationsaufwand, aber nicht zu minimalen Transportkosten führt. Eine zweite Zuordnung kann in Abhängigkeit von der spezifischen Bedarfssituation der Abnehmerzentren erfolgen, hier steht die transportkostenminimale Belieferung der Verkaufsstätten im Vordergrund.3
Ausgangspunkt meiner Ausführungen wird eine beliebige Zuordnung der Abnehmerzentren zu den Produktionsstandorten sein. Das klassische Transportproblem lässt sich somit definieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Transportplanung
1.1 Das klassische Transportproblem
1.2 Modellannahmen
2. Die Verfahren der Transportoptimierung
2.1 Das Nordwest – Ecken – Verfahren
2.2 Das Matrixminimumverfahren oder Methode des kleinsten Elements
2.3 Das Vogelsche Approximationsverfahren
2.4 Das Stepping – Stone – Verfahren
2.5 Das MODI – Verfahren
2.6 Der Simplexalgorithmus
2.7 Weitere Verfahren
3. Beeinträchtigungen durch gesperrte Strecken
4. Beurteilung der Verfahren
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Durchführung der Transportoptimierung in Unternehmen. Ziel ist es, verschiedene mathematische Verfahren zur Minimierung von Transportkosten bei gegebenen Angebots- und Nachfragekapazitäten zu analysieren, anzuwenden und deren Effizienz an einem konkreten Fallbeispiel der Zementproduktion zu bewerten.
- Grundlagen der Transportplanung und Modellannahmen
- Analyse und Anwendung verschiedener Optimierungsverfahren (Heuristiken und exakte Verfahren)
- Vergleich der Verfahren hinsichtlich ihrer Kostenoptimierung
- Berücksichtigung von Sonderfällen wie gesperrten Transportstrecken
- Einsatz von Software zur Lösung komplexer Transportprobleme
Auszug aus dem Buch
1. Die Transportplanung
Das Kernproblem jeder Transportplanung ist in jedem Unternehmen mit verschiedenen Produktions- und Verkaufsstätten die Verteilung der produzierten Einheiten in den einzelnen Verkaufsorten. Es ist festzulegen, welcher Produktionsstandort welches Abnehmerzentrum mit welcher Menge des Produkts beliefert.
Im Mittelpunkt der Transportplanung steht die Wahl der Transportwege und die Bestimmung der jeweiligen Transportmengen, aus denen dann die einzelnen Touren entstehen. Bei der Tourenplanung sind Entscheidungen über die aggregierten Transportströme zu treffen.
Eine Koordination der Transportströme ist nach zwei Kriterien möglich und mit der Planung vorzunehmen. Als erstes kann eine feste Zuordnung von Abnehmerzentren zu Produktionsstätten erfolgen, was zu geringem Koordinationsaufwand, aber nicht zu minimalen Transportkosten führt. Eine zweite Zuordnung kann in Abhängigkeit von der spezifischen Bedarfssituation der Abnehmerzentren erfolgen, hier steht die transportkostenminimale Belieferung der Verkaufsstätten im Vordergrund.
Ausgangspunkt meiner Ausführungen wird eine beliebige Zuordnung der Abnehmerzentren zu den Produktionsstandorten sein. Das klassische Transportproblem lässt sich somit definieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Transportplanung: Einführung in die betriebswirtschaftliche Bedeutung der Transportplanung und Definition des klassischen Transportproblems sowie der zugrunde liegenden Modellannahmen.
2. Die Verfahren der Transportoptimierung: Detaillierte Darstellung verschiedener Algorithmen zur Ermittlung optimaler Transportpläne, angefangen bei einfachen Startverfahren bis hin zu komplexen Optimierungsmethoden.
3. Beeinträchtigungen durch gesperrte Strecken: Analyse des Umgangs mit Einschränkungen im Transportnetzwerk, insbesondere der Handhabung vollständig gesperrter Strecken bei der Optimierung.
4. Beurteilung der Verfahren: Kritische Evaluation der untersuchten Methoden hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Effizienz in der logistischen Praxis.
Schlüsselwörter
Transportoptimierung, Transportplanung, Logistik, Produktionswirtschaft, Nordwest-Ecken-Verfahren, Matrixminimumverfahren, Vogelsches Approximationsverfahren, Stepping-Stone-Verfahren, MODI-Verfahren, Simplexalgorithmus, Transportkosten, Zielfunktion, Nebenbedingungen, Produktionsstätte, Zementproduktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch systematische Transportplanung ihre Kosten bei der Verteilung von Gütern minimieren können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Fokus stehen mathematische Verfahren der linearen Optimierung zur Bestimmung kostengünstiger Transportwege zwischen Produktionsstätten und Verkaufsorten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Anwendung und der Vergleich verschiedener Optimierungsverfahren, um ausgehend von einer Startlösung eine kostenminimale Transportverteilung zu finden.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden verschiedene Algorithmen eingesetzt, darunter die Nordwest-Ecken-Regel, das Matrixminimumverfahren, das Vogelsche Approximationsverfahren, das Stepping-Stone-Verfahren, das MODI-Verfahren sowie der Simplexalgorithmus.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erläutert theoretisch und anhand von Rechenbeispielen die verschiedenen Optimierungsalgorithmen und deren Anwendung bei der Zementproduktion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Transportoptimierung, Kostenminimierung, Logistik, Optimierungsalgorithmen und mathematische Modellierung.
Wie geht die Autorin mit gesperrten Transportstrecken um?
Sperrungen werden mathematisch durch einen extrem hohen Kostenwert (unendlich) in der Kostenmatrix modelliert, wodurch diese Strecken bei der Optimierung ausgeschlossen werden.
Warum wird zusätzlich zum manuellen Rechnen Software eingesetzt?
Die Arbeit nutzt die Software WinQSB, da manuelle Berechnungen bei komplexen Problemen sehr aufwendig sind und Software eine schnelle sowie präzise Lösung generiert.
Was ist das Ergebnis der Untersuchung für den Zementproduzenten?
Nach verschiedenen Optimierungsschritten konnte die Transportlösung auf 70 Geldeinheiten minimiert werden, was als optimales Ergebnis identifiziert wurde.
Welches Verfahren ist laut Autorin am besten für die Praxis geeignet?
Die Autorin empfiehlt den Einsatz von Verfahren, die direkt eine optimale Lösung liefern, anstatt Methoden zu verwenden, die zeitaufwendige nachträgliche Verbesserungen erfordern.
- Quote paper
- Kirsten Röbbig (Author), 2002, Durchführung der Transportoptimierung mit verschiedenen Verfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128252